Berg am Irchel ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz.
Mit der neuen Kantonsverfassung wurde die Zivilgemeinde Gräslikon per Anfang 2010 aufgehoben und mit der politischen Gemeinde fusioniert.
Wappen und Fahne Blasonierung: In Blau ein springender silberner Eber Das Gemeindewappen geht zurück auf das Wappen der Herren von Erzingen-Bettmaringen, die um 1361 Herrschaftsrechte im Dorf hatten; es ist damit verwandt mit dem Wappen von Erzingen im Klettgau. Als Gemeindewappen wurde es 1943 eingeführt.
Geographie Die Gemeinde Berg am Irchel gehört zum Zürcher Weinland und liegt an der südwestlichen Grenze des Bezirks Andelfingen. Die über der Thurebene liegende Geländeterrasse von Berg am Irchel steigt gegen den südlich sich erhebenden Irchel an.
Bevölkerung Zahlen ab 1860 inkl. Gräslikon (1855 der Gemeinde Berg am Irchel zugeschlagen, vorher Gemeinde Buch am Irchel) Politik Gemeindepräsident ist Roland Fehr (parteilos, Stand 2026).Gemeinderat. Website der Gemeinde Berg am Irchel.
Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023 (in Klammern Veränderung gegenüber 2019): SVP 54,15 % (+1,44 %), FDP 10,23 % (+2,90 %), glp 9,62 % (−5,53 %), SP 9,28 % (+3,11 %), Die Mitte 5,99 % (+1,41 %), Grüne 3,96 % (−4,12 %), Aufrecht Zürich 2,10 %, EVP 1,73 % (−0,50 %), EDU 1,20 % (−1,66 %), andere (11) 1,72 %.Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.
mini|links|Luftbild von Werner Friedli, 1954 Geschichte Gesichert ist die erste urkundliche Nennung als Berge im Jahr 1243. 1268 übertrug Ida von Teufen dem Kloster Kappel die Gerichtsbarkeit über Berg. Gemäss den Memorabilia Tigurina besass im 14. Jahrhundert das Kapitel Embrach die Niedere Gerichtsbarkeit und den Anspruch auf den Grundzehnten. Diese Rechte gingen nach der Reformation an Zürich über. Im 17. Jahrhundert wurde Berg am Irchel Sitz eines eigenen landvögtlichen Gerichts.
In den Jahren 1938/40 wurde die Festung Ebersberg in die Sandsteinschicht des Ebersbergs gebaut, um feindliche Truppen am Überqueren des Rheins zu hindern oder für eine bestimmte Zeit aufzuhalten.
Greifvogelstation Berg am Irchel Die Greifvogelstation Berg am Irchel wurde 1956 gegründet. In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Tierspital und der Vogelwarte Sempach ist eine Pflegestation für Greifvögel entstanden. Die Pflegestation befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Zehntenhauses des Klosters Rheinau. 2008 wurde die Station in die Stiftung PanEco integriert. Seit der Gründung wurden über 3000 Greifvögel gepflegt und deren Pflege dokumentiert (Stand 2010). Dadurch verfügt die Station über wissenschaftliches Material zur Greifvogelpopulation im Zürcher Weinland. Neben der Vogelpflege betreibt die Greifvogelstation Artenschutz, speziell von seltenen Greifvogelarten, Umweltbildung, Führungen, Beratung und Schadenprävention.
Sehenswürdigkeiten
Bilder
Persönlichkeiten Karl Fehr (1910–1994), Literaturwissenschaftler und Autor Hans Fehr (* 1947), Politiker (SVP) Georg Finsler (1852–1916), Altphilologe Hans Kläui (1906–1992), Frontist, Redaktor und Lokalhistoriker. Paul Kläui (1908–1964), Historiker und Präsident der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich
Literatur Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Berg a. I. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1938, , S. 158–168 (Digitalisat).
Weblinks
Website der Gemeinde Berg am Irchel
Statistische Daten der Gemeinde Berg am Irchel
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kanton Zürich Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich
Kategorie:Ersterwähnung 1243