Der Laufbach ist ein Gewässer im baden-württembergischen Landkreis Rastatt und im Ortenaukreis. Nach einem erst westlichen bis nordwestlichen Lauf im Nordschwarzwald und einem dann nördlichen in der Oberrheinischen Tiefebene mündet er 23 Kilometer unterhalb seiner Quelle bei Rheinmünster von links in den Sulzbach (den Unterlauf des Sasbachs). Dieser läuft, zuletzt als Mühlbach, über den Acher-Unterlauf Rheinseitengraben lange parallel zum Rhein und mündet dann bei Wintersdorf in ihn.

Geographie Das Quellgebiet des Laufbachs liegt in der Nähe der Schwarzwaldhochstraße (B500) bei Unterstmatt am Muhrkopf und am Hochkopf auf einer Höhe von ca. . Hier entspringt er unter dem Namen Erzgrubenbächle, heißt dann noch ein weiteres kurzes Stück Stollenbächle, um dann schon 2 km nach seinem Ursprung am Zulauf des linken Dreibrunnenbächles und vor der ersten Ansiedlung Glashütte an seinem Ufer seinen eigentlichen Namen anzunehmen.

Der Laufbach fließt westnordwestlich durch den Zinken Glashütte, wo er auf einer Höhe von rund einen kleinen Stausee, die Laufbachsperre, durchquert. Die 6,4 Meter hohe Talsperre wurde 1923 erbaut; der See dient der Energiegewinnung und dem Hochwasserschutz. Das zugehörige Kraftwerk liegt rund 2,4 Kilometer talwärts auf einer Höhe von etwa .

Beim Austritt aus dem Schwarzwald durchquert der Laufbach den Ort Lauf (Baden), an dessen oberem (östlichen) Rand er einen kleinen Wasserfall (Laufen) bildet. In Lauf mündet auch das Lautenbächel, ein erster und mit 3,5 km längerer Zufluss aus dem Südosten. Unterhalb des Ortes verläuft der Laufach nach Nordwesten, passiert Ottersweier, wo der Röderbach einmündet, und unterquert kurz darauf den Sasbach-Flutkanal.

Ein gut zwei Kilometer langer Abschnitt beim Weiler Breithurst (zu Ottersweier) wurde 1988 als einziges naturnahes Fließgewässer im weiten Umkreis eingestuft und ist seit 1989 Teil des Naturschutzgebietes Waldhägenich. Nach Angaben von 2011 ist der Laufbach auch in diesem Bereich begradigt; die Querprofile und Strömungsverhältnisse sind relativ gleichförmig. Allerdings sind die Uferstrukturen naturnah. Andere Teile des Laufbachs sind weitgehend begradigt; er fließt nun im Wesentlichen nördlich und mündet schließlich östlich von Rheinmünster-Stollhofen in den Sulzbach genannten Kanal, den der folgende Abschnitt beschreibt.

Korrektion Im Lauf der Acher-Rench-Korrektion baute man für den Laufbach und seinen Zufluss Röderbach den Laufbach-Röderbach-Flutkanal. Er zweigt südlich von Otterbach vom Laufbach ab und vereinigt sich mit dem Sasbach-Flutkanal zum Sasbach-Laufbach-Röderbach-Flutkanal. Dieser Flutkanal endet im Natur- und Landschaftsschutzgebiet Waldhägenich im Hochwasserrückhaltebecken Hägenich. Das Rückhaltebecken entwässert in den Sulzbach. Dem Sulzbach fließt von rechts das Kleine Sulzbächle zu; später nimmt er auch den Unterlauf des Laufbachs von links auf.

Weblinks Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Laufbachs auf:

Einzelnachweise LUBW Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Laufbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe:

Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.

Länge:

Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN). Summe aus Länge und Basisstationierung Vorfluter nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).

Mündungsverhältnisse und Namen nach dem Layer Gewässernamen des Online-Kartenservers der LUBW. Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg, Laufbach westlich Hägenichwald, Nr. 173142160035. (Abgerufen am 6. September 2019). Steckbrief TSP Laufbach bei der LUBW (abgerufen am 6. September 2019).

Andere Belege

Riegelsberger, Acher-Rench-Korrektion, S. 150; W. Schweinfurth, H. Klüver: Bühl. Naturraum und Siedlung. In: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Der Landkreis Rastatt. Thorbecke, Stuttgart 2002, ISBN 3-7995-1364-7, S. 381–400, hier S. 389. Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe: Würdigung des geplanten Natur- und Landschaftsschutzgebietes “Waldhägenich”. Karlsruhe 1988.

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