Der Sport-Club Pfullendorf e. V. ist ein Sportverein aus der baden-württembergischen Stadt Pfullendorf, der am 2. August 1919 gegründet wurde und 624 Mitglieder zählt (Stand: November 2022). Die Heimspielstätte des Vereins ist die rund 8000 Zuschauer fassende Geberit-Arena.

Im Verein werden außer Fußball noch Schach, Tischtennis und Eisstockschießen angeboten.

Geschichte mini|Retro-Wappen (1950–2009) In den letzten Jahren machte besonders die Fußballabteilung auf sich aufmerksam. Der SC Pfullendorf stieg 1980 erstmals in die Amateur-Oberliga Baden-Württemberg auf. In den folgenden 15 Jahren gelang es der Mannschaft insgesamt viermal, unmittelbar nach einem Abstieg als südbadischer Verbandsligameister in die Oberliga zurückzukehren. 1998 folgte dann der Sprung in die „alte“ Regionalliga Süd, und zwei Jahre später nahm Pfullendorf als Zweitplatzierter hinter dem SSV Reutlingen 05 (der direkt aufstieg) sogar an der Aufstiegsrunde (an der die drei Vizemeister teilnahmen) zur Zweiten Bundesliga teil, in der jedoch nur der dritte Platz hinter LR Ahlen und Union Berlin erreicht wurde. Die darauf folgende Saison 2000/01 führte zum erneuten Abstieg aus der Regionalliga und stellte den SCP erneut vor die Aufgabe, einen direkten Wiederaufstieg zu schaffen, und tatsächlich konnte sie auch beim fünften Mal gelöst werden. Ab 2002 spielte Pfullendorf wieder in der drittklassigen Regionalliga Süd. Der erneut schlechte Verlauf der Saison 2004/05 sorgte für die Ablösung von Trainer Günter Rommel noch während der laufenden Spielzeit. Marco Kurz, Ex-Profi u. a. bei TSV 1860 München, übernahm als Spielertrainer die Geschicke des SCP. Zwar belegte man am Schluss nur Rang 16, aber nachdem der 1. SC Feucht keine Lizenz für die neue Saison beantragt hatte und mit Eintracht Trier nur eine Mannschaft aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Süd abstieg, reichte es für die Linzgauer trotzdem zum Klassenerhalt.

Zur Saison 2006/07 übernahm Michael Feichtenbeiner wieder den Trainerposten in Pfullendorf. Er konnte mit seinen Spielern am 10. September 2006 den wohl größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern, als der SC Pfullendorf in der ersten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten Arminia Bielefeld mit 2:1 besiegte. Am 24. April 2008 wurde Michael Feichtenbeiner entlassen. Durch den 17. Tabellenplatz in der Saison 2007/08 erreichte Pfullendorf nicht das Ziel, sich für die neu geschaffene 3. Profi-Liga zu qualifizieren, und spielte ab der Spielzeit 2008/09 in der viertklassigen Regionalliga Süd. In der Saison 2010/11 war Helgi Kolviðsson Trainer des Sportclubs, sein Nachfolger zur Saison 2011/12 war Kristijan Đorđević.

Im Mai 2014 (der Verein stand auf dem letzten Tabellenplatz) beschloss der Vorstand, nach der Saison 2013/14 freiwillig in die zwei Klassen tiefere Verbandsliga abzusteigen. Dies begründete Vereinspräsident Martin Fritz damit, dass ein konkurrenzfähiger Oberligakader für den Verein nicht finanzierbar wäre. Gleichzeitig wurde die Auflösung des Vertrages von Trainer Stephan Baierl angekündigt.Paukenschlag beim SC Pfullendorf - Neubeginn in der Verbandsliga? In: Südkurier, 22. Mai 2014 Anfang Juni 2014 wurde die Mannschaft schließlich doch für die Oberliga 2014/15 gemeldet. Außerdem wurde Patrick Hagg als neuer Trainer vorgestellt.SC Pfullendorf: Neustart in der Oberliga mit Hagg. In: Südkurier, 6. Juni 2014

Ende 2015 geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten und konnte teilweise Spielergehälter nicht vollständig auszahlen. Nachdem auf der Jahreshauptversammlung dem Präsidium um Martin Fritz die Entlastung verweigert worden war, trat dieser, ebenso wie sein Stellvertreter, zurück. Der Verein befand sich in einer schweren Krise, zumal die sportliche Situation nach einer sehr schwachen Hinrunde verheerend war. Die drei ehemaligen Spieler Marko Barlecaj, Marco Konrad und Ralf Hermanutz schlossen sich zusammen und suchten nach einer neuen Vorstandschaft. Am 13. Januar 2016 wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Pfullendorfer Mediziner Jobst-Michael Florus zum neuen Präsidenten und mit ihm eine neue Vereinsführung gewählt.Oliver Kothmann: Drei Altstars stellen den SCP neu auf. In: Schwäbische Zeitung, 15. Januar 2016 Nach dem Abstieg aus der Oberliga 2016 folgte 2017 ein weiterer Abstieg aus der Verbandsliga, sodass die Mannschaft in der Saison 2017/18 in der Landesliga Südbaden (Staffel 3) antreten musste. Diese konnte der SCP mit der Meisterschaft abschließen, so dass die Rückkehr in die Verbandsliga Südbaden direkt gelungen war.

