mini|Kupferstich von Michael Wening um 1700 St. Zeno ist ein ehemaliges Benediktinerkloster und späteres Kollegiatstift in Isen in Bayern in der Diözese Freising.
Geschichte St. Zeno in Isen wurde durch Angehörige der Fagana, einer einheimischen Adelsfamilie, und Bischof Joseph von Freising im 8. Jahrhundert gegründet. Das Kloster wurde durch Herzog Odilo und ihm nahestehende Adelige beschenkt.Joachim Jahn: Ducatus Baiuvariorum: Das bairische Herzogtum der Agilolfinger, S. 214. (= Monographien zur Geschichte des Mittelalters). Hiersemann, Stuttgart 1991. ISBN 3-7772-9108-0. Es zählte zu den ältesten Klöstern (zuerst nur cella) auf altbayerischem Boden. Es war bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts Benediktinerkloster, dann Kollegiatstift. Das Stift wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die sieben Kanonikatshöfe und die Stiftsgebäude gingen mit Ausnahme des Pfarr- und Kooperatorenhauses in Privatbesitz über.
Die ehemalige Klosterkirche wird heute als Pfarrkirche genutzt.
Reihe der Pröpste QuelleMichael Hartig: Die oberbayerischen Stifte, Band II: Die Prämonstratenserstifte, die Klöster Altomünster und Altenhohenau, die Collegiatstifte, der Deutsch- und der Malteserorden, die nachmittelalterlichen begüterten Orden und Stifte. Verlag vorm. G. J. Manz, München 1935, , S. 68. Hochold, 1129, 1158 Berthold Graf von Berg, 1169, 1180 Ulrich I., 1194 Pabo von Frickendorf, 1212 Gerold, 1219 Conrad I., 1221, 1235 Conrad II. Rauhgraf, 1251 Berengar, 1260 Heinrich von Puetelbach, 1267, † 1284 Conrad III. von Bruckberg, 1283, 1290 Hugo, 1296 Burkhard von Zangberg, 1306, 1317 Hermann von Nannhofen, 1320, 1326 Ulrich II. von Achdorf, 1331, 1353 Wernher von Kochenheim, 1353–1357 Erhard von Gumppenberg, 1357–1374 Hildebrand von Weichs, 1378, 1382 Wilhelm Schenk von Geyern, 1384 Thomas von Grunertshofen, 1389, † 1392 Ulrich Waller, 1395, † 1414 Johann I. Gruenwalder, 1414–1421 Oswald Mengersreuter, 1424 Georg I. von Achdorf, 1451 Ladislaus von Achdorf, 1451–1463 Sixtus von Tannberg, 1463–1474 Peter Riedler, 1474–1504 Bertholomäus Riedler, 1506–1510 Gabriel Riedler, 1510–1524 Leo Lösch, 1524–1552 Anton von Alberstorf, 1552–1560 Johann II. Pfister von Schoeneck, 1560–1582 Georg II. Mayr, 1583–1586 Balthasar Koenig, 1586–1598 Sebastian Franz, 1598–1605 Anton Welser, 1606–1618 Johann III. Baptist Rembel, 1618–1628 Melchior Khlesl, 1626–1630 Ernst Adalbert von Harrach, 1630–1632 Johann IV. Baptist Bunsholtis de Puccinis, 1632–1652 Johann V. Batholomäus de Puccinis, 1655 Max Ernst Graf von Scherffenberg, 1664–1713 Franz Ignaz Anton Mayer, 1730–1760 Ludwig Josef Freiherr von Welden, 1761–1769 Max Josef Anton Graf von Trauner, 1769–1775 Josef Anton Freiherr von Westernach, 1775–1793 Damian Hugo Graf von Lehrbach, 1793–1803
Literatur Das Erkantliche Isen Oder Das in neun, von unterschiedlichen berühmten Oratoribus Gehaltenen, Lob- Dank- und Ehren-Reden Vorgestelt glorreich- tausend-jährige Jubilaeum, Als das hoch-ansehnliche Uralte Stift allda Das von ihrem Ursprung erlebte tausentiste Jahr, und von Einsetzung der löblichen Bruderschaft Jesu Maria Joseph Erlangte hundert-jährige Saeculum Bey Unzahlbaren Concurs sowohl Hoch- als niederen Stands-Personen mit ungemeinem Jubel, und ausnehmenden Solennitäten von 31gisten August biß 7ten September Anno MDCCLX feyerlich beginge, Freising 1761. () Ludwig Heilmaier: Die Kirche St. Zeno in Isen. Selbstverlag, München 1920. Ludwig Heilmaier: Das obere Isental und das Kloster Isen. Selbstverlag, Evenhausen 1938. Das Kloster Isen als Kultstätte, für die das Sakramentar geschrieben wurde, in: Alban Doid, Leo Eizenhöfer (Hrsg.), Das Prager Sakramentar, Beuron 1949, Band II, S. 37–43. Ludwig Höhenberger u. a.: Isen – 550 Jahre Markt. Chronik der Entstehung und Entwicklung unserer Heimat. Nußrainer, Isen 1984.
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Einzelnachweise
Kategorie:Kloster (8. Jahrhundert) Kategorie:Ehemaliges Benediktinerkloster in Bayern Kategorie:Kollegiatstift Kategorie:Aufgelöst 1802 St Zeno, Isen Kloster Kategorie:Hochstift Freising Kategorie:Organisation (Landkreis Erding) Kategorie:Christentum im Landkreis Erding