Der , auch ’s , oder genannt, war eine Auseinandersetzung im Laufe der Neuseelandkriege. Sie fand vom 11. März 1845 bis zum 11. Januar 1846 in der Region der statt. Der Konflikt steht für die Herausforderung der britischen Autorität durch , bei der der britische Flaggenmast auf dem ( ) bei , heute , viermal gefällt wurde. Der Flaggenmast war einst ein Geschenk von an den ersten britischen Residenten, .

Der Krieg umfasst mehrere Gefechte, darunter die Schlacht von bei am 11. März 1845, die Schlacht von am 23. Juni 1845 und die Belagerung des in vom 27. Dezember 1845 bis zum 11. Januar 1846.

Ursachen Der Vertrag von Waitangi wurde am 6. Februar 1840 erstunterzeichnet und ein Konflikt zwischen der britischen Krone und den Iwi war in der Folge vorprogrammiert. Vordergründig schuf der Vertrag eine gesetzliche Grundlage für die Anwesenheit der Briten in Neuseeland. Er wird noch heute als eigentliches Gründungsdokument Neuseelands angesehen. Allerdings verstanden beide Parteien – und in der Tat sogar die meisten einzelnen Unterzeichner – den Vertrag unterschiedlich. Die Māori glaubten, der Vertrag garantiere ihnen den weiteren Besitz ihres Landes und den Schutz ihrer Gebräuche. Viele Briten dachten, dass er das Land für die Masseneinwanderung und Besiedlung geöffnet habe. Am 21. Mai 1840 wurde Neuseeland formell von der britischen Krone annektiert. 1841 wurde die Hauptstadt nach Auckland, etwas mehr als 200 km südlich von Waitangi verlegt.

In der Bay of Islands war Hone Heke, einer der Erstunterzeichner des Vertrages von Waitangi, zunehmend unzufrieden mit dem Ergebnis der Unterzeichnung. Unter anderem störte Heke die Verlegung der Hauptstadt nach Auckland. Auch hatte der Governor in Council einen Zoll auf alltägliche Handelswaren eingeführt. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Walfänger, die Kororareka ansteuerten. Zuvor lagen ständig bis zu 20 Walfangschiffe in der Bay of Islands. Der Rückgang der Schiffe verursachte einen starken Rückgang der Einnahmen der Ngā Puhi. Heke und sein Cousin Titore teilten sich nämlich eine von ihnen erhobene Abgabe in Höhe von £5 auf jedes Schiff, das in die Bucht einfuhr. Pomares Problem war, dass er nicht länger Einnahmen von den amerikanischen Schiffen erzielte, die bei Otuihu gegenüber von Opua anlegten.

Heke und der Häuptling der Ngā Puhi, Pomare II, hatten Berichte des seit 1840 geschäftsführenden Konsuls der Vereinigten Staaten, William Mayhew gehört. Dieser und andere US-Amerikaner sprachen über die erfolgreiche Revolte der amerikanischen Kolonien gegen England in Angelegenheiten der Besteuerung. Heke besorgte sich von Henry Green Smith, einem Ladeninhaber in Wahapu, der Mayhew als geschäftsführender Konsul nachgefolgt war, eine US-Flagge. Nachdem Heke den Flaggenmast das zweite Mal gefällt hatte, setzte Heke die Stars and Stripes auf dem beschnitzten Hecksteven seines Kriegskanus.

Befindlichkeiten der Ngāpuhi In der Bay of Islands gab es einen vagen, aber weitverbreiteten Glauben, dass der Vertrag von Waitangi nur ein Trick der Pākehā sei. Es sei die Absicht der Weißen, das gesamte Land der Māori in Besitz zu nehmen, wenn sie stark genug geworden sind. Dazu kommen Hekes Ansichten über die erhobenen Zölle. Es gab weiterhin die Meinung, dass die britische Flagge am Flaggenmast auf dem Flagstaff Hill über der Siedlung Kororareka, anzeige, dass die Māori taurekareka (Sklaven) von Königin Victoria geworden seien. Diese Unzufriedenheit scheint durch Gespräche mit amerikanischen Händlern weiter gefördert worden zu sein. William Colenso, Drucker der Missionsgesellschaft CMS, schrieb in seiner Aufzeichnung zur Unterzeichnung des Vertrages von Waitangi, dass

mini|Denkmal in Russell für die bei der Brandschatzung von Kororareka getöteten Besatzungsmitglieder der HMS Hazard

Der Prozess und die Hinrichtung von Wiremu Kingi Maketu für Mord im Jahre 1842 war nach Meinung von Erzdiakon Henry Williams der Beginn von Hekes Widerstand gegen die Kolonialverwaltung. Heke begann unter den Ngāpuhi Unterstützung für eine Rebellion zu sammeln. Erst 1844 suchte Hone Heke offiziell die Unterstützung von Te Ruki Kawiti und anderen Führern der Ngāpuhi, indem er ihnen ein „ngākau“ übergab, also dem Brauch folgte, um Hilfe bei Stammesstreitigkeiten zu erbitten. Dies kann z. B. durch Übergabe eines Gegenstandes wie eines Steines erfolgen.

