Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Rekorde und Statistiken zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2015.
Torjägerinnen Platz Spielerin Tore Vorlagen Spielzeit Spiele Elfmeter 1 6 1 553 7 2 6 1 630 7 2 3 5 2 474 7 4 3 2 360 4 1 3 2 360 4 1 3 2 399 5 3 2 637 7 3 8 3 1 288 4 9 3 0 222 4 3 0 295 5 3 0 360 4 12 2 3 294 4 13 2 2 182 3 2 2 335 4 1 2 2 400 5 2 2 466 6 2 2 630 7 2 18 2 1 450 5 1 19 2 0 56 3 2 0 143 3 2 0 183 3 2 0 198 3 2 0 243 4 2 0 270 3 2 0 325 5 2 0 347 4 2 0 384 5 2 0 384 5 1 2 0 417 5 2 0 550 6 2 0 630 6 32 1 2 249 4 1 2 270 3 1 2 559 6 35 1 1 156 3 1 1 186 4 1 1 268 5 1 1 274 4 1 1 320 4 1 1 360 4 1 1 360 4 1 1 660 7 43 1 0 4 2 1 0 18 2 1 0 48 3 1 0 102 5 1 0 105 3 1 0 107 4 1 0 108 2 1 0 127 4 1 0 135 2 1 0 179 4 1 0 189 4 1 0 232 4 1 0 236 3 1 0 237 3 1 0 257 3 1 0 264 3 1 0 268 3 1 0 269 3 1 0 270 3 1 0 270 3 1 1 0 270 3 1 0 270 3 1 0 270 3 1 1 0 270 3 1 0 270 3 1 0 270 3 1 0 270 3 1 0 296 4 1 0 297 7 1 0 333 4 1 0 355 4 1 0 360 4 1 0 360 4 1 0 360 4 1 1 0 360 4 1 0 360 4 1 0 360 4 1 0 417 5 1 0 428 6 1 0 436 7 1 0 436 5 1 0 436 7 1 0 437 6 1 0 450 5 1 0 514 6 1 0 540 6 1 0 540 6 1 0 540 6 Quelle: FIFA, sowie Spielberichte der FIFA
Des Weiteren gab es 6 Eigentore im Verlauf des Turniers: Je ein Eigentor durch Desire Oparanozie (Nigeria) und Jennifer Ruiz (Mexiko) sowie zwei durch Angie Ponce (Ecuador), deren Mannschaften nach der Vorrunde ausgeschieden sind. Eins im Halbfinale durch Laura Bassett in der letzten Minute der Nachspielzeit, wodurch England das Halbfinale verlor. Sowie eins im Finale durch Julie Johnston, welches keine negativen Folgen hatte.
Besondere Tore Das erste Tor der WM erzielte Christine Sinclair für Kanada in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch einen Foulelfmeter. Dies war das erste Tor durch Elfmeter und in der Nachspielzeit in einem Eröffnungsspiel. Melanie Behringer erzielte an 7. Juni mit dem 9:0 beim 10:0 gegen die Elfenbeinküste das 100. WM-Tor für Deutschland. Christen Press erzielte einen Tag später mit dem 2:1 beim 3:1 gegen Australien das 100. WM-Tor für die USA. Melanie Leupolz erzielte mit dem 1:0 gegen Thailand das 700. WM-Tor. Erstes Eigentor: Desire Oparanozie (Nigeria) am 8. Juni im Spiel gegen Schweden zum 0:1. Mit ihrem Tor zum 3:2 gegen Nigeria drei Minuten nach ihrer Einwechslung stellte Linda Sembrant den bisherigen Rekord von Pia Wunderlich aus dem Jahr 2003 ein, den diese im Viertelfinale beim 7:1 gegen Russland aufgestellt hatte. Mit ihrem Tor zum 2:0 gegen Südkorea wurde Marta nun mit insgesamt 15 Toren alleinige WM-Rekordtorschützin der Frauen. Schnellstes Tor (Stand: 17. Juni 2015): Marie-Laure Delie (Frankreich) nach 35 Sekunden im 3. Gruppenspiel gegen Mexiko – zweitschnellstes Tor bei einer WM der Frauen. Das Tor von Thanatta Chawong (Thailand) zum 3:1 gegen die Elfenbeinküste war das bisher schnellste nach einer Einwechslung: 2 Minuten nachdem sie eingewechselt wurde, gelang es ihr, den bisherigen Rekord von drei Minuten zu unterbieten. Erster Hattrick und gleichzeitig schnellster Hattrick der WM-Geschichte:, bisher: 8 Minuten durch Mio Ōtani an der WM 2003 Fabienne Humm (Schweiz) im Spiel gegen Ecuador, Tore zum 3:0, 4:0 und 5:0 innerhalb von 274 Sekunden (47., 49., und 52. Minute) Erstmals unterlaufen bei einer WM der Frauen einer Spielerin zwei Eigentore: Angie Ponce (Ecuador) zum 0:1 und 1:8 gegen die Schweiz Das Eigentor von Laura Bassett im Halbfinale gegen Japan war das späteste in der WM-Geschichte. Die ersten vier Tore im Finale waren die schnellsten Finaltore bei einer WM der Frauen, den bisherigen Rekord hielt Michelle Akers durch das Tor in der 20. Minute des ersten WM-Finales 1991.