Seit 2020 besteht im Jugendbereich eine Kooperation mit dem VfB Stuttgart.Neuer Kooperationspartner im Juniorenbereich. In: vfb.de

Spielstätte mini|Haupttribüne Geberit-Arena (2021) Spielstätte der Fußballmannschaft ist die Geberit-Arena. Das Stadion gehört der Stadt Pfullendorf und bietet Platz für 8000 Zuschauer, davon 432 als überdachte Sitzplätze.

Erfolge Rang 16 in der Ewigen Tabelle der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg (Stand 2023)

Meisterschaften Meister 2. Amateurliga Südbaden 1976 Meister Verbandsliga Südbaden 1980, 1982, 1988, 1990, 1995 Meister Oberliga Baden-Württemberg 2002 Meister Landesliga Südbaden (III) 2018

Pokal Südbadischer Pokalsieger 1983, 1990, 2006, 2008, 2010 Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals 1980/81 durch einen Sieg über den Blumenthaler SV Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals 2006/07 durch einen 2:1-Sieg über den damaligen Bundesligisten Arminia Bielefeld

Platzierungen seit 1950/51 +SaisonLigaLigaebenePlatzBemerkungen1950/1951Bezirksklasse Bodensee -51951/1952A-Klasse -41952/1953A-Klasse -2Aufstieg zur 2. Amateurliga1953/19542. Amateurliga Südbaden -13Abstieg in die A-Klasse1954/1955A-Klasse -?1955/1956A-Klasse -71956/1957A-Klasse -1Aufstieg zur 2. Amateurliga1957/19582. Amateurliga Südbaden -?1958/1959? -?1959/1960A-Klasse -41960/1961A-Klasse -1Aufstieg zur 2. Amateurliga1961/19622. Amateurliga Südbaden -71962/19632. Amateurliga Südbaden -?1963/19642. Amateurliga Südbaden4131964/19652. Amateurliga Südbaden4141965/19662. Amateurliga Südbaden416Abstieg in die A-Klasse1966/1967A-Klasse591967/1968A-Klasse541968/1969A-Klasse521969/1970A-Klasse571970/1971A-Klasse531971/1972A-Klasse51972/1973A-Klasse51Aufstieg zur 2. Amateurliga1973/19742. Amateurliga Südbaden471974/19752. Amateurliga Südbaden431975/19762. Amateurliga Südbaden41Aufstieg zur 1. Amateurliga1976/19771. Amateurliga Südbaden3131977/19781. Amateurliga Südbaden381978/1979Verbandsliga Südbaden451979/1980Verbandsliga Südbaden41Aufstieg zur Amateur-Oberliga1980/1981Amateur-Oberliga Baden-Württemberg317Abstieg in die Verbandsliga1981/1982Verbandsliga Südbaden41Aufstieg zur Amateur-Oberliga1982/1983Amateur-Oberliga Baden-Württemberg3101983/1984Amateur-Oberliga Baden-Württemberg391984/1985Amateur-Oberliga Baden-Württemberg3101985/1986Amateur-Oberliga Baden-Württemberg3141986/1987Amateur-Oberliga Baden-Württemberg315Abstieg in die Verbandsliga1987/1988Verbandsliga Südbaden41Aufstieg zur Amateur-Oberliga1988/1989Amateur-Oberliga Baden-Württemberg315Abstieg in die Verbandsliga1989/1990Verbandsliga Südbaden41Aufstieg zur Amateur-Oberliga1990/1991Oberliga Baden-Württemberg3111991/1992Oberliga Baden-Württemberg3151992/1993Oberliga Baden-Württemberg351993/1994Oberliga Baden-Württemberg317Abstieg in die Verbandsliga1994/1995Verbandsliga Südbaden51Aufstieg zur Amateur-Oberliga1995/1996Oberliga Baden-Württemberg451996/1997Oberliga Baden-Württemberg461997/1998Oberliga Baden-Württemberg42Aufstieg zur Regionalliga1998/1999Regionalliga Süd3161999/2000Regionalliga Süd322000/2001Regionalliga Süd317Abstieg in die Amateur-Oberliga2001/2002Oberliga Baden-Württemberg41Aufstieg zur Regionalliga2002/2003Regionalliga Süd311.2003/2004Regionalliga Süd3102004/2005Regionalliga Süd3162005/2006Regionalliga Süd3142006/2007Regionalliga Süd372007/2008Regionalliga Süd4172008/2009Regionalliga Süd482009/2010Regionalliga Süd4132010/2011Regionalliga Süd492011/2012Regionalliga Süd4162012/2013Regionalliga Süd4132013/2014Regionalliga Süd418Abstieg in die Oberliga2014/2015Oberliga Baden-Württemberg5112015/2016Oberliga Baden-Württemberg518Abstieg in die Verbandsliga2016/2017Verbandsliga Südbaden617Abstieg in die Landesliga2017/2018Landesliga III Südbaden71Aufstieg zur Verbandsliga2018/2019Verbandsliga Südbaden672019/2020Verbandsliga Südbaden672020/2021Verbandsliga Südbaden612021/2022Verbandsliga Südbaden662022/2023Verbandsliga Südbaden672023/2024Verbandsliga Südbaden6102024/2025Verbandsliga Südbaden610 Quelle: SBFV - Abschlusstabellen seit 1950

Bekannte ehemalige Spieler

Einzelnachweise

Pfullendorf, SC Pfullendorf, SC Pfullendorf, SC Pfullendorf, SC

SC Pfullendorf Kategorie:Organisation (Pfullendorf)