Im Amt Lieberose/Oberspreewald () im Landkreis Dahme-Spreewald des Landes Brandenburg sind acht Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Amtssitz ist die Gemeinde Straupitz (Spreewald). Das Amt entstand 2003 aus dem Zusammenschluss der Ämter Lieberose und Oberspreewald.

Geographische Lage mini|links|Verwaltungssitz in Straupitz mini|links|Zweigstelle der Verwaltung am Markt in Lieberose Das Amt liegt im Osten des Landkreises Dahme-Spreewald und grenzt im Norden an die amtsfreien Gemeinden Tauche und Friedland (Landkreis Oder-Spree), im Osten und Südosten an die amtsfreie Gemeinde Schenkendöbern, im Süden an die Ämter Peitz und Burg (Spreewald) (alle Landkreis Spree-Neiße), im Südwesten an die amtsfreie Stadt Lübbenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) und im Westen an die amtsfreie Stadt Lübben (Spreewald) sowie die amtsfreie Gemeinde Märkische Heide.

Gemeinden und Ortsteile Das Amt wird nach seiner Hauptsatzung von acht Gemeinden gebildet:

Alt Zauche-Wußwerk, , mit den Ortsteilen Alt Zauche (Stara Niwa) und Wußwerk (Wozwjerch) Byhleguhre-Byhlen, , mit den Ortsteilen Byhleguhre (Běła Gora) und Byhlen (Bělin) Jamlitz mit den Ortsteilen Leeskow (Łazk) und Ullersdorf (Ullerojce) Lieberose (Stadt) mit den Ortsteilen Blasdorf (Brjazka), Doberburg (Dobrośice), Goschen (Chošćišća) und Trebitz (Trjebac) Neu Zauche, , mit den Ortsteilen Briesensee (Brjazyna nad jazorom) und Caminchen (Kamjenki) Schwielochsee, , mit den Ortsteilen Goyatz (Gojac), Jessern (Jaserń), Lamsfeld-Groß Liebitz (Njagluz-Wjelike Libice) (Gemeindeteile Groß Liebitz und Lamsfeld), Mochow (Mochow), Ressen-Zaue (Rjasne-Cowje) (Gemeindeteile Ressen und Zaue) und Speichrow (Spěcharjow) Spreewaldheide, , mit den Ortsteilen Butzen (Bucyn), Laasow (Łaz), Sacrow (Zakrjow) und Waldow (Waldow) Straupitz (Spreewald),

Geschichte Das Amt Lieberose/Oberspreewald entstand bei der Gemeindereform in Brandenburg am 26. Oktober 2003 durch die Fusion der 1992 gebildeten Ämter Lieberose und Oberspreewald, nachdem dort die Einwohnerzahl jeweils unter die für ein Fortbestehen erforderliche 5000-Einwohner-Grenze gefallen war. Das frühere Amt Lieberose hatte zuletzt noch drei Gemeinden, das Amt Oberspreewald noch fünf Gemeinden. Die letzten Gemeindezusammenschlüsse wurden erst zeitgleich mit der Fusion der beiden Ämter rechtswirksam.

Die Gemeinden Byhleguhre-Byhlen, Neu Zauche, Spreewaldheide und Straupitz (Spreewald) sind offiziell zweisprachig.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 2003 8 483 2005 8 270 2010 7 746 2015 7 245 2020 7 067 Jahr Einwohner 2021 6 993 2022 7 008 2023 6 938 2024 6 89720256 860 Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. DezemberHistorisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 12–13Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), von 2011 bis 2021 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Amtsdirektor 2004–2024: Bernd BoschanBoschan ist endgültig neuer Amtsdirektor. In: Lausitzer Rundschau, 18. März 2004 seit 2024: Lars Grunow

Grunow wurde am 8. Oktober 2024 durch den Amtsausschuss für acht Jahre zum Amtsdirektor gewählt, nachdem sein Vorgänger Bernd Boschan vor dem regulären Ende seiner Amtszeit in den Ruhestand gegangen war.Amtsblatt des Amtes Lieberose/Oberspreewald, Jg. 21, Nr. 13 vom 13. Dezember 2024, S. 4

Weblinks

Amt Lieberose/Oberspreewald

Einzelnachweise Hauptsatzung des Amtes Lieberose/Oberspreewald vom 18. Februar 2009 (PDF, 532 kB).

Amt Lieberose/Oberspreewald. Kommunalverzeichnis des Landes Brandenburg, abgerufen am 1. Oktober 2023.

Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93.

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