Spielerinnen Die jüngste Spielerin ist Gloriana Villalobos (Costa Rica, * 20. August 1999). Sie wäre im ersten WM-Spiel der Costa-Ricanerinnen 15 Jahre und 293 Tage alt gewesen, kam aber im Turnier nicht zum Einsatz. Die älteste Spielerin ist Christie Rampone (USA, * 24. Juni 1975). Sie wurde beim Spiel der USA gegen Nigeria 8 Tage vor ihrem 40. Geburtstag eingewechselt und löste damit Perpetua Nkwocha (Nigeria) ab, die vier Tage zuvor im Alter von 39 Jahren und 160 Tagen den Rekord übernommen hatte. Der vorherige Rekord lag bei 39 Jahren und 5 Monaten (Meg, Brasilien, 1995). Durch ihren Finaleinsatz im Alter von 40 Jahren und 11 Tagen wurde Rampone auch die älteste Weltmeisterin. Homare Sawa (Japan) und Formiga (Brasilien) sind die ersten Spielerinnen, die zum sechsten Mal teilnehmen. Sawa war am 8. Juni die erste Spielerin, die auch bei ihrer 6. WM eingesetzt wurde, Formiga folgte einen Tag später. Emily Alvarado (Mexiko) ist mit 17 Jahren die jüngste Torhüterin. Rebecca Rolls (Neuseeland) war mit 39 Jahren und 288 Tagen die älteste nominierte Torhüterin, wurde aber nicht eingesetzt. Älteste eingesetzte Torhüterin ist Nadine Angerer mit 36 Jahren und 236 Tagen im Spiel um Platz 3. Die größten Spielerinnen sind mit 1,87 m Wendie Renard (Frankreich) und Erina Yamane (Japan) – Renard war vor vier Jahren schon die größte Spielerin, da wurde ihre Größe aber mit 1,85 m angegeben. Beide wurden im ersten Spiel ihrer Mannschaften auch eingesetzt. Die kleinste Spielerin ist Ange N’Guessan (Elfenbeinküste) mit 1,40 m. Sie wurde im ersten und zweiten Spiel eingesetzt und erzielte gegen Thailand das erste WM-Tor für die Elfenbeinküste. Insgesamt nahmen 22 Spielerinnen teil, die bereits bei einer vorangegangenen Weltmeisterschaft den Titel gewonnen haben (14 Japanerinnen, 7 Deutsche und eine US-Amerikanerin (Christie Rampone); von den Deutschen kamen aber zwei bei den Titelgewinnen nicht zum Einsatz). Nur Nadine Angerer konnte bereits zweimal den Titel gewinnen, allerdings 2003 ohne Einsatz. Insgesamt standen 61 Spielerinnen (davon 10 US-Amerikanerinnen sowie je 7 Französinnen und Kanadierinnen) in den Kadern, die vor der WM mindestens 100 Länderspiele bestritten hatten, davon fünf mit mindestens 200 und eine mit mindestens 300 Länderspielen. Lediglich die Niederländerinnen Dyanne Bito und Anouk Hoogendijk sowie die kanadische Torhüterin Karina LeBlanc kamen nicht zum Einsatz. Folgende Spielerinnen machten bei der WM ihr 100. Länderspiel: Amber Hearn am 7., Lisa De Vanna, Lara Dickenmann am 8. und Kaylyn Kyle am 21. Juni.Die FIFA zählt auch das Viertelfinalspiel gegen Deutschland als 100. Spiel der Französin Sarah Bouhaddi (siehe: ), die FFF aber erst als 99. (siehe: Sarah BOUHADDI) Zudem machten Homare Sawa am 8. und Carli Lloyd am 26. Juni ihr 200. Länderspiel. Zwei Spielerinnen (Abby Wambach und Christine Sinclair) hatten vor der WM bereits mehr als 100 Tore in Länderspielen erzielt. Keine Spielerin hat mehr Länderspieltore als Wambach erzielt. Beide konnten sich auch bei der WM in die Torschützinnenliste eintragen, wobei Sinclair die erste Torschützin war. Nur vier Mannschaften hatten ausschließlich Spielerinnen aus heimischen Ligen im Kader. In keinem Kader standen nur Spielerinnen, die in ausländischen Ligen spielen. Gastgeber Kanada hatte nur eine Spielerin im Kader, die bei einem kanadischen Verein spielt und die meisten vereinslosen Spielerinnen. Die meisten Spielerinnen stellten Olympique Lyon (14) und Paris Saint-Germain (12). Die meisten Spielerinnen (66) spielen in den USA (davon 47 in der National Women’s Soccer League, die übrigen bei Universitätsteams u. a.), es folgen die deutsche erste und zweite Bundesliga mit 42 und Frankreichs Ligasystem mit 35 Spielerinnen. Immerhin 17 WM-Teilnehmerinnen waren zu Turnierbeginn vereinslos, viele Brasilianerinnen wurden zudem seit Januar 2015 im nationalen Trainingszentrum zusammengezogen und bestritten in dieser Zeit keine Ligaspiele. Die kamerunischen Spielerinnen spielten in den meisten verschiedenen Ländern: neben der heimischen Liga noch in acht anderen Ligen. In der folgenden Tabelle ist für die WM-Teilnehmer die Anzahl der in ausländischen Ligen oder Universitäten der verschiedenen Kontinentalverbände und der heimischen Liga/Universität spielenden Spielerinnen zusammengefasst (Stand: Vor der WM).
