Das Hörspiel des Monats ist ein Hörspielpreis, der seit 1977 monatlich von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Bensheim für jeweils ein Hörspiel vergeben wird. Die Auswahl trifft eine jährlich wechselnde, dreiköpfige Jury. Sie trifft ihre Wahl aus den von den Sendern für den Monat nominierten Ursendungen aller ARD-Sender sowie seit 2019 auch aus den Programmen des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) und des Österreichischen Rundfunks (ORF).Saarländischer Rundfunk hat 2019 die Jury „Hörspiel des Monats“ zu Gast. Pressemitteilung des Saarländischen Rundfunks vom 19. Dezember 2018, abgerufen am 9. März 2019 Aus den jeweils zwölf Hörspielen des Monats aus einem Jahrgang wird seit 1987 ein Hörspiel des Jahres gewählt. Ziel des undotierten Ehrenpreises ist es, der Kunstgattung zu publizistischer Resonanz und einem kritischen Echo zu verhelfen.

Seit 2005 wird das Hörspiel des Jahres in öffentlichen Vorführungen in Bensheim und Frankfurt am Main präsentiert. Das Hörspiel des Jahres gehört zusammen mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden zu den renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der Hörkunst.

Preisträger 1977 bis 1986 1977 Jury: Eva-Maria Lenz, Michael Schwarze, Günter Vogt, Vertretung: Volker Hage, gastgebender Sender: Hessischer Rundfunk (HR)

April: Salamander-Hotel von Don Haworth. Regie: Mathias Neumann (HR) Mai: Die Sonne des fremden Himmels von Irena Vrkljan und Benno Meyer-Wehlack. Regie: Zvonimir Bajsić (SDR/SFB) Juni: Pause. Text und Regie: Ferdinand Kriwet (WDR) Juli: E-Schock & Neuroleptika von Theodor Weißenborn. Regie: Günther Sauer (HR) August: The show must go on von Peter Greiner. Regie: Gerlach Fiedler (NDR) September: Große Sprünge von János Gosztonyi. Regie: Hans Bernd Müller (SFB) Oktober: Robert, ich, Fastnacht und die anderen von Thomas Brasch. Regie: Jörg Jannings (RIAS/NDR/SDR) November: Wollsachen von Sebastian Goy nach einem Roman von Lars Gustafsson. Regie: Hemann Naber (SWF/NDR) Dezember: Aktion Abendsonne. Text und Regie: Diethard Klante (HR)

1978 Jury 01-06: Eva-Maria Lenz, Michael Schwarze, Günter Vogt, Vertretung: Volker Hage, gastgebender Sender: Hessischer Rundfunk (HR)

Jury 07-12: Eckhart Schmidt, Birgit Thiel-Weidinger, Thomas Thieringer, gastgebender Sender: Bayerischer Rundfunk (BR)

Januar: Die Zwerge in der Stadt. Text und Regie: Urs Widmer (SDR/HR) Februar: … und bleibe ich immer Dein dankbar Dich liebendes Weib. Ein Leben in Briefen aus der Wilhelminischen Zeit von Valerie Stiegele. Regie: Ulrich Gerhardt (BR/hr/SFB) März: Die Verbände distanzieren sich von Herbert Lichtenfeld. Regie: Hanns Bernd Müller (RB) April: Geh aus mein Herz von Karl Otto Mühl. Regie: Heinz Dieter Köhler (WDR/SFB) Mai: Krankfeiern von Walter E. Richartz. Regie: Hermann Naber (BR/RIAS/WDR) Juni: Die neue Gesellschaft von Josef Škvorecký. Regie: Otto Düben (SDR) – Kunstkopfproduktion Juli: Der andere geigt, der nächste frißt Gras – Gertrud von Wolfgang Schiffer und Charles Dürr. Regie: Hein Bruehl (WDR) August: Fortsetzung einer Biographie von Hannelies Taschau. Regie: Otto Düben (WDR) September: Die 25. Stunde von George Tabori. Regie: George Tabori und Jörg Jannings (Mitarbeit) (RIAS) Oktober: Flüsterstücke oder Diese Rechte finden ihre Schranken von Dietrich Kayser. Regie: Raoul Wolfgang Schnell (BR/HR) November: Im Zirkus. Text und Regie: Raoul Wolfgang Schnell (WDR) Dezember: Musikwalze von Helga M. Novak. Regie: Hartmut Kirste (SDR)

