Peter Arthur Stiege (* 19. Oktober 1904 in Berlin; † 22. April 1973 in Berlin (West)) war ein deutscher Schauspieler.

Leben Nach dem Besuch einer Berliner Schauspielschule bekam Stiege verschiedene Engagements, ehe er 1949 Intendant am Volkstheater Schweinfurt wurde. Gesellschaftlich war er als Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst aktiv. Nach der Schließung des Theaters 1952 siedelte er in die DDR über, arbeitete am Volkstheater RostockNeues Deutschland vom 24. Februar 1953, S. 4. und am Berliner Theater der Freundschaft. Bis 1960 drehte der vielseitig einsetzbare Schauspieler mehrere Filme bei der DEFA sowie beim Deutschen Fernsehfunk.

Anfang der 1960er Jahre ging Stiege wieder in die Bundesrepublik zurück, wo er am Saarländischen Theater in Saarbrücken unter der Intendanz Hermann Wedekinds neue Aufgaben fand. Der Saarländische Rundfunk wurde seine zweite Wirkungsstätte.

Peter A. Stiege war mit der Sängerin Emmi Linkenbach verheiratet und hat zwei Töchter.

Filmografie 1954: Der Fall Dr. Wagner 1954: Carola Lamberti – Eine vom Zirkus 1956: Drei Mädchen im Endspiel 1957: Schlösser und Katen 1956: Thomas Müntzer – Ein Film deutscher Geschichte 1958: Nur eine Frau 1958: Tatort Berlin 1958: Der Lotterieschwede 1958: Das Lied der Matrosen 1959: SAS 181 antwortet nicht 1959: Verwirrung der Liebe 1959: Ehesache Lorenz 1959: Eine alte Liebe 1959: Fernsehpitaval: Der Fall Jakubowski (Fernsehreihe) 1960: Fernsehpitaval: Der Fall Haarmann 1960: Seilergasse 8 1960: Flucht aus der Hölle (Fernsehserie, 4 Teile) 1967: Kennwort Kettenhund

Theater 1953: Erich Blach: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (Volkstheater Rostock) 1953: Z. Ssolodar: Ferien am Waldsee (Erfinder) – Regie: Gustav Wehrle (Theater der Freundschaft) 1954: Molière: Der Bürger als Edelmann (Philosoph) – Regie: Otto Dierichs (Theater der Freundschaft) 1954: Wiktor Rosow: Ihre Freunde (Vater) – Regie: Gustav Wehrle (Theater der Freundschaft) 1954: Hanuš Burger/Stefan Heym: Tom Sawyers großes Abenteuer (Staatsanwalt) – Regie: Josef Stauder (Theater der Freundschaft) 1955: Vera Ljubimowa: Schneeball – Regie: Josef Stauder (Theater der Freundschaft) 1955: Miroslav Stehlik nach Nikolai Ostrowski: Wie der Stahl gehärtet wurde – Regie: Josef Stauder (Theater der Freundschaft) 1956: Herta Greef: Mann und Frau im Essigkrug – Regie: Hans-Dieter Schmidt (Theater der Freundschaft) 1956: Josef Kajetán Tyl: Schwanda, der Dudelsackpfeifer von Strakonitz – Regie: Josef Stauder (Theater der Freundschaft) 1956: Curt Corrinth: Trojaner (Fenner) – Regie: Robert Trösch/Benno Bentzin (Theater der Freundschaft)

Hörspiele 1962: Lester Powell: Die Dame schreibt – Regie: Albert C. Weiland (Kriminalhörspiel (8 Teile) – SWR) 1962: Jean-Paul Sartre: Nekrassow (Landstreicher) – Regie: Peter Arthur Stiller (Hörspiel – SR) 1963: Lester Powell: Die Dame im Schnee – Regie: Albert C. Weiland (Kriminalhörspiel – SR) 1964: Francis Durbridge: Nur über meine Leiche – Regie: Wilm ten Haaf (Kriminalhörspiel – SR) 1964: Otto Heinrich Kühner: Die Übungspatrone (Beamter) – Regie: Otto Kurth (Hörspiel – SR/BR) 1965: Gustave Flaubert: Die Legende von St. Julian dem Gastfreien (Alter Mann) – Regie: Günter Bommert (Hörspiel – SR) 1965: Kay Hoff: Konzert an vier Telefonen (Ehemann) – Regie: Horst Loebe (Hörspiel – SR/RB) 1966: Ilse Aichinger: Die größere Hoffnung – Regie: Hans Bernd Müller (Hörspiel – SR) 1967: Gale Pedrik: Nur einer kommt in Frage – Regie: Klaus Groth (Kriminalhörspiel – SR) 1968: Ted Ferguson: Der Kunstgriff – Regie: Günter Braun (Kriminalhörspiel – RIAS) 1968: Alain Franck: Edwards Neffen – Regie: Klaus Groth (Kriminalhörspiel – SR)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Darstellender Künstler (DDR) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1973 Kategorie:Mann