50px|links Μακεδονία Makedonien 200px|Lage innerhalb Griechenlands Basisdaten Staat: Griechenland Regionen: Ostmakedonien und ThrakienNeben den drei Regionalbezirken Makedoniens umfasst diese Region auch den griechischen Teil Thrakiens. Westmakedonien Zentralmakedonien Fläche: 34.178 km² Einwohner: 2.853.000 (2015) Bevölkerungsdichte: 83,47 Ew./km² (2015) Hauptstadt: Thessaloniki auf der Website der Griechischen Botschaft in Berlin. FIPS-code GR-MAK Website:
Makedonien () oder Mazedonien, auch Ägäis-Makedonien (, ), ist eine geografische Region im Norden Griechenlands, die jenen Teil des historischen Makedoniens umfasst, der im heutigen Griechenland liegt.
Die Region besteht administrativ aus sämtlichen Regionalbezirken der Regionen Westmakedonien und Zentralmakedonien, den drei westlichen Regionalbezirken der Region Ostmakedonien und Thrakien sowie der autonomen Mönchsrepublik Athos.
Die größte Stadt und gleichzeitig wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Makedoniens ist Thessaloniki.
Geografie und Klima Makedonien ist mit einer Fläche von 34.178 Quadratkilometern die größte geografische Region Griechenlands. Sie grenzt im Norden an die Staaten Albanien, Nordmazedonien und Bulgarien. Im Westen grenzt sie an die Region Epirus und im Süden an Thessalien. Im Osten grenzt Makedonien am Fluss Nestos an das griechische Thrakien. Den Süden Makedoniens bildet die Küste des Ägäischen Meers und die Insel Thasos.
Auf dem Gebiet von Makedonien befindet sich die größte Ebene Griechenlands.
Das Klima in Makedonien ist allgemein kontinental und an den Küsten mediterran. Im Unterschied zu den anderen Regionen Griechenlands ist der Winter in Makedonien relativ kühl und reich an Niederschlägen. Der Frühling und der Sommer sind warm, mit vielen Sonnenstunden (über 2000 jährlich) und wenig Niederschlägen.
Bevölkerung Makedonien beheimatet 2.853.000 Einwohner. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 83,47 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Die Zusammensetzung der Bevölkerung in Makedonien ist das Resultat mehrerer radikaler Umsiedlungen vor allem im 20. Jahrhundert, die meist nach religiöser Zugehörigkeit erfolgten. Neben der Auswanderung nach Übersee ab der Mitte des 19. Jahrhunderts – nach dem Brand in Thessaloniki 1917 auch nach Palästina – waren es vor allem Kriege, die die Bevölkerungsbewegungen auslösten. So wurden die rund 100.000 slawischsprachigen Angehörigen des Bulgarischen Exarchats nach den Balkankriegen gemäß einer dem Vertrag von Neuilly-sur-Seine 1919 beigefügten Konvention nach Bulgarien vertrieben (die rumänisch- und slawischsprachigen Anhänger des Patriarchats von Konstantinopel blieben als „Griechen“ im Land); infolge des Bevölkerungsaustauschs gemäß der Konvention über den Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei von 1923 wurden geschätzt 380.000 Muslime (Türken, Slawen, Meglenorumänen und Roma) in die Türkei umgesiedelt. Etwa 640.000 griechisch-orthodoxe (griechisch- und türkischsprachige) Flüchtlinge aus der TürkeiZahlen nach Ioannis Koliopoulos: Makedonien in den Wirren des 2. Weltkriegs. in: Ioannis Koliopoulos: Geschichte Makedoniens. Thessaloniki 2007, S. 330–347. – Kleinasiaten, Thrakier, PontosgriechenEintrag über die Pontos-Griechen in der Enzyklopädie des europäischen Ostens und Kappadokier – wurden in Makedonien angesiedelt. Etwa 50.000 ladinosprachige Juden Makedoniens, die meisten von ihnen aus Thessaloniki, wurden zwischen März und August 1943 unter Führung von Alois Brunner und Dieter Wisliceny in deutsche Vernichtungslager deportiert und ermordet. Während des Griechischen Bürgerkriegs im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg flohen viele kommunistische Bewohner Makedoniens, darunter vor allem Slawen, nach Jugoslawien und in andere Länder des Ostblocks. Eine zweite Einwanderung aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion erfolgte in den 1990er Jahren.
