Joachim Friedrich von Leckow (* 1703 in der Neumark; † 31. Oktober 1774 auf Gut Lekow) war ein preußischer Generalmajor und Kommandeur des Infanterieregiments Nr. 2.

Leben Herkunft Er entstammte einer Familie des Uradels, 1321 erstmals erwähnt.Vgl. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon. Band VII: Kre - Lod, Band 97 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1989, . Seine Eltern waren Georg Adrian von Leckow (1663–1743) und dessen Ehefrau Eleonore, geborene von Weber aus dem Haus Größin. Seine Brüder waren zum Teil auch beim Militär. Johann Georg war Oberstleutnant und Kommandeur des Forts Preußen an der Neiße, Friedrich Wilhelm war ebenfalls Oberstleutnant und Ritter des Ordens Pour le Mérite sowie Begründer der Linie in Schlesien. Christian Reinhardt von Leckow (1705–1777) aus der zweiten Familienlinie wurde Erbherr von Lekow und blieb der Landwirtschaft treu. Dies trifft ebenso auf dessen Sohn Johann Georg(e) Friedrich von Leckow (1746–1823) zu.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1915. Jahrgang 16, Justus Perthes, Gotha November 1914, S. 419.

Militärkarriere Leckow wurde am 26. Januar 1726 Fähnrich in Infanterieregiment „von Röder“, avancierte am 26. Mai 1733 zum Sekondeleutnant und stieg bis Dezember 1758 zum Oberst und Regimentskommandeur auf. Er hatte bereits in den ersten zwei Schlesischen Kriegen gekämpft. Während des Siebenjährigen Krieges wurde er in der Schlacht bei Zorndorf am 25. August 1758 schwer verwundet und geriet am 21. November 1759 bei MeißenFortgesetzte Neue Genealogisch-Historische Nachrichten von den Vornehmsten Begebenheiten, welche sich an den Europäischen Höfen zutragen, worinn zugleich viele Standes-Personen Lebens-Beschreibungen vorkommen. Band (Theil) 39, Abs.: IV: Einige Verbesserungen und Zusätze. Verlag Heinsius, Leipzig 1765, S. 220. trotz Gegenwehr in österreichische Gefangenschaft, in der er bis zum Frieden von Hubertusburg 1763 verblieb. Dennoch ernannte ihn König Friedrich II. während der Gefangenschaft am 8. Februar 1760 zum Generalmajor. Am 10. Februar 1765 erhielt Leckow wegen seiner schlechten Gesundheit den erbetenen Abschied mit einer Pension von 1000 Talern. Er zog sich auf sein Stammgut Leckow, damals noch bis 1867 Gluski, in der Neumark zurück, wo er am 31. Oktober 1774 starb. Seine Nacherben waren u. a. der Großneffe Oskar von Leckow (1833–1890), verheiratet mit Sophie von Roesler (1847–1917),Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1915. Jahrgang 16, Mit: Erben; Justus Perthes, Gotha November 1914, S. 417. dann deren Sohn als Fideikommissherr Ferdinand von Leckow (1870–1933).Vgl. Bildnis, In: Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel). 1996. Band XXIV, Band 111 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1996, , S. 172 f.

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1915. Jahrgang 16, Mit: Eltern u. Geschwister; Justus Perthes, Gotha November 1914, S. 416. Julius Mebes: Beiträge zur Geschichte des Brandenburgisch-Preußischen Staates und Heeres. Band 1-Vita, Lüderitz (A. Charsius), Berlin 1861, S. 505 f. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 3- Die Herren von Leckow., Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 209. Anton Balthasar König: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band 2: Mit: Joachim Friedrich von Leckow. Verlag Arnold Wever, Berlin 1789, S. 375–376.

Weblinks Stiftung Philocultura-Königswinter (Hrsg.): v. Lekow-Schloss Lekow, In: Gotthard Sinapius: Die Geschichte Lekows, Königswinter 2025

Einzelnachweise

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