Hans-Wolfgang Schega (* 20. Dezember 1915 in Dresden; † 10. Juli 2005 in Mainz) war ein deutscher Chirurg und Klinikdirektor.

Leben mini|Grab von Wolfgang Schega auf dem Hauptfriedhof Mainz Geboren 1915 in Dresden als Sohn von Ella Schega, geborene Böhme, und des Fabrikbesitzers Anton Schega, leistete Hans-Wolfgang Schega nach dem Abitur am König-Georg-Gymnasium seiner Heimatstadt von 1935 bis 1937 Wehrdienst und studierte anschließend in Freiburg im Breisgau, Graz und München Medizin. Nach Staatsexamen und der 1941 erfolgten Promotion zum Dr. med.Hans-Wolfgang Schega: Über das Verhalten der Gewebstemperaturen unter physiologischen Bedingungen und bei Anwendung therapeutischer Maßnahmen. Medizinische Dissertation München (22. Dezember) 1941. 1941 begann er seine ärztliche Tätigkeit – unterbrochen durch Kriegsdienst und Gefangenschaft. Ab Oktober 1945 war er als Assistenzarzt an der Chirurgischen Klinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. Sein chirurgischer Lehrer und Mentor seit 1946 war Prof. Dr. Herbert Peiper, seit 15. November 1946 Ordinarius für Chirurgie in Mainz. Nach Anerkennung als Facharzt für Chirurgie 1951 und seiner 1953 erfolgten HabilitationHans-Wolfgang Schega: Eine Methodik zur fortlaufenden Registrierung postinfusioneller Ödembildungen am Magen-Darm-Kanal des lebenden Versuchstieres. Habilitationsschrift. Medizinische Fakultät der Universität Mainz 1953 mehrere Jahre als Privatdozent und Erster Oberarzt.

Nach Ernennung zum außerplanmäßigen Professor 1959 wurde Schega 1961 Direktor der Chirurgischen Klinik der Städtischen Krankenanstalten Krefeld und war hier bis zum Erreichen der Pensionsgrenze Ende 1980 tätig. Diese Klinik war die größte außeruniversitäre chirurgische Klinik in Deutschland zu dieser Zeit. Von 1976 bis 1977 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

Als Vorsitzender des Ausschusses Qualitätssicherung bei der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie hat Wolfgang Schega seit 1976 die Grundlagen für die Qualitätssicherung in der Chirurgie und anderen medizinischen Fächern geschaffen.Siegfried Eichhorn, Wolfgang Schega, Hans-Konrad Selbmann: Qualitätssicherung in der stationären chirurgischen Versorgung: Ergebnisse einer Durchführbarkeitsstudie / hrsg. von d. Robert-Bosch-Stiftung. Gerlingen : Bleicher 1989. ISBN 3-922934-23-4

Wolfgang Schega war evangelisch, ab 1943 verheiratet mit Anne Schega, geborene Krauss, und hatte drei Kinder (Christiane, Stefanie und Sabine).

Auszeichnungen 1956: Von-Langenbeck-Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 1993: Paracelsus-Medaille

Literatur Schega, Hans-Wolfgang. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1064.

Weblinks Publikationen von W. Schega in PubMed Laudatio zur Verleihung der Paracelsus-Medaille. Deutsches Ärzteblatt. Band 90, 1993, Heft 19, S. A1–1447. Todesnachricht W. Schega. Ärzteblatt Rheinland-Pfalz. 2005; Heft 10: 41

Einzelnachweise

Kategorie:Chirurg Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Kategorie:Medizinische Qualitätssicherung Kategorie:Träger der Paracelsus-Medaille Kategorie:Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie Kategorie:Träger des von-Langenbeck-Preises Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1915 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann