Leibfiaker Bratfisch, in Deutschland auch unter den Titeln Das Geheimnis von Mayerling und Die Tragödie eines Prinzen vertrieben, ist ein österreichisches Historienfilmdrama aus den Jahren 1919 und 1924/25 nach tatsächlichen Vorgängen des Jahres 1889.
Handlung Der Leibfiaker Josef Bratfisch erinnert sich an seinen Herrn, den Kronprinzen von Österreich-Ungarn, Rudolf, und seine verhängnisvolle Kutschfahrt zum Jagdschloss Mayerling, in dem der Kronprinz erst seine Geliebte, die 17-jährige Mary Vetsera, und anschließend sich selbst erschoss.
In der Rahmenhandlung steht der alte Kutscher selbst im Mittelpunkt des Geschehens: Nach dem Tode seines Herrn zog er sich ins Privatleben zurück und musste sich fortan allen möglichen Avancen journalistischer Anfragen erwehren, sich zu Rudolf, Mary Vetsera und jener verhängnisvollen Nacht im Januar 1889 zu äußern. Bei einem Überfall durch einen Dieb wird Bratfisch schwer verwundet. Daraufhin schenkt ihm ein amerikanischer Journalist einen größeren Geldbetrag, der angesichts der Veröffentlichung von Bratfischs Erinnerungen ohnehin für ihn reserviert war. Mit diesem kleinen Vermögen wird es Bratfischs Tochter ermöglicht, endlich ihren Geliebten, einen Fabrikantensohn, zu heiraten.
Produktionsnotizen Leibfiaker Bratfisch fußt in weiten Teilen auf Szenen eines 1919 von der österreichischen Zensur verbotenen Mayerling-Films. Später wurden weitere Szenen (die der Rahmenhandlung), vor allem die rund um Josef Bratfisch, nachgedreht und das Gesamtmaterial zu dem vorliegenden Film zusammengefügt. Dieser Streifen erlebte am 20. März 1925 seine Uraufführung. Der fünfaktige Film besaß eine Länge von etwa 2200 Metern und wurde mit Jugendverbot belegt.
Kritik Wiens Neue Freie Presse berichtete in ihrer Ausgabe vom 24. März 1925:
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1925 Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Historienfilm Kategorie:Filmdrama Kategorie:Werk über Rudolf von Österreich-Ungarn