1979 Jury 01–10: Eckhart Schmidt, Birgit Thiel-Weidinger, Thomas Thieringer, gastgebender Sender: Bayerischer Rundfunk (BR)

Jury 11–12: Peter Bellon, Hans Bender, Hans Jansen, Alfred Starkmann, Heinrich Vormweg, Vertretung: Norbert Schachtsiek-Freitag, gastgebender Sender: Westdeutscher Rundfunk (WDR)

Januar: Protest von Václav Havel, Regie: Friedhelm Ortmann (WDR/SDR/SRG) Februar: Was du willst von Reinhard Hummel (RB/RIAS) März: Berührungen von Anthony Ingrassia, Regie: Götz Naleppa (RIAS) April: Infarkt von Joachim Walther, Regie: Manfred Marchfelder (RB/SDR) Mai: Besuch aus London von Alf Poss, Regie: Ernst Wendt (BR/SWF) Juni: Richthofen von Gert Hofmann, Regie: Walter Adler (HR/NDR/RIAS) Juli: Unten im Schwarzwald, eine Talgeschichte von Guntram Vesper (SWF) August: Wer hat Angst vor dem Milchmann? von Theo Gallehr (RB) September: Der Aufsatz von Antonio Skármeta, Regie: Bernd Lau (SWF) Oktober: Die Blechschmiede von Arno Holz in Bearbeitung von Klaus M. Rarisch, Regie: Heinz von Cramer (BR/RIAS/WDR) November: Der Tribun von Mauricio Kagel (WDR) Dezember: Octave von Peter Stephan Jungk (SDR)

1980 Jury: Peter Bellon, Hans Bender, Hans Jansen, Alfred Starkmann, Heinrich Vormweg, Vertretung: Norbert Schachtsiek-Freitag, gastgebender Sender: Westdeutscher Rundfunk (WDR)

Januar: Unsere Träume vom privaten Leben von Christian Linder (WDR) Februar: Pflüger des Gletschers von George Ryga (SDR) März: Der Mörder klingelt nicht von Hans Häußler, Regie: Günther Sauer (HR/SDR) April: Die Schlange auf dem Kurfürstenplatz von Harald Kaas, Regie: Bernd Lau (BR/SWF) Mai: Frauen zwischen Hitler und Goethe von Rosa von Praunheim (RIAS) Juni: Scherereien mit Vater von Ernst Bruun Olsen, Regie: Ulrich Lauterbach (HR) Juli: Sprachspiel von Dieter Forte, Regie: Friedhelm Ortmann (WDR) August: Messerstecher von Erich Loest (WDR) September: Die Spitzensubstanz von Walter E. Richartz, Regie: Walter Adler (BR/HR/SFB) Oktober: Mein Großvater und die Weltgeschichte von György Dalos, Regie: Claus Villinger (SDR/NDR) November: Hilfe kommt mir von den Bergen von Gabriele Wohmann (WDR) Dezember: Der fliegende Mann von Fritz Rudolf Fries, Regie: Heinz von Cramer (SDR/HR)

1981 Jury 01-03: Peter Bellon, Hans Bender, Hans Jansen, Alfred Starkmann, Heinrich Vormweg, Vertretung: Norbert Schachtsiek-Freitag, gastgebender Sender: Westdeutscher Rundfunk (WDR)

Jury 04-12: Reinhard Döhl, Christian Hörburger, Rolf Vollmann, gastgebender Sender: Süddeutscher Rundfunk (SDR)

