Als hypogonadotroper Hypogonadismus wird eine Unterfunktion der Keimdrüsen bezeichnet, die durch mangelnde Anregung vonseiten der glandotropen Hormone FSH und LH bedingt ist.

Mögliche Ursachen des hypogonadotropen Hypogonadismus sind: eine Funktionsstörung des Hypothalamus (tertiärer Hypogonadismus, siehe auch olfaktogenitales Syndrom bzw. Kallmann-Syndrom) Unterbrechung des hypothalamo-hypophysären Portalgefäßsystems im Rahmen eines Pickardt-Syndroms (Zwischenform zwischen sekundärem und tertiärem Hypogonadismus) Schädigungen der Hypophyse, z. B. bei einem Sheehan-Syndrom oder durch ein Hypophysenadenom (sekundärer Hypogonadismus) funktioneller Hypogonadismus, oft durch eine Hyperprolaktinämie ausgeprägte und länger andauernde Unterernährung aufgrund von Magersucht, der Anorexia nervosa kongenitale (angeborene) Formen, z. B. beim Pasqualini-Syndrom oder Richards-Rundle-Syndrom

Siehe auch KiSS1-Rezeptor (Pubertätsgen) Kisspeptin

Kategorie:Andrologie Kategorie:Krankheitsbild in der Endokrinologie