Ignaz Bearth (* 14. Oktober 1984 in Grabs) ist ein seit September 2021 in Ungarn lebender rechtsextremer Schweizer Politiker und Aktivist.Der Rechtsaussen von Pegida Schweiz, Tages-Anzeiger 13. Januar 2015Klein, aber gemein: Die rechtsextreme Szene der Schweiz, Fabian Christl, Der Bund, 18. Februar 2016Rechtsextreme mobilisieren in Berlin Tausende Menschen, Berliner Morgenpost 12. März 2016Was macht ein SVPler bei den rechtsextremen Identitären?, Daniel Kissling, Vice 28. Januar 2016Ignaz Bearth zählt Rassisten zu seinen Freunden, Blick 13. Januar 2015Die rechte Hassbewegung und ihre Facebook-Armee, Störungsmelder 10. Januar 2017Schweizer Rechtspopulist hetzt mit falschem Zitat gegen Renate Künast, Stern 6. Dezember 2016 Er war Mitbegründer und einziger Präsident der ehemaligen Kleinpartei Direktdemokratische Partei Schweiz (DPS).

Leben Ignaz Bearth wuchs in Werdenberg auf und absolvierte nach Ende seiner Schullaufbahn eine Ausbildung zum Verkehrswegebauer. Im September 2021 wanderte er nach Ungarn aus, am Balaton unterstützt er den Aufbau von «Stützpunkten» für die deutschsprachige Gemeinschaft. Er selber ist «Stützpunktleiter» in Zalabér.Christian Unger: Unter Auswandern in Ungarn: So machen Rechte mobil. In: WAZ.de, 7. Juni 2022.Deutschsprachige Gemeinschaft am Balaton. In: ignaz-bearth.de, abgerufen am 28. September 2022. Dort organisierte er Veranstaltungen, zu denen er unter anderem Martin Sellner und Andreas Kalbitz einlud.

Politik Bearth war Mitglied der rechtsextremen Partei National Orientierter Schweizer (PNOS), für die er auch öffentlich auftrat.Burka-Verbot und Abschiebungen, auf taz.de, abgerufen am 13. Februar 2015 Er war Mitbegründer und einziger Präsident der Direktdemokratischen Partei Schweiz.Die Schweiz hat eine neue Rechtspartei, auf tageszeitung.ch, vom 29. Juli 2012, abgerufen am 14. Februar 2015 Im Frühling 2013 unterstützte Bearth die rechtsextreme Jobbik im ungarischen Wahlkampf.Ignaz Bearth tritt als Pegida-Sprecher zurück, auf blick.ch, vom 16. Januar 2015, abgerufen am 13. Februar 2015

Bearth kandidierte bei den Nationalratswahlen am 18. Oktober 2015 für die DPS St. GallenRosenmontagsaufzug, auf bnr.de, vom 21. Januar 2015, abgerufen am 13. Februar 2015, auf Tagblatt.ch, 18. Januar 2015 und erreichte nach dem vorläufigen Wahlergebnis 0,1 % der abgegebenen Stimmen., auf dpsschweiz.ch, abgerufen am 19. Oktober 2015 Im Februar 2016 wollte Bearth bei den Kantonsratswahlen in St. Gallen im Wahlkreis Wil antreten.DPS will in den Kantonsrat, auf Tagblatt.ch, vom 20. Dezember 2015, abgerufen am 28. Januar 2016

Ab der Fusion der DPS mit der Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) 2017 war Bearth wieder Mitglied der PNOS. Die Partei löste sich 2022 auf.

PEGIDA Der erfolglose Pegida-Ableger PEGIDA Schweiz wurde am 9. Januar 2015 in Zürich gegründet. Bearth trat am 16. Januar als dessen Sprecher zurück. Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte Ermittlungen wegen Beleidigung eines fremden Staates bekannt gegeben, eröffnete aber in der Folge kein Strafverfahren gegen Bearth. Er hatte auf Facebook die deutsche Bundeskanzlerin und die Bundesregierung als die «wahren Nazis in Berlin» bezeichnet.Ex-Pegida-Mann im Visier der Bundesanwaltschaft, auf 20min.ch, vom 18. Januar 2015, abgerufen am 13. Februar 2015Pegida Schweiz sagt Demonstration ab, auf 20min.ch, vom 3. Februar 2015, abgerufen am 14. Februar 2015

2015 trat er in Linz,1.800 Menschen demonstrierten gegen 100 Pegida-Anhänger in Linz, auf der standard.at, vom 2. Februar 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015 in Wien,Pegida: Sechs Anzeigen wegen Hitlergrußes, auf wien.orf.at, vom 19. April 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015 Weil am RheinZwei Schweizer steuern «Pegida Dreiländereck», Zwei Schweizer steuern «Pegida Dreiländereck» und in DresdenDresden: Angriffe auf Journalisten bei Pegida-Kundgebung, auf spiegel.de, vom 29. September 2015, abgerufen am 20. Oktober als Redner auf Pegida-Veranstaltungen ausserhalb der Schweiz auf.

Kontroverse um Facebook-Likes Bearth wird von verschiedenen Medien verdächtigt, den grössten Teil seiner 30.000 (Stand 2015) Facebook-Likes, die vor allem aus Indien (43 %) und Serbien (14,9 %) stammen, gekauft zu haben.Inder lieben den Mann von Pegida Schweiz auf 20min.ch, vom 12. Januar 2015, abgerufen am 22. Februar 2015Melchior Popp: Rekord beim Trauermarsch: Jetzt will „Pegida“ Europa erobern, auf focus.de, vom 13. Januar 2015, abgerufen am 13. Februar 2015Benjamin von Wyl: Wir beantworten die Social Media-Fragen von Ignaz Bearth, auf vice.com, vom 14. Januar 2015, abgerufen am 13. Februar 2015 Anfang September 2017 wurde Ignaz Bearths Account auf Facebook gesperrt.173'000 Likes futsch: Facebook löscht Accounts von Schweizer Rechtspopulist Ignaz Bearth Aargauer Zeitung September 2017Schweizer Pegida-Gründer sieht sich als «Opfer einer Kampagne», Blick vom 4. September 2017

Russischer Überfall auf die Ukraine Am Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine schrieb Bearth auf Telegram: «Wenn Putin nach Berlin durchmarschiert … - fällt das Gendern weg, - sind Männer Männer u. keine Frauen, - wird der Strom billiger, - wird der Sprit billiger, - wird die Islamisierung beendet, - Linksgrün wird eingesperrt».Matthias Quent, Christoph Richter, Axel Salheiser: Klimarassismus. Der Kampf der Rechten gegen die ökologische Wende. Piper, München 2022, S. 163

Weblinks Website von Ignaz Bearth

Einzelnachweise

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