Die Liste der FDP-Bundesparteitage enthält alle Bundesparteitage der Freien Demokratischen Partei, untergliedert in die ordentlichen und die außerordentlichen Bundesparteitage sowie die Bundesvertreterversammlungen, Europatage und Europaparteitage.Informationen aus: Archiv des Liberalismus (www.freiheit.org/archiv-des-liberalismus)(ADL), Bestand FDP-Bundesparteitage, A1-1.Kurzinformationen zu den letzten drei Parteitagen 2016–2018 auf der Seite der FDP.
Zwischen den Bundesparteitagen versammelte sich als sog. „Kleiner Parteitag“ in den Jahren von 1949 bis 1994 der FDP-Bundeshauptausschuss; 1997 wurde dieses Gremium aus der Satzung gestrichen.
Ordentliche Bundesparteitage (bis zur Vereinigung 1990)
mini|Einladungskarte für den FDP-Gründungsparteitag in Heppenheim, 1948 mini|hochkant|Tagungsunterlagen (Einladung, Stimmkarten) vom FDP-Bundesparteitag in Freiburg, 1971 mini|FDP-Bundesparteitag in Mainz, 1978 mini|Hans-Dietrich Genscher und Walter Scheel auf dem FDP-Bundesparteitag in Köln, 1981 mini|FDP-Bundesparteitag in Hannover, 1986 Nr. Datum Ort Zusammenfassung Gründungsparteitag 11.–12. Dezember 1948 Heppenheim Zusammenschluss aller 13 liberalen Landesverbände der drei westlichen Besatzungszonen zur FDP. Verabschiedung der „Heppenheimer Proklamation“. Wahl von Theodor Heuss zum Vorsitzenden und von Franz Blücher zum Stellvertreter. 1. Bundesparteitag 10.–12. Juni 1949 Bremen „Wahlparteitag“ vor der Bundestagswahl 1949. Verabschiedung der „Bremer Plattform“. 2. Bundesparteitag 29.–30. April 1950 Düsseldorf Erster Bundesparteitag unter dem neuen Vorsitzenden Franz Blücher, dem Nachfolger des im September 1949 zum Bundespräsidenten gewählten Theodor Heuss. Wahl von Hermann Schäfer zum stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung der „Leitsätze zur Kulturpolitik“. 3. Bundesparteitag 18.–23. September 1951 München Beschlüsse zur Amnestie von Kriegsverbrechern und zur Neugliederung des Bundesgebietes. 4. Bundesparteitag 18.–22. November 1952 Bad Ems Flügelstreit in der FDP endet mit einem Kompromiss. 5. Bundesparteitag 3.–5. März 1954 Wiesbaden Wahl von Thomas Dehler anstelle von Franz Blücher zum Vorsitzenden und von Friedrich Middelhauve, Hermann Schäfer und Carl-Hubert Schwennicke zu stellvertretenden Vorsitzenden. 6. Bundesparteitag 25.–26. März 1955 Oldenburg Wahl von Wilhelm Nowack, Wolfgang Haußmann und Friedrich Middelhauve zu stellvertretenden Vorsitzenden. Diskussion über das Saarstatut. 7. Bundesparteitag 20.–21. April 1956 Würzburg Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Erich Mende, Wolfgang Haußmann und Oswald Adolph Kohut zu stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung der „Würzburger Entschließung“. 8. Bundesparteitag 24.–26. Januar 1957 Berlin Wahl von Reinhold Maier anstelle von Thomas Dehler zum Vorsitzenden und von Erich Mende, Oswald Adolph Kohut und Willy Max Rademacher zu stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung des „Berliner Programms“. 9. Bundesparteitag 28.–29. März 1958 Düsseldorf Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Erich Mende, Oswald Adolph Kohut und Bernhard Leverenz zu stellvertretenden Vorsitzenden. 10. Bundesparteitag 21.–23. Mai 1959 Berlin Bestätigung des Vorsitzenden Reinhold Maier und seiner Stellvertreter Mende, Kohut und Leverenz in ihren Ämtern. 11. Bundesparteitag 28.–29. Januar 1960 Stuttgart Wahl von Erich Mende anstelle von Reinhold Maier zum Vorsitzenden und von Oswald Kohut, Hans Lenz und Heinrich Schneider zu stellvertretenden Vorsitzenden. 12. Bundesparteitag 23.–25. März 1961 Frankfurt am Main Verabschiedung eines Aufrufs zur Bundestagswahl 1961. Beschlüsse „Für eine gesunde und leistungsfähige Landwirtschaft“ und „Gesunde Lebensführung in gesunder Umwelt“. 13. Bundesparteitag 23.–25. Mai 1962 Düsseldorf Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Hans Lenz, Bernhard Leverenz und Wolfgang Döring zu stellvertretenden Vorsitzenden. Zwischenbilanz nach einem Jahr der Koalition mit der CDU sowie Diskussion über die Deutschlandpolitik nach dem Bau der Berliner Mauer. 14. Bundesparteitag 1.–3. Juli 1963 München Vorlage des sogenannten Mischnick-Plans zur Rentenreform. 15. Bundesparteitag 1.–3. Juni 1964 Duisburg Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Willi Weyer, Ewald Bucher und Wolfgang Mischnick zu stellvertretenden Vorsitzenden. 16. Bundesparteitag 21.–23. März 1965 Frankfurt am Main Vorlage zur bildungspolitischen Situation in Westdeutschland durch Hildegard Hamm-Brücher. 17. Bundesparteitag 6.