Detarieae ist eine Tribus in der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Einige Arten liefern hochwertige Handelshölzer.

Beschreibung mini|Illustration von Afzelia rhomboidea aus Blanco mini|Illustration von Brownea grandiceps, Lemaire 1850 mini|Illustration von Copaifera langsdorffii mini|Illustration von Crudia spicata mini|Illustration von Cynometra cauliflora mini|Illustration von Humboldtia laurifolia mini|Illustration von Hymenaea verrucosa mini|Illustration von Saraca declinata mini|Illustration von Schotia afra

Erscheinungsbild und Blätter Es sind verholzende Pflanzen und gedeihen als unbewehrte Bäume oder Sträucher, seltener Halbsträucher.

Die wechselständig und spiralig oder zweizeilig angeordneten Laubblätter sind paarig gefiedert; bei 22 Gattungen sind sie bis auf ein Fiederblattpaar reduziert. Die Stiele der Fiederblätter sind often (bei 24 Gattungen) gedreht. Die Blattunterseite besitzt eine Epidermis, die fast immer (bei 69 Gattungen) durch Safranin gefärbt ist, die Haare (Trichome) sind oft (bei 25 Gattungen) an ihrer Basis vergrößert sowie eingebettet und nicht selten (bei 17 Gattungen) sind Epidermalkristalle vorhanden. Fast immer (bei 57/61 Gattungen) sind auffällige Phloemtransferzellen vorhanden, manchmal mit Mesophyllfasern und/oder Sklereiden (bei 12 Gattungen). Oft sind die Fiederblätter drüsig punktiert. Wenn Nebenblätter vorhanden sind dann sind sie intrapetiolar.

Blütenstände und Blüten Die Blüten stehen in Blütenständen zusammen. Es sind fast immer Deckblätter vorhanden; sie sind relativ klein, dachziegelartig überlappend und früh abfallend bis groß und auffällig. Die zwittrigen Blüten sind mehr oder weniger zygomorph und meist vier- (bei 75 Gattungen) oder selten fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier oder selten fünf Kelchblätter überlappen sich dachziegelartig; manchmal sind sie stark reduziert. Die Kronblätter stehen zu einer etwas bis stark zygomorphen Krone zusammen, oft sind Kronblätter reduziert oder fehlen. Es sind zwei bis viele Staubblätter vorhanden. Es ist nur ein Fruchtblatt vorhanden.

Früchte und Samen Es werden Hülsenfrüchte gebildet. Die Samen enthalten kein Endosperm; Stärke ist fast immer vorhanden.

Chromosomensätze Basischromosomenzahl beträgt meist n = 12 (21/27).

Ökologie Die Pflanzenarten dieser Tribus gehen Symbiosen mit ektotrophischen Mykorrhiza-Pilzen ein. Manche Arten besitzen Laubblätter, die Ameisen anlocken.

Als Koevolution von Tier und Pflanze haben sie speziell in Form und Farbe angepasste Blüten, die Bienen anlocken.

Inhaltsstoffe Charakteristische Inhaltsstoffe sind Tannine und Terpenoide. Manche Gattungen produzieren auch Harz.

Systematik und Verbreitung Die Tribus Detarieae wurde 1825 durch Augustin-Pyrame de Candolle aufgestellt. Synonyme für Detarieae sind: Cynometreae , Phyllocarpeae , Amherstieae , Unterfamilie Brachystegioideae , Macrolobiea .

Etwa 58 % der Gattungen kommen in Afrika inklusive Madagaskar vor, etwa 20 % sind in der Neotropis und 12 % im tropischen Asien verbreitet. Nur die Gattungen Copaifera, Crudia und Cynometra sind pantropisch verbreitet, sind aber alle wahrscheinlich nicht monophyletisch. Afzelia, Guibourtia, Hymenaea, Intsia und Sindora sind zumindest in zwei dieser Regionen vertreten.

