Die Suzuki TR 750 war ein Rennmotorrad des japanischen Herstellers Suzuki, das für die Formel 750 entwickelt wurde. Barry Sheene gewann damit die Saison 1973 und wurde 1975 Vizemeister.
Geschichte und Technik Das konzernintern mit XR 11 bezeichnete Rennmotorrad wurde aus dem Serienmodell Suzuki GT 750 entwickelt. Der leistungsgesteigerte wassergekühlte Dreizylinder-Reihenmotor (Bohrung/Hub: 70 × 64 mm) mit kontaktloser Thyristor-Magnetzündung wurde über drei 32-mm-Mikuni-Vergaser mit Kraftstoff versorgt. Die Schmierung erfolgte wie beim Serienmodell über eine Frischölschmierung, das Suzuki CCI-System (Crankshaft Cylinder Injection). Über eine Trockenkupplung und ein Fünfganggetriebe wurde die Leistung an das Hinterrad übertragen. Das nutzbare Drehzahlband reichte von 6000 bis 7500/min, das maximale Drehmoment (93 Nm) wurde bei 7000/min erreicht. Der aus der Serie stammende Doppelschleifen-Rohrrahmen wurde erleichtert, um Gewicht zu reduzieren. Dunlop-Rennreifen, in der Dimension 3.25–18 vorne und 3.50–18 hinten, ersetzten die Serienbereifung.Siegfried Rauch: Berühmte Rennmotorräder. S. 235
Das Fahrwerk wurde der „brachialen“ Leistung nicht gerecht. Bereits beim Debüt erhielt die Suzuki TR 750 den Spitznamen „Flexi-Flyer“ (Wackelpeter). „Die katastrophalen Fahreigenschaften der schnellsten Rennmaschine ihrer Zeit resultierten aus einer ungünstigen Gewichtsverteilung in Verbindung mit einem hohen Schwerpunkt.“Joachim Kuch, Jürgen Gaßebner: Suzuki. S. 35
Das Rennmotorrad von John Newbold, der damit Fünfter der Saison 1975 wurde, kam bei Bonhams für über 76.000 Euro zur Versteigerung.bonhams.com Los 260 (abgerufen am 13. Juni 2015)
Literatur
Weblinks Suzuki TR 750
Einzelnachweise
Kategorie:Rennmotorradmodell TR 750