Alfred Todt (* 13. Juni 1905 in Tungendorf; † 14. Februar 1961 in Neumünster) war von 1940 bis 1942 ein deutscher Landrat im besetzten Polen.

Leben Todt trat zum 1. Juni 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 558.911).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/44880726 Er wurde 1934 Reichshauptstellenleiter der Partei in München und stieg dort zum Leiter der Abteilung M auf, die die Partei auf den Krieg vorbereitete. Nach der deutschen Eroberung Polens wurde er im Februar 1940 zum kommissarischen Landrat im Landkreis Lask, Reichsgau Wartheland ernannt. Er bekleidete zudem auch den Posten des NSDAP-Kreisleiters. Todt war Mitglied der SS (SS-Nummer 279.316) und wurde 1942 zum Kriegsdienst in der Waffen-SS eingezogen,Sascha Feuchert, Erwin Leibfried, Jörg Riecke (Hrsg.): Die Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt. Göttingen: Wallstein, 2007, Band 5, S. 414. (Vorschau bei Google Books). er war allerdings gesundheitlich für den Frontdienst nicht geeignet und wurde als Fürsorgereferent im SS-Oberabschnitt Spree eingesetzt.

Literatur Peter Klein: Behördenbeamte oder Gefolgsschaftsmitglieder? Arthur Greiser Personalpolitik in Posen, in: Jochen Böhler, Stephan Lehnstaedt (Hrsg.): Gewalt und Alltag im besetzten Polen 1939–1945 (= Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau; 26). Fibre, Osnabrück 2012, ISBN 978-3-938400-70-8, S. 186–203

Einzelnachweise

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