Der Burgstall Rupprechtsteine,Rüdiger Bauriedel, Ruprecht Konrad-Röder: Mittelalterliche Befestigungen und niederadelige Ansitze im Landkreis Bayreuth, S. 207 auch als Burgstall auf den Rupprechtsteinen bezeichnet,Hellmut Kunstmann: Die Burgen der nordwestlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz, S. 172 und Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Oberfrankens, S. 77 ist eine abgegangene mittelalterliche Höhenburg unmittelbar über dem Tal des Kaiserbaches, rund 650 Meter nordnordwestlich des Ortsteiles Kainach der Gemeinde Hollfeld im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern, Deutschland. Über diese Spornburg sind keine geschichtlichen oder archäologischen Informationen bekannt, sie wird grob als mittelalterlich datiertBayerisches Landesamt für Denkmalpflege und war möglicherweise eine Vorgängeranlage der Veste Kainach, des heutigen Schlosses Kainach.Hellmut Kunstmann: Die Burgen der nordwestlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz, S. 172Schloss Kainach auf www.alleburgen.de Erhalten hat sich von der Anlage auf einem Felssporn nur ein Graben und ein Randwall. Die Burgstelle ist als Bodendenkmal Nummer D-4-6033-0079: „Mittelalterlicher Burgstall“ (PDF; 150 kB) geschützt.
Beschreibung Die heute bewaldete Burgstelle in der Flur Schnabelweide befindet sich auf rund Höhe über dem Talgrund des Kaiserbaches auf einem nach Westsüdwesten gerichteten Felssporn, der aus dem Nordwesthang des Tales hervorspringt. Nach Osten schließt sich leicht ansteigend die Jura-Hochfläche an, die restlichen Seiten fallen steil, teilweise senkrecht ab.Lage des Burgstalles im Bayerischen Denkmal-Atlas
Die nur etwa 30 × 15 Meter große Burgstelle ist zweigeteilt; die westliche Hälfte befindet sich auf einer steil aufragenden Felsklippe, die gleich große östliche Hälfte liegt vier Meter tiefer. Gegen die leicht ansteigende Hochfläche im Osten ist die Burgstelle durch einen Abschnittsgraben gesichert, dieser ist rund zehn Meter breit und von außen vier Meter tief. Die Ränder dieses Sohlgrabens fallen steil ab und erscheinen geglättet. Über dem Graben zieht sich an der Ostseite des Burgstalles ein Wall entlang, der an der Südostecke der Burgstelle nach Westen umbiegt und immer flacher werdend an der Felsklippe endet. Mauerreste oder sonstige Bebauungsspuren sind nicht mehr vorhanden.Quelle Beschreibung: Hellmut Kunstmann: Die Burgen der nordwestlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz, S. 172 und Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Oberfrankens, S. 77
Literatur Rüdiger Bauriedel, Ruprecht Konrad-Röder: Mittelalterliche Befestigungen und niederadelige Ansitze im Landkreis Bayreuth. Herausgegeben vom Landkreis Bayreuth, Ellwanger Druck und Verlag, Bayreuth 2007, ISBN 978-3-925361-63-0, S. 178 und 186. Hellmut Kunstmann: Die Burgen der nordwestlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz. Nachdruck der Auflage von 1972. Kommissionsverlag Degener & Co, Neustadt an der Aisch 2000, ISBN 3-7686-9265-5, S. 172. Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Oberfrankens. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 5). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1955, S. 77.
Einzelnachweise
Rupprechtsteine, Burgstall Rupprechtsteine, Burgstall Kategorie:Bodendenkmal in Hollfeld Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Landkreis Bayreuth Kategorie:Bauwerk in Hollfeld Rupprechtsteine