In Makedonien wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit überwiegender Mehrheit Neugriechisch gesprochen, wobei ein beträchtlicher Teil der Nachkommen der Flüchtlinge (griechisch prosfyges πρόσφυγες) die griechischen Dialekte aus Anatolien, vor allem das Pontische bewahrt hat. Die „Einheimischen“ (griechisch dopii ντόπιοι) sind Nachfahren der griechischen, slawischen und meglenorumänischen griechisch-orthodoxen Christen der 1910er Jahre. Zu den Minderheitensprachen gibt es keine Erhebungen durch den griechischen Staat, Untersuchungen der EU zufolge wurden die südmazedonischen Dialekte und das Meglenorumänische um 1990 in einigen Dörfern noch bis in jüngere Generationen gesprochen, vorwiegend in den Präfekturgebieten Florina und Pella. Das Türkische war nurmehr in der ersten und zweiten Flüchtlingsgeneration in Gebrauch.Riki Van Boeschoten: Usage des langues minoritaires dans les départements de Florina et d’Aridea (Macédoine). In: Strates [En ligne]. 2001 (französisch); strates.revues.org 11. Januar 2005; abgerufen am 7. Mai 2011. Im öffentlichen Leben und in den Schulen wird aber ausschließlich Griechisch gesprochen. Weiterhin existieren aromunische meglenorumänische und armenischeSusanne Schwalgin: „Wir werden niemals vergessen!“ Trauma, Erinnerung und Identität in der armenischen Diaspora Griechenlands. Bielefeld 2004, ISBN 3-89942-228-7. Bevölkerungsanteile sowie einige wenige Roma-Familien. Die jüdische Bevölkerung Thessalonikis zählt etwa 1000 Seelen.Steven Bowman: University of Cincinnati (englisch). Durch die Einwanderung aus ehemals sowjetischen Gebieten werden auch Russisch und Taschkent-Griechisch in einigen Familien gesprochen.Tom Winnifrith: The Vlachs: History of a Balkan People. Duckworth, London 1987, ISBN 0-7156-2135-1, S. 22–25
Die meisten Einwohner Makedoniens sehen sich als Griechische Makedonier. Im Gegensatz zu anderen Regionen hat Makedonien eine starke Identität, die zum einen auf historischen Unterschieden beruht, zum anderen auch auf die Konkurrenz Thessaloniki-Athen zurückgeht. So werden Politikern aus dieser Region typisch „makedonische“ Eigenschaften zugesprochen.
Bevölkerungsentwicklung + Einwohnerzahlen auf dem Gebiet Makedoniens Jahr Einwohner 1913Απογραφή 1913. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 1.194.902 1920Απογραφή 1920. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 1.090.432 1928Απογραφή 1928. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 1.411.769 1940Απογραφή 1940. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 1.759.130 1951Απογραφή 1951. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 1.700.835 1961Απογραφή 1961. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 1.890.654 1971Απογραφή 1971. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 1.890.684 1981Απογραφή 1981. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 2.121.953 1991Απογραφή 1991. Εθνική Στατιστική Υπηρεσία Ελλάδος (ΕΣΥΕ), 2.236.019 2001Απογραφή 2001. Ελληνική Στατιστική Αρχή (ΕΛ.ΣΤΑΤ.), 2.424.765 2011Απογραφή 2011. Ελληνική Στατιστική Αρχή (ΕΛ.ΣΤΑΤ.), 2.488.240 2015 2.853.000
Die Bevölkerungsentwicklung in Makedonien war zwischen 1920 und 1940 sowie zwischen 1951 und 2001 im Allgemeinen von einem stetigen Anstieg geprägt. In den 1930er und 1940er Jahren stieg die Bevölkerung Mazedoniens um knapp 0,7 Millionen Menschen an. Auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerung nochmals um knapp 0,7 Millionen Menschen an. 1975 überstieg die Bevölkerungszahl erstmals die Zwei-Millionen-Marke.
Insgesamt ist in den 100 Jahren zwischen 1912 und 2012 die Bevölkerung Makedoniens um knapp 1,3 Millionen von 1,2 auf 2,5 Millionen Menschen gewachsen, das ist eine Zunahme um knapp 110 Prozent.