–7. Juni 1966 Nürnberg Neuwahl des Bundesvorstandes mit Bestätigung des bisherigen. Diskussion über die Ost-, Deutschland- und Steuerpolitik sowie über den Fortbestand der Koalition mit der CDU/CSU. 18. Bundesparteitag 3.–5. April 1967 Hannover Verabschiedung der „Ziele des Fortschritts. Aktionsprogramm der Freien Demokratischen Partei (107 Thesen)“. 19. Bundesparteitag 29.–31. Januar 1968 Freiburg Wahl von Walter Scheel anstelle von Erich Mende zum Vorsitzenden und von Hans-Dietrich Genscher, Wolfgang Mischnick und Hermann Müller zu stellvertretenden Vorsitzenden. Rededuell von Ralf Dahrendorf mit Rudi Dutschke. 20. Bundesparteitag 23.–25. Juni 1969 Nürnberg Verabschiedung der „Nürnberger Wahlplattform“, dem Programm für die Bundestagswahl 1969. 21. Bundesparteitag 22.–24. Juni 1970 Bonn Neuwahl des Bundesvorstandes mit Bestätigung des bisherigen. 22. Bundesparteitag 25.–27. Oktober 1971 Freiburg Verabschiedung der „Freiburger Thesen“. Wahl des ersten Generalsekretärs Karl-Hermann Flach. 23. Bundesparteitag 23.–25. Oktober 1972 Freiburg Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Hans-Dietrich Genscher, Hildegard Hamm-Brücher und Wolfgang Mischnick zu stellvertretenden Vorsitzenden. 24. Bundesparteitag 12.–14. November 1973 Wiesbaden Verabschiedung der „Wiesbadener Leitlinien liberaler Medienpolitik“. 25. Bundesparteitag 30. September – 2. Oktober 1974 Hamburg Wahl von Hans-Dietrich Genscher anstelle von Walter Scheel als Vorsitzender und von Wolfgang Mischnick, Hildegard Hamm-Brücher und Hans Friderichs zu stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung des Papiers „Freie Kirche im Freien Staat“. 26. Bundesparteitag 27.–29. Oktober 1975 Mainz Verabschiedung der „Perspektiven liberaler Deutschlandpolitik“. 27. Bundesparteitag 19.–20. November 1976 Frankfurt am Main Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Hans Friderichs, Wolfgang Mischnick und Uwe Ronneburger zu stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung eines Papiers zur Gesundheitspolitik. 28. Bundesparteitag 6.–8. November 1977 Kiel Verabschiedung der „Kieler Thesen“ und eines Beschlusses zur Energiepolitik. 29. Bundesparteitag 12.–14. November 1978 Mainz Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Liselotte Funcke, Wolfgang Mischnick und Uwe Ronneburger zu stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung eines „Programms zur Gleichberechtigung“. 30. Bundesparteitag 15.–17. Juni 1979 Bremen Verabschiedung des Papieres „F.D.P. und Umweltschutz“. 31. Bundesparteitag 5.–6. Dezember 1980 München Neuwahl des Bundesvorstandes mit Bestätigung des bisherigen. Beschlüsse zum Thema „Bundeswehr und Gesellschaft“ und zur Friedens- und Entspannungspolitik. 32. Bundesparteitag 29.–31. Mai 1981 Köln Verabschiedung von Papieren zur „Politik für Frieden und Sicherheit“, zur „Umweltpolitik für die 80er Jahre“ sowie eines „Anti-Drogenprogramms der F.D.P.“. 33. Bundesparteitag 5.–7. November 1982 Berlin Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Gerhart Baum, Wolfgang Mischnick und Jürgen Morlok zu stellvertretenden Vorsitzenden. Parteitag kurz nach dem Ende der sozial-liberalen Koalition mit Austritten einiger prominenter Mitglieder. 34. Bundesparteitag 18.–20. November 1983 Karlsruhe Verabschiedung eines Papieres zur „Friedens- und Sicherheitspolitik für die 80er Jahre“. 35. Bundesparteitag 1.–3. Juni 1984 Münster Neuwahl des Bundesvorstandes mit Bestätigung des bisherigen. Verabschiedung von zehn Thesen zur europäischen Einigung sowie eines Papiers zur Beschäftigungspolitik. 36. Bundesparteitag 23.–24. Februar 1985 Saarbrücken Wahl von Martin Bangemann anstelle von Hans-Dietrich Genscher zum Vorsitzenden. Verabschiedung des „Liberalen Manifests“. 37. Bundesparteitag 23.–25. Mai 1986 Hannover Neuwahl des Bundesvorstandes. Wahl von Gerhart Baum, Wolfgang Gerhardt und Jürgen Morlok zu stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung von Papieren zu den Schwerpunkten liberaler Außen-, Deutschland-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik. 38. Bundesparteitag 5.–6. September 1987 Kiel Verabschiedung eines Papieres „Zur Wahrung des inneren Friedens“. 39. Bundesparteitag 7.–8. Oktober 1988 Wiesbaden Wahl von Otto Graf Lambsdorff anstelle von Martin Bangemann zum Vorsitzenden und von Irmgard Adam-Schwaetzer, Gerhart Baum und Wolfgang Gerhardt zu stellvertretenden Vorsitzenden. Verabschiedung der „Wiesbadener Erklärung“. 40. Bundesparteitag 27.–28. Mai 1989 Köln Verabschiedung eines Papieres „Das Europa der Zukunft“.
Ordentliche Bundesparteitage (ab der Vereinigung)
alt=66. Bundesparteitag der FDP|mini|66. Bundesparteitag der FDP in Berlin, Motto „German Mut“, 2015