mini|Sitzendes Paar (1971), Gera-Bieblach, Dr.-Theodor-Neubauer-Straße mini|Der Aufschauende (1995) in Ilmenau mini|Für Toleranz (2001), Gera, Puschkinplatz mini|Dogge (1988), Gera, Hinter der Mauer mini|hochkant|Mildenfurther Kreuzmensch, Grimma-Höfgen, Jutta-Park mini|Plakette des Bildhauers Volkmar Kühn an seiner Bronze-Figurengruppe (1994) am Thüringenhaus in Erfurt Volkmar Kühn (* 27. Juli 1942 in Königsee) ist ein deutscher Bildhauer. Vor allem in Gera sind zahlreiche seiner Werke im öffentlichen Raum ausgestellt.
Werdegang Kühn absolvierte zunächst von 1956 bis 1958 eine Lehre zum Keramikmodelleur in der Porzellanmanufaktur Sitzendorf. Von 1959 bis 1963 studierte er unter Hellmuth Chemnitz in der Abteilung Plastik der Fachschule für angewandte Kunst in Leipzig. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Tierpfleger im Leipziger Zoo. Ab 1964 war er als freischaffender Künstler in Gera tätig. Seit 1968 lebt und arbeitet er im ehemaligen Kloster Mildenfurth bei Wünschendorf/Elster. Er ist mit der Grafikerin Marita Kühn-Leihbecher (* 1944) verheiratet.
Kühn war von 1965 bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er hatte in der Zeit DDR im In- und Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und war auf vielen wichtigen zentralen und regionalen Ausstellung vertreten, u. a. 1972/1973, 1982/1983 und 1987/1988 auf VII, IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.
2015 übernahm das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg – finanziert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen – einen umfangreichen Vorlass des Künstlers aus 56 Kleinplastiken und einer lebensgroßen Pferdeplastik. Diese wurde im April 2015 auf der Mittleren Schlossterrasse der Heidecksburg aufgestellt.
in Nachbarschaft zum Mildenfurther Klosterensemble schuf Kühn aus einem ehemaligen Getreidespeicher eine Ausstellungshalle für seine Werke und die seiner Frau. Im Juni 2022 wurde diese „Kunstspeicher Mildenfurth“ genannte Einrichtung eröffnet.
Werke im öffentlichen Raum Gera 1971: Sitzendes Paar, Bieblach, Dr.-Theodor-Neubauer-Straße, vor der Grundschule Am Bieblacher Hang 1972: Langhalsziege, im Tierpark 1982/85: An einem Sonntagnachmittag, Mohrenplatz, im Hof des Otto-Dix-Hauses 1986: Drei Grazien, Straße des Friedens, im Dahliengarten 1988: Dogge, Hinter der Mauer 1990: Am Abend, Nicolaistraße, im Botanischen Garten 1991/92: Reiterin (Brunnenfigur), Lusan, Rosenhof 1992: Tiertorso, Orangerieplatz, gegenüber der Orangerie 1994/95: Schreitende, Webergasse 2001: Für Toleranz, Puschkinplatz 2005: Geraer Löwe, Museumsplatz, vor dem Stadtmuseum 2008: Großer Schritt, Theaterplatz, vor der Bühne am Park
Nicht erhalten: 1965: Paviangruppe, Bieblach, Glück-Auf-Weg, 2012 zerstört 1975: Wildsau, Lusan, Saalfelder Straße, in den 1990er Jahren zerstört 2004: Stehende Frau, Ostfriedhof, Grabstätte Uwe Reinhöfer, 2012 entwendet
Andere Orte (unvollständig) Berlin: 1996: Dogge, an der Cafeteria im Tierpark
Erfurt: 1994: Figurengruppe am Thüringenhaus 2002: Kleiner Mildenfurther Kreuzmensch, am Portal der Reglerkirche
Grimma: Mildenfurther Kreuzmensch, Höfgen, im Jutta-Park
Ilmenau: 1995: Bronzeplastik Am Weg / Der Aufschauende am Apothekerbrunnen Ziegenbrunnen Paulinzella: 2015: Mildenfurther Kreuzmensch in der Ruine der Klosterkirche
Ausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (unvollständig)
2026: Meiningen, Städtische Galerie ada („That’s my way“; mit Ullrich Nuss)
Literatur (chronologisch)
Lothar Lang (Bearb.): Kunst im Bezirk Gera. Lutz R. Ketscher, Volkmar Kühn, Horst Sakulowski (Ausstellungskatalog, Staatliches Museum Schloß Burgk), Burgk 1985. Jens Henkel (Bearb.): Volkmar Kühn – Plastik (Ausstellungskatalog, Thüringer Landesmuseum Heidecksburg), Rudolstadt 1997. Volkmar Kühn – Der rote Huzule (Ausstellungskatalog, Kunstsammlung Gera und Kunstverein Villa Wessel, Iserlohn), Gera 2002. Jens Henkel (Hrsg.): Skulptur: Volkmar Kühn, Rudolstadt 2007. Kühn, Volkmar. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 494/495 Nadine Steinacker (Hrsg.): Kühn & Kühn. Volkmar Kühn – Skulpturen; Marita Kühn-Leihbecher – Papier (Ausstellungskatalog, Kunsthaus Apolda), Apolda 2012. Manfred Otto Taubert: Plastiken und Skulpturen in Gera, Gera 2014. Sebastian Schopplich (Hrsg.): Volkmar Kühn: Arbeitsbesuch, Gera 2017.
Fernsehporträts Lebensläufe: Volkmar Kühn – Der Herr der langen Finger, MDR, 2018 (Buch und Regie: Daniel Baumbach; Länge: 30 Minuten; Erstsendung: 20. September 2018).
Einzelnachweise
Weblinks
Volkmar Kühn beim Verband Bildender Künstler Thüringen Susanne Ulbrich, Galerie Kontrapost: Bildhauer Volkmar Kühn
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Bildhauer (DDR) Kategorie:Person (Landkreis Greiz) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Mann