Beatrix von Pilgrim (* 22. November 1959 in Heidelberg) ist eine deutsche Szenografin und bildende Künstlerin, die in Braunschweig lebt.http://www.bvpilgrim.com

Biographie Pilgrim studierte Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie an der TU Braunschweig. Sie war Bühnen- und Kostümassistentin am Schauspielhaus Hamburg bei bekannten Regisseuren wie Ernst Wendt, Augusto Fernandez und Peter Zadek. Anschließend studierte sie Bühnenbild in der Klasse des Malers, Regisseurs, Bühnen- und Kostümbildners Achim Freyer (UDK, vormals HDK) in Berlin. Das Studium wurde flankiert durch Assistenzen (bei Achim Freyer und Robert Wilson) und ersten eigenen Bühnenarbeiten am Volkstheater München.

1993 bis 1999 war sie Chefbühnenbildnerin und Leitungsmitglied am Freiburger Theater unter der Intendanz von Hans J. Ammann. In dieser Zeit entstanden viele herausragende Uraufführungen vor allem im Bereich des neuen Musiktheaters.

1998 wurde ihre Arbeit Rose Bernd zum Theatertreffen Berlin eingeladen. 2000 war sie beteiligt an einer Tanzproduktion, Barbara/o, die zum Adelaide festival nominiert ist. 2001 wird Hyperion beste Opernarbeit.

2008 gründete sie mit der Autorin und Regisseurin Ingrid Lausund das freie Label „lausundproductions“lausundproductions – fünf frei produzierte Uraufführungen mit wechselnden Ensembles, die in Berlin, Hamburg und an vielen anderen Orten tourten.http://www.lausundproductions.com

Von Frühjahr 2004 bis Herbst 2011 hatte Beatrix von Pilgrim eine Professur für Szenografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Werk Bühnenräume und Kostüme (Auswahl) 1987 Ein Sommernachtstraum, Regie Urs Schaub, Landesbühne Wilhelmshaven

1988 Die Gewehre der Frau Carrar, Regie Valentin Jeker, Schauspielhaus Bochum Haus Herzenstod, Regie Wolf Redl, Schauspielhaus Bochum

1989 Sanierung (UA), Regie Jörg Bissmeier, Schauspielhaus Zürich

1990 Der letzte Gast (UA), Regie Achim Benning, Schauspielhaus Zürich

1991 Weissman und Rotgesicht, Regie Volker Schmaloer, KAmemrspiele Bochum

1992 La maladie de la mort (UA), Regie Elke Lang, TAT Frankfurt

1993 Urfaust, Regie Beat Fäh, Theater Freiburg

1994 Die Troerinnen, Regie Urs Troller, Theater Freiburg Der Kaufmann von Venedig, Regie Urs Troller, Theater Freiburg

1995 Orlando, Regie Albrecht Faasch, Oper Freiburg Ab jetzt, Regie Bea von Malchus, Theater Freiburg Des Kaisers neues Kleid (UA), Regie Christian Kohlmann, Stuttgarter Hofkonzerte

1997 Die Eroberung von Mexico, Regie Gerd Heinz, Oper Freiburg top dogs, Regie Gerd Willert, Theater Freiburg

1998 Rose Bernd, Regie Valentin Jeker, Schauspiel Bonn

1999 Heimat (UA), Regie Gerd Heinz, Oper Freiburg Splendids, Regie Valentin Jeker, Theater Freiburg

2000 Barbara/0 (UA), Regie AC Rommen, Adelaide festival/Hebbeltheater Berlin Das Märchen nach ewig und drei Tagen (UA), Regie Christian Kohlmann, Schlossfestspiele Schwetzingen Nixon in China, Regie Lynn Binstock, Oper Freiburg

2001 Hyperion (UA), Regie Jörg Behr, Oper Freiburg Das harte Brot, Regie Valentin Jeker, Schauspiel Mainz

2002 Bandscheibenvorfall (UA), Regie Ingrid Lausund, Schauspielhaus Hamburg Zuhause (UA), Regie Ingrid Lausund, Schauspiel Köln

2003 Konfetti (UA), Regie Ingrid Lausund, Schauspielhaus Hamburg Das Leben ein Hobby (UA), Regie Ingrid Lausund, Schauspiel Köln

2004 Tannhäuser, Regie Tilman Knabe, Oper Bremen Carmen, Regie Eike Gramss, Oper Bern

2005 Ode an die Freude (UA), Regie Ingrid Lausund, Schauspielhaus Hamburg

2006 Richard II, Regie Valentin Jeker, Theater Karlsruhe

2007 Der Kaufmann von Venedig, Regie Valentin Jeker, Theater Oberhausen

2009 Benefiz (UA), Regie Ingrid Lausund, lausundproductions Samson und Dalilah, Regie Tilman Knabe, Oper Köln

2010 Der Weg zum Glück (UA), Regie Ingrid Lausund, Deutsches Theater Berlin

2011 Tristan und Isolde, Regie Tilman Knabe, Oper Mainz

2012 Zeit (UA), Regie Ingrid Lausund, lausundproductions

2014 Cargo Fleisch (UA), Regie Clemens Bechtel, Schauspielhaus Hamburg Hamlet, Regie Stephan Rottkamp, Theater Braunschweig

2015 Das Missverständnis, Regie Nicola May, Theater Baden-Baden

Ausstellungen/Performances (Auswahl) 1991 Ausstellungsbeteiligung, Galerie Beyer, München 2000 Performance BARBARA/O, Adelaide festival 2004 Rauminstallation, Allgemeiner Konsumverein Braunschweig 2008 Rauminstallation, Allgemeiner Konsumverein Braunschweig 2014 Performance, Allgemeiner Konsumverein Braunschweig

Auszeichnungen (Auswahl) 1999 Nominierung zum Berliner Theatertreffen mit Rose Bernd 2000 Nominierung zum Adelaide festival mit BARBARA/O 2001 Nominierung als beste Opernarbeit mit Hyperion 2012 Nominierung als beste Inszenierung mit Zeit (Rolf-Mares-Preis)

Veröffentlichungen (Auswahl) Performativ, Architektur und Kunst, Jovis Verlag Berlin 2007, ISBN 978-3-939633-14-3. Beyond the white cube, Berlinische Galerie, Berlin 2012, zur Download-Seite. Raumverschiebung, Black Box – White cube, Leipzig 2014, ISBN 978-3-487-15071-0.

Lehrtätigkeiten Professur für Szenografie, HFG Karlsruhe 2004–2011 Dozentin für Szenografie, HFG Karlsruhe 2011–2014 Dozentin für Szenografie, HMT Leipzig, 2011/12

Interdisziplinäre Arbeiten (Auswahl) 1997 Gründungsmitglied Lichtakademie Freiburg 1995–2001 Kuratoriumsmitglied Festspielhaus Hellerau 1995–1998 künstlerische Beratung beim Um- und Neubau des Freiburger Theaters 2005, 2006 Inszenierung Henri-Nannen-Preis. Schauspielhaus Hamburg 2007–2011 Hochschulratsmitglied HFG Karlsruhe

Literatur Ingrid Bigler-Marschall: Pilgrim, Beatrix von. In: Deutsches Theater-Lexikon. Nachtragsband 5: Pe–Schad. De Gruyter, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-036177-3, S. 52–52.

Weblinks www.bvpilgrim.com www.lausundproductions.com

Einzelnachweise

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