The Story of Stuff ist ein animierter Dokumentarkurzfilm über den Lebenszyklus von Waren. Die Dokumentation kritisiert exzessiven Konsum und befürwortet Nachhaltigkeit.
Das Drehbuch wurde von Filmemacherin Annie Leonard geschrieben, welche zusätzlich als Sprecherin fungierte. Finanziert wurde der Film von der Tides Organisation, Funders Workgroup for Sustainable Production and Consumption, Free Range Studios und anderen Organisationen. Der Film wurde von Free Range Studios produziert und im Dezember 2007 zum ersten Mal online gezeigt.
Das Video wird unter anderem in Grundschulen, Universitäten, Kunstprogrammen, Wirtschaftskursen und Nachhaltigkeitsprogrammen in Unternehmen verwendet. Bis Februar 2009 wurde das Video bereits in 228 Länder und Gebieten aufgerufen. Laut der Los Angeles Times (Stand Juli 2010) wurde der Film in 15 Sprachen übersetzt und von mehr als 12 Millionen Menschen angesehen.
Inhalt Das 20-minütige Video zeigt eine kritische Sicht der Konsumgesellschaft, mit Fokus auf die Vereinigten Staaten. Es soll „die Verbindungen zwischen einer Vielzahl von ökologischen und sozialen Problemen aufdecken, und ruft dazu auf, gemeinsam eine gerechtere und nachhaltigere Welt zu schaffen“. Der Film teilt sich in sieben Kapitel: Einführung, Rohstoffgewinnung, Produktion, Vertrieb, Konsum, Entsorgung und eine Alternative.
Das Video beschreibt die Wirtschaft materieller Waren als ein System, dass sich in Rohstoffgewinnung, Produktion, Vertrieb, Konsum und Entsorgung aufteilen lässt. Um die Probleme des Systems darzustellen, erweitert Leonard dieses Modell außerdem um Menschen, Regierungen und Unternehmen.
Leonards These wird im Video mit statistischen Daten untermauert. Zwar enthält das Video selbst keine Quellen für ihre Aussagen, allerdings stellt die Produktionsfirma ein annotiertes Drehbuch zur Verfügung, welches Fußnoten mit Erklärungen und Referenzen für die Behauptungen enthält:
Sie zitiert die Website der War Resisters League, wobei sich die Zahl von den offiziellen Berichten der amerikanischen Regierung unterscheidet. Letztere bewertet den Anteil mit ungefähr 20–25 %.Citizen’s Guide to the Federal Budget, irs.gov Die WRL erklärt den Unterschied dadurch, dass sie keine Treuhandfonds wie Social Security berücksichtigt (da diese Einnahmen nicht direkt aus den Einkommenssteuern stammen), Unterstützung von Veteranen als Teil von früheren militärischen Ausgaben ansieht, und außerdem 80 % der Schuldzinszahlungen miteinberechnet, mit der Begründung, dass die meisten Schulden durch weniger militärische Ausgaben verhinderbar gewesen wären.Where Your Income Tax money really Goes, warresisters.org Sie zitiert Anderson & Cavanagh (2000), welche diese Behauptung wiederum auf die 1999 von FortuneFortune Magazine, July 31, 2000. und dem World Development Report veröffentlichten Zahlen zu BIP und Unternehmensumsätzen stützt. Sie zitiert Seitz (2010) und ein Kapitel in Global Environmental Issues, welches der USA eine Müllerzeugung von 10 Milliarden Tonnen pro Jahr vor dem Jahrtausendwechsel zuschreibt. Sie zitiert die National Resources Defense Council Website, welche behauptet, dass nur ungefähr 20 % der ursprünglichen Wälder bestehen,The Canadian Boreal Forest, National resources Defense Council und die Website des Rainforest Action Network.ran.org Rainforest Action Network Sie zitiert de Seve (2002), welche die Abholzungsrate im Amazonasgebiet 1995 mit 20.000 km² pro Jahr beziffert. Diese Anzahl kommt von der American Academy of Pediatrics, welche diese wiederum einem Albuquerque Journal Artikel aus 1999 von Kolumnistin Ellen Goodman entnehmen.zitiert als Sie zitiert die U.S. Environmental Protection Agency Website, welche angibt, dass im Jahr 2005 245,6 Millionen Tonnen Hausmüll produziert wurden.Municipal Solid Waste in the United States: 2005 Facts and Figures Taylor & Morrissey (2004) bestätigen diese Zahl. Sie zitiert Mocarelli et al.
Leonard zitiert außerdem was Victor Lebow 1955 über Wirtschaftswachstum sagte:
Reaktion The Story of Stuff wurde zum öffentlichen Diskussionsthema, vor allem nachdem The New York Times am 10. Mai 2009 eine Titelstory über das Video veröffentlichte.Leslie Kaufman, A Cautionary Video About America’s ‘Stuff’, The New York Times, May 10, 2009. Schon vor dem The New York Times Artikel nannte The Sustainable Enterprise Fieldbook den Film eine erfolgreiche Darstellung der Probleme des Konsumkreislaufs, und Greyson (2008) sagte, er sei ein fesselnder Versuch, die Ideen zyklischer Wirtschaft zu vermitteln. Ralph Nader bezeichnete den Film als . John Passacantando, Geschäftsführer von Greenpeace, nannte ihn einen .
Die Dokumentation zog auch die Aufmerksamkeit rechtsorientierter Berichterstatter wie Glenn Beck auf sich, der das Video als ein bezeichnete.Debunking Story of Stuff, Glennbeck.com, September 22, 2009. Beeinflusst von rechtsorientierten Stellungnahmen stimmte die Schulbehörde in Montana knapp gegen eine Ausstrahlung des Films im Unterricht., Fox News, May 14, 2009.Jesse Froehling, , Missoula Independent, February 19, 2009.Missoula School Board Bans Story of Stuff, Yes! March 11, 2009. Die darauf folgende öffentliche Protestwelle führte zu einer Änderung des Regelwerks und einer Auszeichnung für die Lehrerin, die das Video in einer Biologiestunde gezeigt hatte.
Siehe auch The Age of Stupid Flammschutzmittel Dioxine Müllverbrennung Geplante Obsoleszenz Umweltverschmutzung Recycling The Meatrix
Literatur
Weblinks
Story of Stuff Offizielle Website Story of Stuff YouTube
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2007 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Wirtschaftskritischer Film Kategorie:Ökologie im Film