Validieren ist eine Methode der Kommunikation, die im Rahmen der Dialektisch-Behavioralen Therapie und auch im systemischen Kontext oder dem Coaching eingesetzt wird.

Etymologie

Das Verb validieren stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „etwas für rechtsgültig erklären, geltend machen, bekräftigen“.Duden: Das Fremdwörterbuch. Mannheim 2007, Lemma validieren, S. 1073. Das Substantiv Validieren steht also in einem direkten Zusammenhang zum kaufmännischen Begriff Valuta, das dem italienischen Wort valere entlehnt ist und die Bedeutung von „gelten, wert sein“ hat. Duden: Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. Mannheim 2007, Lemma Valuta, S. 886.

Methode

Das Ziel dieser Gesprächstechnik ist, einerseits das subjektive Empfinden des Patienten anzuerkennen, andererseits zu verdeutlichen, dass noch andere Verhaltens- und Erlebensweisen möglich wären, die gegebenenfalls hilfreicher (funktionaler) wären. Das Gegenteil ist die Invalidierung.

Beim Validieren werden sechs Stufen unterschieden:

V1 Ungeteilte Aufmerksamkeit: aktives Zuhören, Erinnern von vorher Gesagtem, Interessenssignale V2 Modalitätskonforme Kommunikation: Kognition → Kognition: „Meine Freundin hat mich angeschrien.“ → „Sie hatten also einen Konflikt mit ihrer Freundin.“ Emotion → Emotion: „Ich war stocksauer.“ → „Sie waren enorm wütend.“ V3 Kreuzmodale Kommunikation (Mind-Reading): Kognition → Emotion: „Meine Freundin hat mich Arsch genannt.“ → „Sie sind jetzt wütend.“ Emotion → Kognition: „Ich bin wütend.“ → „Sie denken wahrscheinlich: 'Der würde ich am liebsten den Kopf einhauen'.“ V4 Auf Biografie bezogene Kommunikation: Zusammenhang zwischen Erfahrung und Verhalten deutlich machen. Therapeut: „Ihre Freundin hat so wie Ihre Mutter geredet, von der Sie sich auch nie verstanden fühlten.“ V5: Auf gegenwärtigen subjektiven Kontext bezogene Kommunikation: Therapeut: „Sie denken, dass das Leben nur in fester Partnerschaft erträglich wäre.“ V6: Generalisierte Kommunikation: radikale Echtheit, vermitteln, dass das Verhalten normal ist und der Patient ein gleichwertiger Partner ist. Therapeut: „Bei dem, was ihnen da passiert ist, würde ich auch traurig werden.“

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Methode der Kommunikation Kategorie:Psychotherapie