Zur Tribus Detarieae gehören 82 bis 84 Gattungen mit 736 bis 772 Arten: Afzelia : Die 12 bis 14 Arten sind im tropischen Asien und Afrika verbreitet. Amherstia : Sie enthält nur eine Art: Tohabaum (Amherstia nobilis ): Er kommt nur im südlichen Myanmar vor. Anthonotha : Die etwa 17 Arten sind in Afrika, fast alle nur in der guineo-kongolesischen Region verbreitet. Aphanocalyx : Die etwa 14 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Augouardia : Sie enthält nur eine Art: Augouardia letestui : Sie ist in Gabun und im Kongo beheimatet. Baikiaea : Die etwa fünf Arten sind hauptsächlich im tropischen Afrika verbreitet, nur eine Art kommt auch im subtropischen Afrika (in Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe) vor. Barnebydendron : Sie enthält nur eine Art: Barnebydendron riedelii : Sie kommt im südlichen Costa Rica, Guatemala sowie Honduras, im brasilianischen Bundesstaat Acre und in der peruanischen Region Madre de Dios vor. Berlinia : Die etwa 18 Arten sind in Afrika verbreitet. Bikinia : Die etwa elf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Brachycylix : Sie enthält nur eine Art: Brachycylix vageleri : Sie ist in Kolumbien beheimatet. Brachystegia : Die 30 bis 34 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Brandzeia : Sie enthält nur eine Art: Brandzeia filicifolia : Sie ist in Madagaskar beheimatet. Brodriguesia : Sie enthält nur eine Art: Brodriguesia santosii : Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor. Brownea : Die 25 bis 31 Arten kommen im nördlichen Südamerika (Kolumbien, Ekuador und Venezuela) und auf Karibischen Inseln vor. Browneopsis : Die etwa sechs Arten sind von Panama über Kolumbien bis ins brasilianische Amazonas-Becken und Peru verbreitet. Colophospermum : Sie enthält nur eine Art: Mopane (Colophospermum mopane , Syn.: Copaiba mopane , Copaifera mopane , Hardwickia mopane ): Er ist im südlichen tropischen und südlichen Afrika weit verbreitet. Copaifera : Die 25 bis 43 Arten sind in der Neotropis und in Afrika verbreitet. Crudia : Die bis zu 55 Arten sind hauptsächlich im tropischen Afrika verbreitet. Cryptosepalum : Die etwa elf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Cynometra : Die 80 bis 90 Arten sind in den Tropen weitverbreitet. Daniellia : Die etwa zehn Arten sind im tropischen und subtropischen Afrika verbreitet. Detarium : Die etwa drei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Dicymbe : Die etwa 13 Arten sind in der Neotropis verbreitet. Didelotia : Die etwa zwölf Arten sind in Afrika verbreitet. Didelotia brevipaniculata : Aus Westafrika, Kamerun und Gabun. Ecuadendron : Sie enthält nur eine Art: Ecuadendron acosta-solisianum : Diese gefährdete Art (Endangered nach IUCN) gedeiht in Höhenlagen zwischen 300 und 400 Meter in Ecuador. An den nur drei bekannten Standorten wurden im Jahr 2000 weniger als 100 Exemplare gezählt. Elizabetha : Die etwa elf Arten sind in der Neuen Welt verbreitet. Endertia : Sie enthält nur eine Art: Endertia spectabilis : Sie kommt in Java und Kalimantan vor. Englerodendron : Die etwa zwei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Eperua : Die etwa 14 Arten sind in der Neotropis verbreitet. Eperua falcata : Kommt im nördlichen Brasilien, in den Guyanas und bis Venezuela und Kolumbien sowie in Trinidad vor. Eurypetalum : Die etwa drei Arten sind in Afrika verbreitet. Gilbertiodendron : Die etwa 27 Arten sind in Afrika verbreitet. Darunter: Gilbertiodendron dewevrei Gilletiodendron : Die etwa fünf Arten sind in Afrika verbreitet. Darunter: Gilletiodendron mildbraedii Gabonius : Sie wurde 2013 aufgestellt und enthält nur eine Art: Gabonius ngouniensis : Sie kommt nur im westlichen Gabun vor. Goniorrhachis : Sie enthält nur eine Art: Goniorrhachis marginata : Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor. Gossweilerodendron : Die etwa zwei Arten sind in Afrika verbreitet. Guibourtia : Die etwa 16 Arten sind in Afrika verbreitet. Hardwickia : Sie enthält nur eine Art: Hardwickia binata : Sie ist in Indien beheimatet. Heterostemon : Die etwa sieben Arten sind in Südamerika verbreitet. Humboldtia : Die etwa sieben Arten kommen im südwestlichen Indien und Sri Lanka (eine Art) vor. Hylodendron : Sie enthält nur eine Art: Hylodendron gabunense : Sie kommt im tropischen Afrika in Kamerun, Gabun, Demokratische