Paul Röder (* 8. Dezember 1897 in Barmen; † 14. September 1962 in Marktoberdorf) war ein deutscher Landschafts- und Marinemaler sowie Kunsterzieher.Regine Schulz: Mit dem Künstlertreffpunkt fing es an. Die Palette Röderhaus am Sedansberg in Barmen. In: Uwe E. Schoebler (Hrsg.): Bergisches Almanach 1990. In: Bergische Blätter. S. 90 und 91

Leben Paul Röder wurde als zweiter Sohn des Malers Georg Röder geboren; sein Bruder war der Maler Adolf Röder. Röder besuchte das Realgymnasium an der Sedanstraße und zog mit 17 Jahren von der Schulbank als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende besuchte er das Lehrerseminar in Hattingen und unterrichtete daraufhin an Gymnasien in Barmen, Düsseldorf und Essen. Er arbeitete im Atelier seines Vaters, besuchte die Kunstgewerbeschulen in Barmen und Elberfeld sowie die Kunstakademie Düsseldorf. Sein erstes Atelier richtete Röder 1922 in Düsseldorf ein, wo er mit seiner Frau Elly Mischke lebte. Nach ihrem Tode heiratete Röder 1928 Carol Stöffl, mit der er noch im gleichen Jahr ein Haus mit Atelier in Essen erbaute.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Röder Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Im Zweiten Weltkrieg zog er 1943 als Lehrer mit einer Essener Schulklasse nach Kraftisried. 1948 baute er ein Haus in Unterthingau; 1958 zog er in sein neu erbautes Haus nach Marktoberdorf.Paul-Röder-Museum, Katharina Maier: Biografie Paul Röder. .

Der Künstler unternahm zahlreiche Studienreisen nach Frankreich, Belgien, Italien, Österreich, Schweiz und Jugoslawien. Er war Mitglied im Ring bergischer Künstler.Eike Pies (Hrsg.): Grenzenlos: gruppe rbk – Kunst und Künstler 1946–1996. Brockhaus Verlag, Solingen 1997, ISBN 3-930132-06-0, S.  (mit einem Vorwort von Johannes Rau).

Werk 1919 stellte Röder seine Arbeiten in der Barmer Ruhmeshalle aus, weitere Ausstellungen folgten in Essen, Velbert, Duisburg, Bochum, Karlsruhe, Stuttgart, Augsburg, Wil (Schweiz), Kempten, Memmingen, Marktoberdorf und anderswo.

Paul Röder erhielt 1943 von der Stadt Essen den Auftrag, das im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe weitgehend zerstörte Essen zu malen. 38 der dabei entstandenen Bilder befinden sich heute im dortigen Folkwang-Museum.

Im Paul-Röder-Museum in Marktoberdorf befindet sich mit etwa 70 BildernDoris Wiedemann: Allgäu. Trescher Verlag, Berlin 2013, ISBN 3-89794-217-8, S.  ein Querschnitt seines Lebenswerkes: Landschafts- und Städtebilder, Porträts, Stillleben sowie einige abstrakte Werke. Die dortige Sammlung enthält auch einige afrikanische Waffen und Kulturgegenstände aus dem Hause des verstorbenen Malers.

Werke (Auswahl) um 1930: Blick vom Fenster um 1930: Morgenstimmung an der Buschermühle Ringelblumen Am Waldrand Möwen über bewegter See 1941: Anglerparadies 1942: Ruhrsandsteinbruch – Essen, Am Baldeneysee

Auszeichnungen Bundesverdienstkreuz, 1958

Bewertung Das Paul-Röder-Museum beschrieb die Bilder Röders als

Teilnahmen an Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus 1939: Bonn (Einzelausstellung mit Adolf und Georg Röder) 1942: Wuppertal (Sommer- und Winterausstellung bergischer Künstler)

Literatur

Bernd Fischer: Die Maler Paul und Adolf Röder: Zwei ungleiche Brüder? In: Romerike Berge. 2000. Dagmar Klein, Sabine Fehlemann (Hrsg.): Die Malerfamilie Röder. Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2004 (44 Seiten).

Weblinks Paul-Röder-Sammlung marktoberdorf.de (mit Biografie)

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Wuppertal) Kategorie:Kunstlehrer Kategorie:Deutscher Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Wikipedia:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Ausprägung ungeklärt) Kategorie:Geboren 1897 Kategorie:Gestorben 1962 Kategorie:Mann