Hone Heke zieht gegen Kororareka Hone Heke und Te Ruki Kawiti arbeiteten Pläne aus, die Kolonialkräfte in eine Schlacht zu ziehen. Dazu sollten gezielte Provokationen gegen den Flaggenmast auf dem Maiki Hill am Nordende von Kororareka (Russell) erfolgen.

Im Juli 1844 beleidigte Kotiro, eine frühere Sklavin von Heke, diesen öffentlich. Kotiro war 15 Jahre zuvor bei einem südlichen Stamm gefangen worden und lebte nun mit ihrem englischen Ehemann namens Lord, dem Schlachter des Ortes, zusammen. Es gibt verschiedene Versionen des Ereignisses. Cowan schreibt 1922, dass Kotiro mit anderen Frauen gebadet habe. Während einer hitzigen Diskussion über Heke, soll sie ihn als upoko poaka oder Schweinekopf bezeichnet haben. Heke erfuhr dies und nutzte es als Vorwand für den geplanten Angriff auf den Ort.

Carleton stellte es 1874 so dar, dass schon die Anwesenheit von Kotiro und ihr Status als entlaufene Sklavin der Vorwand war. Heke habe sein Eigentum zurückgefordert. Der Bote Hekes habe die Nachricht im Metzgerladen überbracht, wo mehrere fette Schweine hingen. Die Frau habe Hekes Ansprüche vehement abgelehnt, auf eines der Schweine gezeigt und gesagt „das ist Heke“.Carleton, Hugh, (1874) The Life of Henry Williams, Vol. II, S. 81–82:

In jedem Fall nutzte Heke die Beleidigung als Vorwand in den Ort einzudringen und von Lord eine Geldzahlung als Kompensation für die Beleidigung zu verlangen. Dies wurde verweigert, so dass Heke und seine Krieger mehrere Tage im Ort blieben. Vordergründig, um auf der Zahlung zu bestehen, in Wirklichkeit aber um die Reaktion der Pākehā auszutesten.

Der Auckland Chronicle berichtete, Heke und seine Krieger hätten mit ihren Äxten vor den Gesichtern der Weißen herumgefuchtelt, einige weiße Frauen belästigt, sich entblößt und alles aus Lords Haus herausgeholt.Auckland Chronicle:

Der Flaggenmast fällt das erste Mal mini|Darstellung des Hügels um 1840 Am 8. Juli 1844 wurde der Flaggenmast auf dem Flagstaff Hill (Maiki Hill) am Nordende von Kororareka (heute Russell) das erste Mal durch den Häuptling der Pakaraka, Te Haratua gefällt. Heke wollte den Mast selbst fällen, wurde durch Erzdiakon William Williams aber überzeugt, es nicht zu tun.

Der Auckland Chronicle berichtete: „[sie] zogen dann weiter zum Flaggenmast, den sie vorsätzlich fällten, mit dem Vorsatz die Regierung zu beleidigen und ihre Unzufriedenheit mit der britischen Autorität zum Ausdruck zu bringen.“Moon, Paul and Biggs, Peter (2004) The Treaty and Its Times, Resource Books, Auckland

In der zweiten Augustwoche 1844 kam die Bark Sydney von New South Wales in der Bay of Islands an. Sie hatte 160 Offiziere und Mannschaften des 99. Regiments an Bord. Am 24. August 1844 kam Gouverneur Robert FitzRoy von Auckland auf der HMS Hazard in der Bay an. Sie wurde von der Regierungsbrig Victoria begleitet, auf der Truppen des 96. Regimentes unter Lieutenant-Colonel William Hulme waren. FitzRoy berief die Häuptlinge der Ngāpuhi für den 2. September zu einer Beratung in die Te Waimate Mission ein und entschärfte die Situation anscheinend. Tāmati Wāka Nene verlangte vom Gouverneur den Abzug der Truppen und etwas gegen die 1841 eingeführten Zölle zu tun, die zu wirtschaftlichen Nachteilen führten. Tāmati Wāka Nene und andere Häuptlinge der Ngāpuhi versuchten Heke in Schach zu halten und die Europäer in der Bucht zu schützen. Hone Heke besuchte das Treffen nicht, schickte aber einen Entschuldigungsbrief mit dem Angebot, den Flaggenmast zu ersetzen. Die Soldaten wurden nach Sydney zurückgeschickt. Die Einigung hielt aber nicht lange. Krieger der Ngāpuhi unter Führung von Te Ruki Kawiti und Hone Heke beschlossen die Europäer in Kororareka herauszufordern.