Republik Kongo und Nigeria vor. Hymenaea : Von den 15 bis 16 Arten besitzen, außer einer afrikanischen Art, alle anderen Arten eine neotropische Verbreitung. Hymenostegia : Die etwa 16 Arten sind in Afrika verbreitet. Icuria : Sie enthält nur eine Art: Icuria dunensis : Sie kommt nur im nördlichen Mosambik vor. Merbau (Intsia ): Die drei bis neun Arten kommen in Südostasien, im Pazifikraum und in Madagaskar vor. Isoberlinia : Die etwa fünf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet, beispielsweise: Isoberlinia doka Julbernardia : Die acht bis elf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Kingiodendron : Die etwa fünf Arten sind in Asien verbreitet. Lebruniodendron : Sie enthält nur eine Art: Lebruniodendron leptanthum : Sie kommt in Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo vor. Leonardoxa : Die etwa fünf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Leucostegane : Die etwa zwei Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und in Sarawak vor. Librevillea : Sie enthält nur eine Art: Librevillea klainei : Sie ist in Angola, Kamerun und Gabun verbreitet. Loesenera : Die etwa vier Arten sind in Afrika verbreitet. Lysidice : Die nur zwei Arten kommen im südlichen und südwestlichen China sowie in Vietnam vor. Macrolobium : Die 73 bis 80 Arten sind von Panama bis ins westliche Südamerika verbreitet. Maniltoa : Die etwa 20 Arten sind in Südostasien verbreitet. Michelsonia : Sie enthält nur eine Art (manchmal auch mit einer zweiten Art): Michelsonia microphylla : Sie kommt in Afrika vor. Micklethwaitia : Sie enthält nur eine Art: Micklethwaitia carvalhoi : Sie kommt in Mosambik vor. Microberlinia : Die nur zwei Arten kommen in Kamerun, Republik Kongo und Gabun vor. Sie liefern das Zebrano-Holz. Neoapaloxylon : Die etwa drei Arten kommen in Madagaskar vor. Neochevalierodendron : Sie enthält nur eine Art: Neochevalierodendron stephanii : Sie kommt in Gabun vor. Normandiodendron : Die etwa zwei Arten sind in Afrika verbreitet. Oddoniodendron : Die etwa drei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet. Oxystigma : Die nur eine Art ist in Afrika verbreitet: Oxystigma mannii : Aus Zentralafrika Paloue : Die etwa fünf Arten sind im Amazonasgebiet verbreitet. Paloveopsis : Sie enthält nur eine Art: Paloveopsis emarginata : Sie ist in Brasilien und Guyana verbreitet. Paramacrolobium : Sie enthält nur eine Art: Paramacrolobium coeruleum : Sie kommt im tropischen Afrika vor. Pellegriniodendron : Sie enthält nur eine Art: Pellegriniodendron diphyllum : Sie kommt im tropischen Afrika vor. Peltogyne : Die etwa 25 Arten sind im Amazonasgebiet und im tropischen Afrika verbreitet. Einige Arten dieser Gattung liefern das die Holzart Amaranth. Peltogyne venosa : Aus Südamerika. Plagiosiphon : Die etwa fünf Arten sind in Afrika verbreitet. Polystemonanthus : Sie enthält nur eine Art: Polystemonanthus dinklagei : Sie kommt in der Elfenbeinküste und Liberia vor. Prioria : Sie enthält etwa 14 Arten: Prioria copaifera : Sie kommt in Jamaika, Costa Rica, Nicaragua, Panama und Kolumbien vor. Prioria oxyphylla : Aus Zentralafrika Pseudomacrolobium : Sie enthält nur eine Art: Pseudomacrolobium mengei : Sie kommt in der Demokratischen Republik Kongo vor. Pseudosindora : Sie enthält nur eine Art: Pseudosindora palustris : Sie kommt in Indonesien vor. Saraca : Die elf bis zwanzig Arten sind im tropischen Asien verbreitet. Schotia : Die nur noch vier Arten sind im Südlichen Afrika verbreitet. Scorodophloeus : Die zwei oder drei Arten sind in Afrika verbreitet. Scorodophloeus zenkeri : Aus dem zentralen bis nordwestlichen Zentralafrika. Sindora : Die 18 bis 20 Arten kommen hauptsächlich in Südostasien, aber auch in Gabun vor. Sindoropsis : Sie enthält nur eine Art: Sindoropsis letestui : Sie kommt in Äquatorialguinea, Gabun und Kamerun vor. Stemonocoleus : Sie enthält nur eine Art: Stemonocoleus micranthus : Sie kommt im tropischen Afrika vor. Talbotiella : Die etwa drei Arten sind in Afrika verbreitet. Tamarindus : Sie enthält nur eine Art: Tamarindenbaum (Tamarindus indica ): Er ist in Afrika weit verbreitet und kommt auch auf den Kapverdischen Inseln, auf Socotra und im Jemen vor. Er wird in vielen tropischen bis subtropischen Gebieten angebaut. Tessmannia : Die etwa zwölf Arten sind in Afrika verbreitet.