AfrikaAsienInkl. Australien, da Australien dem Asiatischen Fußballverband angehörtEuropaMittel- und NordamerikaOzeanienSüdamerikavereinslosHeimat 23 23 23 23 1 22 1 121 1 11 20 2 1 20 2 21 1 3 19 3 20 31 19 31 19 14 18 1 5 17 7 16 7 16 62 15 9 14 11 1 11 1 53 410 15 8 311 63 213 71
AfrikaAsienEuropaMittel- und NordamerikaOzeanienSüdamerikavereinslosHeimat Afrika (Legionäre)1 203 45 Asien (Legionäre) 211 0 1101 Europa (Legionäre) 403 141 Mittel-/Nordamerika (Legionäre) 628 1245 Ozeanien (Legionäre) 1 53 4 10 Südamerika (Legionäre) 1 26 60 Summe (Legionäre)14844300 Summe (Insgesamt)4610622588106018403
Trainer 16 Mannschaften wurden von Männern, acht von Frauen trainiert. Die Mannschaften in Gruppe A und F wurden nur von Männern trainiert. In Gruppe E wurden drei, in den Gruppen C und D zwei und in Gruppe B eine Mannschaft von Männern trainiert. Im Achtelfinale wurden noch 12 Mannschaften von Männern und nur noch vier von Frauen trainiert. Im Viertelfinale waren noch zwei von Frauen trainierte Mannschaften im Rennen, die dann im Halbfinale aufeinandertrafen. Insgesamt gab es 20 Spiele männlicher gegen weibliche Trainer mit 9 Siegen, 6 Remis und 5 Niederlagen. Der spanische Trainer Ignacio Quereda (* 24. Juli 1950) war der älteste und seine ecuadorianische Kollegin Vanessa Arauz (* 5. Februar 1989) die jüngste Trainerin. Der neuseeländische Trainer Tony Readings (* 27. November 1975) war gut drei Monate jünger als seine älteste Spielerin Rebecca Rolls (* 22. August 1975). Vier Mannschaften wurden von ausländischen Trainern oder Trainerinnen betreut. Die meisten Trainer wurden im Vereinigten Königreich geboren (zwei in England und einer in Wales). Der aus Wales stammende Trainer der englischen Mannschaft war der einzige, dessen Heimatland sich nicht für das Turnier qualifiziert hatte. Even Pellerud, Trainer Norwegens, erlebte seine fünfte WM als Cheftrainer. Kein(e) Cheftrainer(in) war bereits als Spieler(in) Weltmeister. Nur drei Länder traten wieder mit dem/derselben Cheftrainer(in) wie schon 2011 in Deutschland an: Deutschland mit Silvia Neid, Titelverteidiger Japan mit Norio Sasaki und Mexiko mit Leonardo Cuéllar; vor vier Jahren waren es sechs. Brasilien und Nigeria traten dagegen zum siebten Mal mit einem anderen Trainer an. Zwei Trainer traten diesmal mit anderen Mannschaften an: John Herdman (nun Kanada, 2011 Neuseeland) und Pia Sundhage (nun Schweden, 2011 die USA) Ein Trainer, Tony Readings, war 2011 Assistenztrainer der nun von ihm trainierten Neuseeländerinnen. Mit ihnen traf er im zweiten Gruppenspiel auf die nun von seinem früheren Chef John Herdman trainierten Kanadierinnen. Drei Trainerinnen (Silvia Neid, Pia Sundhage und Martina Voss-Tecklenburg) wurden früher selbst als Spielerin bei einer WM eingesetzt. Am 7. Juni 1995 spielten Neid und Voss im Spiel Deutschland gegen Schweden gegen Sundhage. Leonardo Cuéllar nahm 1978 als Spieler für Mexiko an der Männer-WM in Argentinien teil, Philippe Bergeroo als Ersatztorhüter 1986 ohne Einsatz für Frankreich in Mexiko und Yoon Deuk-yeo 1990 für Südkorea, wobei er im letzten Gruppenspiel gegen Uruguay die Rote Karte erhielt. Der chinesische Trainer Hao Wei musste das Achtelfinalspiel seiner Mannschaft von der Tribüne verfolgen, da er in der Nachspielzeit des letzten Gruppenspiels auf die Tribüne verwiesen wurde.