Der Flaggenmast fällt zwei weitere Male Am 10. Januar 1845 wurde der Flaggenmast ein zweites Mal umgelegt, diesmal von Heke. Am 17. Januar wurden ein Unteroffizier und 30 Mann zum Schutz des Mastes angelandet. Ein neuer, stärkerer Flaggenmast, der unten mit Eisen beschlagen war, wurde am 18. Januar aufgestellt und um ihn ein Wachposten errichtet. Nene und seine Männer orderten Wachen für den Flaggenmast ab, aber am nächsten Tag war der Mast erneut gefällt. Gouverneur Fitz Roy bat in New South Wales erneut um Verstärkungen.

Anfang Februar 1845 begannen Kawitis Krieger die Siedler ein oder zwei Meilen von Kororareka auszuplündern. Die Hazard kam am 15. Februar von Auckland und hatte Material zum Bau eines Blockhauses an Bord. Innerhalb weniger Tage war es um die Basis des Mastes errichtet und von 20 Soldaten als Wachmannschaft besetzt. Kurz darauf kaufte die Regierung den Mast eines im Hafen liegenden ausländischen Schiffes und installierte ihn als vierten Fahnenmast.New Zealand Electronic Text Centre The New Zealand Wars: A History of the Maori Campaigns and the pioneering Period: Volume I (1845–64). Kapitel 4: The fall of Korarareka.

Die Britischen Kräfte umfassten 60 Soldaten des 96. Regiments und etwa 90 Royal Marines und Seeleute der Hazard, dazu Kolonisten und Seeleute von den Handelsschiffen, die etwa 200 bewaffnete Männer stellten.

Plünderung von Kororareka, der Mast wird das vierte Mal gefällt Der nächste Angriff auf den Flaggenmast am 11. März 1845 war eine ernstere Angelegenheit. Am 7. und 8. März gab es Zusammenstöße zwischen Ngāpuhi-Kriegern unter Hone Heke, Kawiti und Kapotai. Für den nächsten Tag, einen Sonntag, wurde eine Waffenruhe ausgerufen. An diesem Tag suchte der Erzdiakon der protestantischen Missionsstation, Brown, das Lager von Heke auf und feierte einen Gottesdienst mit ihm und seinen Leuten. Ein katholischer Priester feierte eine Messe für die Krieger von Kawiti, die Christen waren. Am Montag näherten sich Ngāpuhi-Krieger Kororareka, wurden aber beschossen. Ein späterer Bericht über die Angriffsvorbereitungen durch Missionare der CMS sagt aus, dass am Montag die Pläne von Heke dem Händler Gilbert Mair bekannt worden, der den Polizeirichter Beckham informierte. Dieser informierte Leutnant Phillpotts auf der Hazard, die Botschaft soll aber „mit Gleichgültigkeit, vermischt mit Geringschätzung“ aufgenommen worden sein.

Im Morgengrauen des Dienstags, 11. März, griffen etwa 600 Māori mit Musketen, doppelläufigen Flinten und Äxten Kororareka an. Hone Hekes Krieger griffen den Wachposten an, töteten alle Verteidiger und fällten den Flaggenmast ein viertes Mal. Zur gleichen Zeit, möglicherweise als Ablenkungsmanöver – griffen Te Ruki Kawiti und seine Männer die Siedlung Kororareka an. Am frühen Nachmittag explodierte das Pulvermagazin bei Polacks Palisade und umliegende Gebäude fingen Feuer. Die Garnison von etwa 100 Männern und Matrosen der Hazard konnten sich halten, bis die Einwohner auf die in der Bucht ankernden Schiffe evakuiert waren. Leutnant Phillpotts von der HMS Hazard ordnete den Beschuss von Kororareka mit Kanonen an. Die Māori plünderten die Gebäude und die meisten Gebäude im Norden des Ortes wurden niedergebrannt. Heke hatte angeordnet, dass das Südende der Gemeinde, wo sich die Kirche und die Häuser der Missionare befanden, nicht angerührt werden sollten. Tāmati Wāka Nene und seine Krieger beteiligten sich nicht an diesem Angriff. 19 oder 20 Europäer kamen ums Leben und etwa 23 wurden verwundet.

Am nächsten Morgen segelten die Überlebenden auf der Hazard, der 21-Kanonen-Korvette der Vereinigten Staaten USS St. Louis, der Regierungsbrigantine Victoria und dem Schoner Dolphin nach Auckland. Heke und Kawiti waren siegreich und die Europäer erst einmal erniedrigt worden.

Angriff auf Pomares Pā mini|HMS North Star zerstört Pomares Pā, 1845. Gemälde von John Williams.