Ulrike Sparr (* 19. April 1957 in Hamburg) war von 2015 bis 2025 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft für die Fraktion Partei Bündnis 90/Die Grünen Hamburg. Sie ist Autorin einiger Sachbücher und Artikel mit Bezug zur Hamburgischen Geschichte. 2026 erschien ihr erster Roman.
Leben und Wirken Ausbildung und Beruf Ulrike Sparr absolvierte eine Lehre als Buchhändlerin und war mehrere Jahre in diesem Beruf tätig. Danach studierte sie Romanistik an der Universität Hamburg und schloss 1993 mit einer Magisterarbeit über die Schriften Marie de Gournays ab. Anschließend arbeitete sie als Verlagsangestellte bzw. Redakteurin. Sie veröffentlicht als freie Autorin Bücher mit Bezug zu Hamburg, unter anderem auch Biografien ehemals in Hamburg lebender NS-Opfer, derer durch das Stolpersteine-Projekt gedacht wird. 1991 gründete sie das Jarrestadt-Archiv, das Fotos und Zeitzeugenberichte über die Geschichte des gleichnamigen Winterhuder Stadtteils sammelt.Geschichte des Jarrestadt-Archivs, jarrestadt-archiv.de. Abgerufen am 26. April 2015.
Politische Arbeit Von 2001 bis 2015 war Sparr Abgeordnete in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, seit 2002 als Mitglied der GAL bzw. Grünen. Zu den Schwerpunkten ihrer politischen Arbeit gehören Umwelt und Stadtentwicklung. In der Bezirksversammlung wurde sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie Sprecherin für Umwelt und Verbraucherschutz der GAL-Fraktion, ab 2013 stellvertretende Vorsitzende der Bezirksversammlung.
Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015 trat Sparr auf Platz 33 der Grünen-Landesliste und Platz 2 der Wahlkreisliste für Wahlkreis Fuhlsbüttel – Alsterdorf – Langenhorn an und konnte am 15. April 2015 sie für Katharina Fegebank, die zur Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin gewählt worden war, in die 21. Bürgerschaft nachrücken. gruene-fraktion-hamburg.de. Abgerufen am 26. April 2015. In ihrer Fraktion war Sparr Sprecherin für Umwelt, Naturschutz, Energie und Landwirtschaft. Sie war Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Energie und im Eingabenausschuss, außerdem stellvertretendes Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss. Nach der Bürgerschaftswahl 2020 rückte sie erneut für ein Senatsmitglied in das Parlament nach. Bei der Bürgerschaftswahl 2025 kandidierte sie nicht erneut.
2026 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Frauke Meerkatz fährt Fahrrad, trifft Leute und nimmt auf dem Dom das Kettenkarussell.
Publikationen (Auswahl) Marie de Gournays Schriften zur französischen Sprache und Literatur und ihre Rezeption in der ersten Hälfte des 17. Jh.. Magisterarbeit, Universität Hamburg, 1993. Winterhude von A – Z: das Stadtteillexikon. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 2000, ISBN 3-929229-65-X. mit Elke Groenewold: Zwischen Neubau und Zerstörung: Die Jarrestadt 1929 bis 1945. Jarrestadt-Archiv, Hamburg 2003, ISBN 3-00-010924-2. Seifen-Fabrik Karl Walter: ein Stück Industriegeschichte an der Jarrestraße. Jarrestadt-Archiv, Hamburg 2011, ISBN 978-3-00-035228-7. Stolpersteine in Hamburg-Winterhude: Biographische Spurensuche. Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg, Hamburg 2008, ISBN 978-3-929728-16-3. mit Björn Eggert u. a.: Stolpersteine in Hamburg: Biographische Spurensuche. Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg, Hamburg 2011, ISBN 978-3-929728-74-3. (Hrsg.) Schöne Aussichten: Hamburg für die besten Jahre. edition wartenau, Hamburg, 2008, ISBN 978-3-941308-35-0 mit Victoria Asschenfeldt: Harvestehude Eppendorf. edition wartenau, Hamburg, 2011, ISBN 978-3-941308-05-3 (Übersetzerin) Marione Ingram, Kriegskind: Eine jüdische Kindheit in Hamburg, Dölling und Galitz, Hamburg, 2016, Frauke Meerkatz fährt Fahrrad, trifft Leute und nimmt auf dem Dom das Kettenkarussell, Hamburg, 2026, ISBN 978-3-86218-084-4
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Homepage Ulrike Sparr
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