Die Steinzeitkinder ist ein deutsches Puppenspiel der Augsburger Puppenkiste aus dem Jahr 1972. Produziert wurde das vierteilige Stück vom Hessischen Rundfunk. Es basiert auf den Comics Barna Hedenhös von Bertil Almqvist.
Handlung Die Handlung wurde gemäß der vier Episoden in vier Abschnitte eingeteilt:
Fahrt nach Ägypten Vor viertausend Jahren lebte einmal in der Steinzeit die Familie Hedenhös. Sie besteht aus Vater Ben, Mutter Knuta und ihren beiden Kindern, Fliesa und Sten. Sie führen ein ruhiges Leben mit ihren Tieren und mit ihren Nachbarn. Doch eines Tages landet am Strand ein fremdes Schiff. Fliesa und Sten werden von ägyptischen Seeleuten gefangen, die sie irrtümlicherweise für Affen halten. Nachdem sie ihren Fehler bemerkt haben, dürfen Fliesa und Sten dafür ein paar Wochen in Ägypten bleiben. Sie freunden sich mit der Familie Nielson an, die ebenfalls Kinder haben.
Erstausstrahlung: 8. Oktober 1972
Urlympische Spiele Wieder zu Hause, hat Vater Ben die vortreffliche Idee, „Urlympische Spiele“ abzuhalten. Gesagt getan: Es wird ein Stadion gebaut und Sportler aus aller Welt eingeladen. Die Urlympischen Spiele werden ein voller Erfolg.
Erstausstrahlung: 15. Oktober 1972
Inselreisen Durch den eingebrochenen Winter nach den Urlympischen Spielen hat die ganze Familie mit einer Erkältung zu kämpfen. Sie beschließen, mit einem selbstgebauten Flugzeug nach Mallorca zu fliegen. Auf Mallorca angekommen lernt die Familie den Häuptling Magaluv und seine Familie kennen. Diese haben ein Problem, denn ein Teufelsrochen macht den Strand der Insel unsicher. Vater Ben und Magaluv beschließen daher, den Zauberer und Flötenmeister Schopino zu überreden, den Rochen zu vertreiben. Schopino verwandelt den Rochen in einen Schmetterling, der daraufhin wegfliegt. Da sich Mallorca infolgedessen zu einer Touristenhochburg entwickelt, beschließt die Familie ihren nächsten Urlaub in England zu verbringen. Dort werden Fliesa und Sten ein weiteres Mal entführt. Diesmal von Beefsteakessern. Bei der Suche nach ihnen erhalten Vater Ben und Mutter Knuta Hilfe durch die beiden Detektive Sherlock Holmes und Dr. Watson.
Erstausstrahlung: 22. Oktober 1972
Weltraumabenteuer Mutter Knuta möchte den Mond von seinen staubigen Flecken befreien. Aus diesem Grund fliegt die ganze Familie mit einer von Vater Ben gebauten Rakete zum Mond. Bestens versorgt mit Proviant durch Fliesa und Sten ist der Mond nicht nur die einzige Etappe dieser Entdeckungstour. Vielmehr fliegen sie weiter zum Mars, wo sie von den dort in einer modernen Gesellschaft lebenden Menschen, die keine Hunde mehr kennen, in Empfang genommen werden. Zunächst bedeutet dies allerdings, dass sie von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Kurz darauf kommen sie jedoch wieder frei und es wird ausführlich in den Medien über sie berichtet.
Erstausstrahlung: 29. Oktober 1972
Hintergrund Nachdem Josef Göhlen die Redaktion für Kinder des Hessischen Rundfunks verlassen hatte, wollte Harald Schäfer mit den Steinzeitkindern neuen Wind wehen lassen. Doch die Serie versagte: Nach der Erstausstrahlung wurde dieses Puppenspiel nur viermal"Die Steinzeitkinder" im Fernsehen - fernsehserien.de abgerufen am 10. März 2019 wiederholt. Grund dafür waren wohl auch die vielen gezeichneten Standbilder, die hin und wieder gezeigt wurden. In der Serie sind zahlreiche Anspielungen vorhanden. So sind die steinzeitlichen Urlympischen Spiele beispielsweise eine Anspielung auf die später aufkommenden Olympischen Spiele. Ähnlich gelagert ist die Bezeichnungen Uropa als Vorläufer von Europa. Der Hexenmeister Schopino stellt eine Anspielung auf den polnischen Komponisten Frédéric Chopin dar, zumal er dessen Regentropfen-Prélude auf einem selbstgebauten Klavier spielt. Synchronisation Figur Sprecher Vater Ben Hedenhös Gerhard Jentsch Mutter Knuta Hedenhös Claudia Hansmann-Strubel Fliesa Hedenhös Gerlind Ohst Sten Hedenhös Christl Peschke Urax, der Urhund Hanns-Joachim Marschall Murra, die Urkuh Hanns-Joachim Marschall Schönhaar, das Urpferd Hanns-Joachim Marschall Pyram Nilson Claudia Hansmann-Strubel Ida Nilson unbekannt Vater Papyrus Nilson, ein Kaufmann Klaus Martin Heim Mutter Delta Nilson Margot Schellemann Nachbar Guhr Manfred Jenning Kommentator der urlympischen Spiele Herbert Meyer Magaluv, der Häuptling Sepp Wäsche Palma, seine Gattin Margot Schellemann Malle, ihr Sohn Hanns-Joachim Marschall Schopino Erich Ziemann Teufelsrochen Manfred Jenning Bertil Almqvist Gotthard Ebert Sherlock Holmes Klaus Martin Heim Dr. Watson Arno Bergler Beefsteakesser 1 Walter Oehmichen Beefsteakesser 2 Gotthard Ebert Sir Haupthammer, Chef of the bikers Horst Emanuel Lotse im Landeturm auf dem Mars Horst Emanuel Lotse 2 im Landeturm auf dem Mars Hanns-Joachim Marschall Sprecher von Radio Mars Sepp Wäsche Professor Gritchimisch Walter OehmichenDie zauberhaften Welten der Augsburger Puppenkiste. Abgerufen am 19. März 2010 (erloschen)
Die Sprecher wiederholen sich immer wieder im Film, deshalb sind hier nur die wichtigsten aufgelistet.
Medien 2006 erschien die DVD bei hr-LIGHTHOUSE im Auftrag von hr-Media. Die DVD ist nur in Sammlereditionen enthalten. Zudem ist das Titellied der Serie auf mehreren CDs enthalten.
Weblinks
Die zauberhaften Welten der Augsburger Puppenkiste
Einzelnachweise
Kategorie:Fernsehserie (Das Erste) Kategorie:Kinder- und Jugendfernsehserie Kategorie:Miniserie Kategorie:Fantasy-Fernsehserie Kategorie:Abenteuer-Fernsehserie Kategorie:Augsburger Puppenkiste Kategorie:Literaturverfilmung nach Autor (Schweden) Kategorie:Fernsehserie der 1970er Jahre