Januar: Vogelgezwitscher von James Saunders, Regie: Hans Hausmann (SRG/WDR) Februar: Das fröhliche Endspiel von Ria Endres, Regie: Heinz von Cramer (WDR) März: Heimfahrt zweiter Klasse von Bernd Hackländer, Regie: Günter Bommert (WDR) April: Die Ketzer-Chronik von Heinz von Cramer (SFB/BR/HR) Mai: Die Messer von Manfred Janke nach Walentin Petrowitsch Katajew, Regie: Heinz von Cramer (SR) Juni: Edelweißpiraten sind treu, Ensemble der Bühnen der Stadt Köln (WDR) Juli: Ritt auf die Wartburg von Friederike Roth, Regie: Otto Düben (SDR) August: Die Fremde ist auch nur ein Haus von Aras Ören, Regie: Götz Naleppa (RIAS) September: Die Flucht von Gillian Jones, Regie: Kaye Mortley (SR/HR) Oktober: Hell genug und trotzdem stockfinster von Peter Steinbach, Regie: Bernd Lau (WDR) November: Ein seltsames Testament von Robert Pinget, Regie: Otto Düben (SDR) Dezember: Großes Auto für den heiligen Pedro Claver Hubert Fichte, Regie: Peter Michel Ladiges (SFB/NDR/SDR)

1982 Jury 01-08: Reinhard Döhl, Christian Hörburger, Rolf Vollmann, gastgebender Sender: Süddeutscher Rundfunk (SDR)

Jury 09-12: Jens Brüning, Ruth Kotik (Kotikova), Bernd Schmidt, Vertretung: Renée Zucker, gastgebender Sender: RIAS Berlin

Januar: Zellengenossen von Janusz Anderman und Dniprestan von Alexander Afinogenow, Regie: Heinz von Cramer (WDR) / (SR/SFB) Februar: Noten an den Rand des Lebens von Christian Linder, Regie: Hans Gerd Krogmann (WDR) März: Kein Ort. Nirgends von Christa Wolf, Regie: Ernst Wendt (WDR/SDR) April: Der Schneider von Ulm von Barbara Honigmann, Regie: Otto Düben (SDR) Mai: Die verlorenen Spuren. Tagebuch einer Expedition zum Ursprung der Musik von Heinz von Cramer nach Alejo Carpentier, Regie: Heinz von Cramer (WDR) Juni: Becca kommt wieder von Sturmius Fischer, Regie: Ulrich Lauterbach (BR) Juli: Nicht vergeben August: Ein wahres Hörspiel von Hans Magnus Enzensberger nach Denis Diderot, Regie: Heiner Schmidt (SFB/SWF) September: Brandung von Gerhard Kelling, Regie: Rainer Clute (RIAS) Oktober: Konzert für Sprecher und Orchester e-moll von Dieter Kühn, Regie: Horst H. Vollmer (HR) November: Betriebsunfall von Bernard Krichefski (HR) Dezember: Eigentlich bin ich stumm von Jürgen Becker, Regie: Arturo Möller (WDR)

1983 Jury: Jens Brüning, Ruth Kotik (Kotikova), Bernd Schmidt, Vertretung: Renée Zucker, gastgebender Sender: RIAS Berlin

Januar: Festung Breslau – eine dokumentarische Radiorhapsodie von Jerzy Tuszewski (WDR) Februar: Brennende Geduld von Antonio Skármeta, Regie: Bernd Lau (SWF/BR/SFB) März: Fantastische Tragödie von der Zigeunerin Celestina oder Geschichte von Liebe und Zauber – samt einigen Zitaten aus der berühmten Tragikomödie von Calisto und Melibea von Alfonso Sastre, Regie: Götz Naleppa (RIAS) April: Die Mainzer Begegnung mit dem Tod von Hans Kasper, Regie: Oswald Döpke (SR/WDR) Mai: Auf Sand gebaut – Eine Berliner Kindheit von Harald Nehring, Regie: Jörg Jannings (RIAS) Juni: Mordende Worte von Peter Jacobi, Regie: Dieter Carls (WDR) Juli: Der Veteran von Marie Luise Kaltenegger, Regie: Ludwig Schultz (SFB) August: Drei schwere Fälle von Nächstenliebe von Werner Sprenger, Regie: Hartmut Kirste (BR) September: Brief an einen Sohn von George Ryga, Regie: Horst H. Vollmer (SDR/RIAS) Oktober: Jubiläum von George Tabori, Regie: Jörg Jannings (RIAS/BR) November: Der Heilige Krieg von Luís de Sttau Monteiro, Regie: Urs Helmensdorfer (NDR/DRS) Dezember: Countdown von Günter Kunert, Regie: Heiner Schmidt (BR)

