Die bekannteste Version der Geschichte von Perdix (), auch TalosBibliotheke des Apollodor 3,15,9; Diodor 4,76. oder KalosPausanias 1,21,4. genannt, findet sich bei Ovid.Ovid, Metamorphosen 8,236–259. Er ist darin der Neffe des berühmten Baumeisters Daidalos und wird von seiner Mutter, dessen Schwester, mit 12 JahrenOvid, Metamorphosen 8,243. zu seinem Onkel in die Lehre gegeben. Er beweist erstaunliches Talent und erfindet u. a. die Säge,Ovid, Metamorphosen 8,246; Diodor 4,76; Hyginus, Fabulae 39 und 274. den ZirkelHyginus, Fabulae 274. und die Töpferscheibe.Diodor 4,76. Daidalos wird neidisch auf ihn und stürzt ihn schließlich von der Athener Akropolis hinunter.
Doch die Göttin Athene bzw. Minerva ist begabten Menschen sehr gewogen, sie fängt den Jungen auf und verwandelt ihn in ein Rebhuhn. Aus Angst vor der Höhe fliegt dieser neue Vogel jedoch immer nah am Boden.
Diese Metamorphose hat zugleich eine aitiologische als auch mahnende Funktion. Perdix, das Rebhuhn, war daraufhin nämlich ein ständiger Vorwurf für den neidischen Daidalos, u. a. scheint es Schadenfreude durch seine Laute auszudrücken, als Daidalos seinen Sohn Ikarus, der zu nah an der Sonne geflogen war, so dass deren Hitze das Wachs seiner Flügel schmolz, auf Ikaria begrub.
In der Bibliotheke des Apollodor heißt die Schwester des Daidalos Perdix.Bibliotheke des Apollodor 3,15,9 (englisch).
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Person der griechischen Mythologie