Größte Städte Die größten Städte Makedoniens sind nach der Volkszählung von 2001. mini|Karte Makedoniens mini|Saloniki-Reiterstandbild Alexanders des Großen (Der größte Nationalheld in Griechenland) mini|Die Burg von Platamonas Rang Name deutsch Name griechisch Einwohner 1 Thessaloniki Θεσσαλονίκη 363.987 2 Kalamaria Καλαμαριά 97.000 3 Kavala Καβάλα 58.663 4 Serres Σέρρες 54.266 5 Evosmos Εύοσμος 52.624 6 Katerini Κατερίνη 50.510 7 Veria Βέροια 42.794 8 Drama Δράμα 42.501 9 Sykies Συκιές 41.726 10 Stavroupoli Σταυρούπολις 41.653 11 Ambelokipi Αμπελόκηποι 40.959 12 Polichni Πολίχνη 36.146 13 Kozani Κοζάνη 35.242 14 Neapoli Νεάπολη 30.279 15 Ptolemaida Πτολεμαΐδα 28.679 16 Giannitsa Γιαννιτσά 26.296 17 Pylea Πυλαία 22.744 18 Eleftherio-Kordelio Ελευθέριο-Κορδελιό 21.630 19 Naoussa Νάουσα 19.870 20 Edessa Έδεσσα 18.253 21 Kilkis Κιλκίς 17.430 22 Menemeni Μενεμένη 14.910 23 Kastoria Καστοριά 14.813 24 Panorama Πανόραμα 14.552 25 Florina Φλώρινα 14.279 26 Alexandria Αλεξάνδρεια 13.229 27 Triandria Τριανδρία 11.289 28 Grevena Γρεβενά 10.177 29 Nea Moudania Νέα Μουδανιά 6.475 30 Polygyros Πολύγυρος 5.040
Politische Gliederung Das griechische Makedonien gliedert sich administrativ in drei Regionen (griechisch περιφέρειες/periféries, Singular περιφέρεια/periféria) mit vierzehn Regionalbezirken (griechisch περιφερειακές ενότητες/periferiakés enótites, Singular περιφερειακή ενότητα/periferiakí enótita). Die Region Ostmakedonien und Thrakien umfasst neben drei makedonischen Regionalbezirken auch die drei Regionalbezirke des griechischen Teils Thrakiens. Darüber hinaus liegt in Makedonien die autonome Mönchsrepublik Athos.
Verwaltungsgliederung von Makedonien Nummer Verwaltungsregion Hauptort Fläche in km² Einwohner 375px|Verwaltungsgliederung Makedoniens Summe Westmakedonien * in vier Regionalbezirke unterteilt: Kozani 9.451 291.731 1 Regionalbezirk Kastoria Kastoria 1.720 53.206 2 Regionalbezirk Florina Florina 1.924 53.773 3 Regionalbezirk Kozani Kozani 3.516 154.160 4 Regionalbezirk Grevena Grevena 2.291 30.592 Summe Zentralmakedonien * in sieben Regionalbezirke unterteilt: Thessaloniki 18.811 1.953.802 5 Regionalbezirk Pella Edessa 2.506 144.133 6 Regionalbezirk Imathia Veria 1.701 144.413 7 Regionalbezirk Pieria Katerini 1.516 128.655 8 Regionalbezirk Kilkis Kilkis 2.519 85.087 9 Regionalbezirk Thessaloniki Thessaloniki 3.683 1.165.650 10 Regionalbezirk Chalkidiki Polygyros 2.918 102.735 11 Regionalbezirk Serres Serres 3.968 183.129 Summe Ostmakedonien & Thrakien drei von sechs Regionalbezirken: Kavala 5.580 237.770 12 Regionalbezirk Drama Drama 3.468 98.916 13 Regionalbezirk Kavala Kavala 1.728 125.084 14 Regionalbezirk Thasos Thasos 384 13.770 15 AthosDie Mönchsrepublik Athos genießt innere Autonomie unter der Souveränität der griechischen Staates. (Mönchsrepublik) Karyes 336 2.072 Summe Makedonien Thessaloniki 34.178 2.485.375
Verwaltungsreformen in Makedonien 1997 wurde mit dem „Programm Ioannis Kapodistrias“ (Σχέδιο Καποδίστρια/Schédio Kapodístria) das Gesetz Nr. 2539/1997 zu einer umfassenden griechenlandweiten Gemeindereform beschlossen, welche innerhalb Makedoniens die Anzahl der bisherigen 144 städtischen Gemeinden bzw. Städte und 1.038 ländlichen Gemeinden bzw. Gemeinden von zusammen 1.182 auf nur noch 224 reduzierte und die 28 Provinzen (eparchíes) abschaffte.Administrative Division of Greece. United Nations Group of Experts on Geographical Names, Working Paper N° 95. New York 2000; un.org (PDF; 1,3 MB). Für den Begriff „Dimos“, der vormals nur die städtischen Gemeinden umfasste, bedeutete die Reform einen Bedeutungswandel, da er nun auch in ländlichen Gebieten die unterste Verwaltungsebene darstellt.
Mit der Verwaltungsreform 2010 wurden die Präfekturen als regionale Ebene abgeschafft und die 224 bis dahin bestehenden Gemeinden zu 59, teils flächenmäßig sehr großen Gemeinden zusammengelegt. Die Gebiete der ehemaligen Präfekturen sind als Regionalbezirke nur noch für die Sitzzuteilung in den neu geschaffenen Regionalräten der drei Regionen bedeutend. Die Insel und Gemeinde Thasos erlangte den Status eines eigenen Regionalbezirks.
Geschichte mini|Das Makedonische Reich unter Philipp II. (ca. 359 v. Chr.) mini|Makedonien zum Zeitpunkt von Philipps Tod (336 v. Chr.) mini|Der Feldzug Alexanders
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