1984 Jury 01: Jens Brüning, Ruth Kotik (Kotikova), Bernd Schmidt, Vertretung: Renée Zucker, gastgebender Sender: RIAS Berlin

Jury 02-12: Jutta Duhm-Heitzmann, Herbert Glossner, Josef Singldinger, gastgebender Sender: Norddeutscher Rundfunk (NDR)

Januar: So lebt er hin von Thomas Walter, Regie: Götz Naleppa (RIAS) Februar: Die einzige Geschichte von Friederike Roth, Regie: Heinz von Cramer (SDR) März: Der verbotene Garten – Fragmente über d'Annunzio von Tankred Dorst, Regie: Hans Gerd Krogmann (SDR)Siehe auch das Theaterstück „Der verbotene Garten“. April: Die rundeste Geschichte der Welt von Edwin Ortmann, Regie: Horst Loebe (NDR) Mai: …nach einer Lektüre von Orwell von Mauricio Kagel (WDR) Juni: Cordoba oder die Kunst des Badens von Melchior Schedler. Musik: Peter Zwetkoff. Regie: Otto Düben (SDR, Hörspiel des Jahrzehnts) Juli: Wallraff kommt von Wolf Deinert, Regie: Norbert Schaeffer (SFB) August: Der Schmetterlingstraum von Wang Meng, Regie: Heinz Dieter Köhler (WDR) September: Abgrund von Hans Häußler, Regie: Christian Gebert (SFB) Oktober: Frau Zarik von Ludwig Fels, Regie: Klaus Mehrländer (WDR) November: Requiem für einen spanischen Landmann von Bernd Lau nach Ramón J. Sender (NDR) Dezember: Angst auf der Haut – eine münchner Zukunftsgeschichte von Hans Jürgen Buber, Regie: Heinz Nesselrath (SWF)

1985

Jury 01-02: Jutta Duhm-Heitzmann, Herbert Glossner, Josef Singldinger, gastgebender Sender: Norddeutscher Rundfunk (NDR)

Jury 03-12: Klaus Robert Bachmann, Reinhard Hübsch, Stephan Krass, gastgebender Sender: Südwestfunk (SWF)

Januar: Woran ich mich erinnere von Ivana Trisic, Regie: Darko Tatic (SFB/ORF) Februar: H. ein Abendbild von Wilfried F. Schoeller (HR) März: Warum? Im Namen Gottes von J. P. R. Ochieng'-Odero (Jimi Patt Roberts), Regie: Günther Sauer (WDR) April: Von einer wunderbaren Aufhebung der Schwerkraft in St. Michael zu Wharton (Suffolk Trilogie 0) von Carey Harrison, Regie: Bernd Lau (SWF) Mai: Die Soldaten (Hörwerk für Stimmen Nr. 9) von Barry Bermange (SFB/NDR/ORF) Juni: Der Desaster-Club von Ingomar von Kieseritzky, Regie: Dieter Hasselblatt (BR) Juli: Burning Love von Fitzgerald Kusz, Regie: Götz Naleppa (RIAS) August: Berlin – Ein Meer des Friedens von Einar Schleef, Regie: Robert Matejka (SFB) September: Krötenbrunnen von Friederike Roth, Regie: Heinz von Cramer (SDR) Oktober: Nicht vergeben November: Die Sachevon Thomas Kirdorf, Regie: Bernd Lau (HR/SDR) Dezember: Largo, von Volker Erbes, Regie: Heinz von Cramer (HR)