mini|hochkant=1.9| Der 400-Meter-Lauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki wurde am 24. und 25. Juli 1952 im Olympiastadion in Helsinki ausgetragen. 71 Athleten nahmen teil.
Olympiasieger wurde George Rhoden aus Jamaika. Er gewann vor seinem Landsmann Herb McKenley und dem US-Amerikaner Ollie Matson.
Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord45,8 sGeorge Rhoden ()Eskilstuna, Schweden22. August 1950Weltrekorde. 400 m Männer, abgerufen am 31. Juli 2021Olympischer Rekord46,2 sBill Carr ()Finale OS Los Angeles, USA5. August 1932Arthur Wint ()Finale OS London, Großbritannien5. August 1948
Rekordverbesserung Die beiden im Finale am 25. Juli erstplatzierten Jamaikaner George Rhoden und Herb McKenley verbesserten den bestehenden olympischen Rekord in diesem Finale um drei Zehntelsekunden auf 45,9 s. Zu George Rhodens Weltrekord fehlte nur eine Zehntelsekunde.
Durchführung des Wettbewerbs Die Läufer traten am 24. Juli zu zwölf Vorläufen an. Die jeweils zwei Erstplatzierten – hellblau unterlegt – qualifizierten sich für das Viertelfinale am selben Tag. Aus dem Viertelfinale erreichten die jeweils drei schnellsten Athleten – wiederum hellblau unterlegt – das Halbfinale, welches wie das Finale am 25. Juli ausgetragen wurde. Für das Finale qualifizierten sich aus den Vorentscheidungen die jeweils ersten drei Wettbewerber – hellblau unterlegt.
Anmerkung: Die qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt.
Zeitplan 24. Juli, 15.20 Uhr: Vorläufe 24. Juli, 18.35 Uhr: Viertelfinale 25. Juli, 15.00 Uhr: Halbfinale 25. Juli, 17.05 Uhr: FinaleOfficial Report of the Organising Committee for the XIV Olympiad, S. 266, digital.la84.org, englisch (PDF; 31.668 KB), abgerufen am 31. Juli 2021
Vorläufe Datum: 24. Juli 1952, ab 15:20 Uhr
Vorlauf 1 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Karl-Friedrich Haas 47,5 s 47,58 s 2 Leslie Lewis 47,8 s 47,95 s 3 Edwin Carr 48,0 s 48,23 s 4 Zoltán Adamik 48,5 s 48,70 s 5 Evelio Planas 49,4 s 49,44 s 6 Abdul Rehman 51,2 s 51,47 s DNS Vasilios Mavroidis
Vorlauf 2 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Ardalion Ignatjew 48,1 s 48,22 s 2 Rolf Back 48,5 s 48,58 s 3 Rupert Blöch 49,6 s 49,82 s 4 Gérard Rasquin 50,0 s 50,12 s 5 John Anderton 50,3 s 50,35 s 6 Pongummart Ummarttayakul 52,9 s 53,23 s
Vorlauf 3 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Arthur Wint 47,3 s 47,42 s 2 Jack Carroll 48,0 s 48,05 s 3 Egon Solymossy 49,2 s 49,32 s 4 Josef Steger 49,2 s 49,35 s 5 Jaakko Suikkari 50,9 s 50,92 s 6 Aurang Zeb 51,0 s 51,25 s DNS Jimmy Reardon
Vorlauf 4 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Lars-Erik Wolfbrandt 48,4 s 48,57 s 2 Terry Higgins 48,7 s 48,77 s 3 Junkichi Matoba 49,4 s 49,57 s 4 Vassilios Sillis 49,7 s 49,79 s 5 Doğan Acarbay 50,7 s 50,83 s 6 Ivan Jacob 51,3 s 51,48 s DNS Cirilo McSween
Vorlauf 5 mini|hochkant=0.9| Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Herb McKenley 48,0 s 48,09 s 2 Louis van Biljon 48,1 s 48,31 s 3 Roger Moens 48,6 s 48,71 s 4 Ferenc Bánhalmi 49,4 s 49,55 s 5 Arie Gill-Glick 50,2 s 50,27 s 6 Ernst von Gunten 50,7 s 50,88 s DSQ Tage Ekfeldt
Vorlauf 6 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Mal Whitfield 48,6 s 48,68 s 2 Guillermo Gutiérrez 48,7 s 48,82 s 3 Gianni Rocca 49,2 s 49,51 s 4 Gösta Brännström 50,1 s 50,32 s 5 Javier Souza 50,3 s 50,47 s 6 Emin Doybak 51,1 s 51,34 s 7 Fernando Casimiro 52,2 s 52,33 s
Vorlauf 7 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Jacques Degats 48,5 s 48,60 s 2 Morris Curotta 48,7 s 48,87 s 3 Vincenzo Lombardo 49,3 s 49,53 s 4 Rudolf Haidegger 49,9 s 50,01 s 5 Albert Lowagie 50,1 s 50,26 s DNS Knud Schibsbye Samuel LaBeach
Vorlauf 8 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Hans Geister 47,9 s 47,99 s 2 Yves Camus 48,0 s 48,06 s 3 Milan Fillo 48,7 s 48,91 s 4 Guðmundur Lárusson 49,7 s 49,81 s 5 Sompop Svadanandana 53,6 s 53,68 s 6 Jeremías Stokes 53,6 s 53,81 s DNS Gustavo Ehlers
Vorlauf 9
Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Gene Cole 48,3 s 48,44 s 2 Alan Dick 48,7 s 48,84 s 3 Edmunds Pīlāgs 49,2 s 49,29 s 4 Angel García 49,2 s 49,34 s 5 Antoine Uyterhoeven 50,0 s 50,21 s 6 Jean Hamilius 50,3 s 50,75 s DNS José Fórmica
Vorlauf 10 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 George Rhoden 48,1 s 48,28 s 2 Gerard Mach 48,5 s 48,64 s 3 Paul Dolan 48,5 s 48,81 s 4 Jean-Pierre Goudeau 48,8 s 48,94 s 5 Doug Clement 50,0 s 50,19 s DNS Eom Pal-Yong Ekrem Koçak
Vorlauf 11 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 James Lavery 48,4 s 48,47 s 2 Juri Litujew 48,8 s 49,01 s 3 Frank Rivera 49,3 s 49,48 s 4 Antonio Siddi 50,9 s 51,03 s DNS Clayton Clark Eitaro Okano
Vorlauf 12 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Ollie Matson 48,1 s 48,17 s 2 Hans Ernst Schneider 48,7 s 48,86 s 3 Argemiro Roque 48,9 s 49,05 s 4 Schalk Booysen 49,0 s 49,17 s 5 Jiří David 49,1 s 49,23 s 6 Fred Hammer 49,6 s 49,90 s 7 Sven-Oswald Mildh 50,2 s 50,36 s
Viertelfinale Datum: 24. Juli 1952, ab 18:35 Uhr
Lauf 1 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Arthur Wint 46,9 s 46,98 s 2 James Lavery 47,5 s 47,67 s 3 Lars-Erik Wolfbrandt 47,8 s 48,08 s 4 Guillermo Gutiérrez 48,6 s 48,75 s 5 Leslie Lewis 49,0 s 49,09 s 6 Hans Ernst Schneider 49,2 s 49,32 s
Lauf 2 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 George Rhoden 47,2 s 47,24 s 2 Ollie Matson 47,4 s 47,53 s 3 Karl-Friedrich Haas 47,4 s 47,66 s 4 Morris Curotta 48,8 s 48,86 s 5 Rolf Back 51,1 s 51,53 s DNS Juri Litujew
Lauf 3 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Mal Whitfield 47,6 s 47,74 s 2 Hans Geister 47,7 s 47,81 s 3 Jack Carroll 47,7 s 47,82 s 4 Louis van Biljon 48,5 s 48,63 s 5 Jacques Degats 48,8 s 48,90 s 6 Alan Dick 49,0 s 49,20 s
Lauf 4
Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Herb McKenley 47,4 s 47,56 s 2 Gene Cole 47,7 s 47,88 s 3 Ardalion Ignatjew 48,0 s 48,25 s 4 Yves Camus 48,1 s 48,43 s 5 Terry Higgins 49,1 s 49,22 s DNS Gerard Mach
Halbfinale Datum: 25. Juli 1952, ab 15:00 Uhr
Lauf 1 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Arthur Wint 46,3 s 46,38 s 2 Karl-Friedrich Haas 46,4 s 46,56 s 3 Mal Whitfield 46,4 s 46,64 s 4 Gene Cole 46,8 s 46,94 s 5 Ardalion Ignatjew 47,4 s 47,49 s 6 James Lavery 47,7 s 47,83 s
Lauf 2 Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 Herb McKenley 46,4 s 46,53 s 2 George Rhoden 46,5 s 46,61 s 3 Ollie Matson 46,7 s 46,99 s 4 Hans Geister 46,7 s 47,00 s 5 Jack Carroll 47,4 s 47,61 s DNS Lars-Erik Wolfbrandt
Finale Datum: 25. Juli 1952, ab 15:00 Uhr Platz Name Nation Offizielle Zeithandgestoppt Inoffizielle Zeitelektronisch 1 George Rhoden 45,9 s OR 46,09 s 2 Herb McKenley 45,9 s OR 46,20 s 3 Ollie Matson 46,8 s 46,94 s 4 Karl-Friedrich Haas 47,0 s 47,22 s 5 Arthur Wint 47,0 s 47,24 s 6 Mal Whitfield 47,1 s 47,30 s Die Jamaikaner Herb McKenley, George Rhoden und Arthur Wint galten als Favoriten auf den Olympiasieg, es wurde fast mit einem Dreifacherfolg gerechnet.
McKenley, 1948 Olympiazweiter hinter Wint, wollte es diesmal richtig machen und nicht zu schnell angehen. Seine Taktik gegenüber Wint ging auch glänzend auf. Dieser übernahm im Finale früh die Führung, konnte aber das Tempo nicht halten. Doch jetzt war es Rhoden, der sich als der stärkste Gegner für McKenley erwies. Rhoden überholte Wint noch vor der Zielgeraden, auch McKenley zog an Wint vorbei und schloss zu Rhoden noch einmal ganz eng auf. Beide kamen handgestoppt mit derselben Zeit ins Ziel. Es reichte aber nicht mehr zum Sieg für McKenley. Wint fiel bis auf Platz fünf zurück.
Mit 45,9 s stellten die beiden Erstplatzierten einen neuen olympischen Rekord auf. Die inoffizielle elektronische Messung wies allerdings einen Unterschied von elf Hundertstelsekunden zwischen beiden Läufern aus.Athletics at the 1952 Helsinki Summer Games: Men's 400 metres, web.archive.org, sports-reference.com, abgerufen am 18. August 2017
Ollie Matson gewann mit seiner Bronzemedaille die siebzehnte Medaille im zwölften olympischen Finale für die USA.
Video Helsinki 1952, George Rhoden, 400m (Amateur Footage), youtube.com, abgerufen am 25. September 2017
Literatur Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 68 bis 70
Weblinks Athletics at the 1952 Helsinki Summer Games: Men's 400 metres, web.archive.org, sports-reference.com, abgerufen am 18. August 2017 Helsinki 1952 Athletics, 400m men, Seite des IOC, olympics.com, abgerufen am 31. Juli 2021 Olympedia, 1952 Summer Olympics, Athletics 400 metres, Men, olympedia.org (englisch), abgerufen am 31. Juli 2021 Official Report of the Organising Committee for the XIV Olympiad, S. 275 bis 277, digital.la84.org, englisch (PDF; 31.668 KB), abgerufen am 31. Juli 2021
Einzelnachweise
Kategorie:Leichtathletikwettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 1952 Kategorie:Laufveranstaltung in Finnland