mini|Lucien Jean-Baptiste 2016 Lucien Jean-Baptiste (* 6. Mai 1964 in Fort de France, Martinique) ist ein französischer Schauspieler, Synchronsprecher und Regisseur.

Leben Jean-Baptiste verbrachte seine frühe Kindheit auf Martinique und zog mit seiner Mutter und fünf Geschwistern im Alter von drei Jahren nach Frankreich. auf institutfrancais.de. Im Alter von acht Jahren meldete seine Mutter ihn in einer Casting-Agentur an, die in Paris mit Jean-Baptiste Werbespots für Afrika drehte. Er gab seine Schauspielambitionen jedoch auf, absolvierte eine Ausbildung zum Werbefachmann und gründete in Paris eine Werbeagentur, die er zwölf Jahre lang leitete.Kurzbiografie von Lucien Jean-Baptiste auf archiv.deutschesfilmmuseum.de (PDF).

Mit 31 Jahren nahm er Schauspielunterricht an der privaten Schauspielschule Cours Florent in Paris.Kurzbiografie von Lucien Jean-Baptiste auf frenetic.ch (PDF). Er wurde ein gefragter Synchronsprecher und ist die französische Stimme u. a. von Chris Rock, Martin Lawrence, Don Cheadle, Jamie Foxx und Will Smith. Nach kleineren Rollen in Kurz-, Fernseh- und Kinofilmen erlebte er 2005 in Emmenez-moi seinen Durchbruch als Schauspieler.

In der 2009 erschienenen autobiografischen Filmkomödie Triff die Elisabeths! übernahm er die Hauptrolle, schrieb das Drehbuch und führte zudem zum ersten Mal Regie. Mit 1,6 Millionen Zuschauern wurde der Film in Frankreich ein Überraschungserfolg.Vgl. Box office zu Triff die Elisabeths! auf allocine.fr Jean-Baptiste erhielt für den Film 2010 eine César-Nominierung in der Kategorie Bestes Erstlingswerk. Mit 30° couleur erschien 2012 seine zweite Regiearbeit, 2016 folgte mit Dieumerci! sein dritter Film als Regisseur. Noch im gleichen Jahr wurde mit Zum Verwechseln ähnlich eine weitere Regiearbeit veröffentlicht.

Filmografie (Auswahl) 1999: Eine andere Welt (Du bleu jusqu’en Amérique) 2001: Jeu de cons 2001: De l’amour 2001: C’est la vie 2001: Caméra café (TV-Serie, sechs Folgen) 2002: La mentale 2003: Vom Himmel hoch (Quand tu descendras du ciel) 2003: Der Mann ohne Kopf (L’homme sans tête) (Kurzfilm) 2003: L’outremangeur 2004: L’ex-femme de ma vie 2005: Emmenez-moi 2006: Vögel des Himmels (Les oiseaux du ciel) 2006: Les irréductibles 2006: On va s’aimer 2007: 13 m² 2007: Der Mord an Prinzessin Diana (The Murder of Princess Diana) (TV) 2009: Triff die Elisabeths! (La première étoile) – auch Regie, Drehbuch 2009: Aliker 2010: Henry 2011: On the Run (La proie) 2011: Possessions 2012: Meine erste Liebe (Ma première fois) 2012: 30° couleur – auch Regie, Drehbuch 2013: Turf 2013: La vraie vie des profs 2013: Je fais le mort 2013: Fonzy 2016: Dieumerci! 2016: Zum Verwechseln ähnlich (Il a déjà tes yeux) 2016: Wohne lieber ungewöhnlich (C’est quoi cette famille?!)

Auszeichnungen 2009: Grand Prix des Alpe d’Huez International Comedy Film Festival für Triff die Elisabeths! 2009: Publikumspreis des Alpe d’Huez International Comedy Film Festival für Triff die Elisabeths! 2010: César-Nominierung, Bestes Erstlingswerk, für Triff die Elisabeths!

Weblinks

Christina Bylow: Zwischen Wurzelsuche und Anpassungswahn. berliner-zeitung.de, 31. Dezember 2009.

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Synchronsprecher Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Mann