Alexandrium tamarense ist ein Dinoflagellat. Er ist toxisch und Auslöser der Paralytischen Muschelvergiftung (PSP), einer Krankheit, die beim Menschen auftritt.

Merkmale Die Theca von Alexandrium tamarense ist aus glatten und dünnen Platten aufgebaut. Im Lichtmikroskop sind sie schlecht zu erkennen. Es sind besondere Methoden der Färbung, Quetschtechniken für die Theka oder Rasterelektronenmikroskopie erforderlich. Die Epitheka ist breit konisch, die zugehörigen Schultern sind undeutlich. Die Hypotheka ist im Profil häufig nicht erkennbar. Sie ist leicht trapezoid und am hinteren Ende konkav. Eine ausgeprägte, auffällige Pore ist in der ersten Apikalplatte zu finden; wenn die Zellen aber noch ganz erhalten sind, ist sie jedoch nicht erkennbar. Antapikale Dornen oder apikale Hörner sind nicht vorhanden.

Taxonomie Das Fettsäureprofil der Kultur von A. tamarense zeigt ein Überwiegen von Palmitinsäure (C16:0), Ölsäure (C18:1(ω-9)), Stearidonsäure C18:4(ω-3), C18:5(ω-3) und Docosahexaensäure (C22:6(ω−3)). Dies stimmt mit einer Vielzahl anderer Arten der Dinoflagellaten überein.

Lebenszyklus Der Lebenszyklus ist heteromorph. Es sind benthische Ruhestadien vorhanden. Sie sind glatt und elliptisch. Eine Schleimschicht umgibt sie.

Vorkommen Alexandrium tamarense kommt häufig in mediterranen Küstengebieten vor.

Systematik Alexandrium tamarense wurde zuerst als Gonyaulax tamarensis geführt, im Jahr 1995 wurde sie zu der Gattung Alexandrium gestellt.Balech, E. (1995): The genus Alexandrium Halim (Dinoflagellata). S. 1–151. Sherkin Island: Sherkin Island Marine Station.

Einzelnachweise Liang, Zhongxiu; Li, Jian; Li, Jitao; Tan, Zhijun; Ren, Hai; Zhao, Fazhen (July 8, 2014). Toxic Dinoflagellate Alexandrium tamarense Induces Oxidative Stress and Apoptosis in Hepatopancreas of Shrimp (Fenneropenaeus chinensis. Ocean University of China 13 (6): 1005–1011. .

Genutzte Literatur Robert Hofrichter (Hrsg.): Das Mittelmeer II/1. 2003, ISBN 3-8274-1090-8.

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