Adolf Röder (* 5. November 1904barmen-200-jahre.de: Chronik von 1900–1999 → in Barmen; † Mai 1983Anne Linsel: Adolf Röder: In: Sabine Selchow (Red.): Künstler im Wuppertal. 76 Porträts. Herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Wuppertal. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1983, S. 118. in Wuppertal-Elberfeld) war ein deutscher Maler, Grafiker und Galerist.Stadtsparkasse Wuppertal, Künstlerportal: Kurzbiografie Adolf Röder → online
Leben Adolf Röder war Schüler seines Vaters Georg Röder. Sein Bruder war der Maler Paul Röder. Adolf Röder studierte an den Kunstgewerbeschulen Barmen und Elberfeld bei Jacob Bayer, Ludwig Fahrenkrog, Otto Schulze sen. und Hans Schreiber.eArt.de: Kurzbiografie Adolf Röder → Udo Garweg: Wuppertaler Künstlerverzeichnis, Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2000, S. 319–320 1930 gründete er sein eigenes Atelier.
In der Zeit des Nationalsozialismus war er obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. 1941 reiste Röder zu Studienaufenthalten zum Chiemsee, wo er Kontakte zu dem Maler Willibald Demmel und der Künstlervereinigung „Frauenwörther“ hatte. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Sanitätsunteroffizier und wurde mit dem Verdienstkreuz II. Klasse ausgezeichnet. Der Maler war 1946 Mitbegründer und von 1947 bis 1983 Erster Vorsitzender des Rings bergischer Künstler. 1948 gründete er eine Malschule.
Sein Haus Sedanstraße 68 in Wuppertal-Barmen hatte sich – unterbrochen durch die Kriegsjahre – immer mehr zu einem beliebten Künstlertreff entwickelt. Seine Ehefrau Eva Röder (Heirat 1949) kochte, für die Getränke war Adolf Röder zuständig.Regine Schulz: Mit dem Künstlertreffpunkt fing es an. Die Palette Röderhaus am Sedansberg in Barmen. In: Uwe E. Schoebler (Hrsg.): Bergisches Almanach 1990, Bergische Blätter, S. 90 und 91 Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges baute das Paar das Haus auf dem Sedansberg wieder auf. Mit der Erteilung einer Konzession Anfang 1950 wurde die Galerie Palette – Röderhaus schließlich zum „offiziellen Lokal“, das für einige Jahre einen „Fixpunkt der überregionalen Kunstszene“ bildete.Florian Launus: Auch sie schrieben Geschichte: Weitere bekannte Wuppertaler. In: Westdeutsche Zeitung vom 30. Dezember 2012. → online
Von 1949 bis 1970 war er Mitglied des Museums- und Bibliotheksausschusses der Stadt Wuppertal; von 1954 bis 1971 saß er im Beirat des Kunst- und Museumsvereins Wuppertal.
Zu Ehren seines Vaters Georg Röder stiftete er die Georg-Röder-Medaille für verdiente Künstler. Adolf Röder war der Vater des Malers und Kochs Helmut Röder.
Ehrungen mini|Die Adolf-Röder-Gasse in Wuppertal-Barmen, 2012 Verdienstkreuz II. Klasse im Zweiten Weltkrieg Dr.-Ludwig-Lindner-Preis, 1957 Amicus Poloniae-Medaille, 1967 Goldene Medaille der Provinz Anconi (Italien), 1967 Ehrenmitglied im Kunstkreis Hofgeismar, 1970 Ehrenmitglied des Kunstvereins Hattingen, 1974 Bundesverdienstkreuz, 1971 Bundesverdienstkreuz am Bande, 1979 Die Adolf-Röder-Gasse in Wuppertal-Barmen wurde nach dem Künstler benannt.
Werke (Auswahl) Schwerpunkt der Motive in Röders Bildern war die Landschaft, aber auch Blumenstücke, Stillleben und Figurenbilder sind zu finden. Seine Maltechniken waren Gouache, Tempera und Öl; der Grafiker Röder bevorzugte Lithografie und Linolschnitt. Ansicht der Winkelsmühle im Neandertal, 1934 Waldinneres mit gefällten Bäumen, 1936 Blick auf den Watzmann, 1936 Heiligenblut, 1939 Chiemsee-Landschaft, 1944 Badisches Dorf, 1946 Fischreuse und See, 1977 Weiblicher Akt (Monotypie), 1980 Stadttor von Rothenburg ob der Tauber
Arbeiten von Adolf Röder befinden sich im Besitz des Osthaus Museums Hagen, der Graphothek der Stadtbibliothek Remscheid, des Kunstmuseums Solingen und des Wuppertaler Von der Heydt-Museums, sowie in der Firmensammlung der Rheinkalk, vormals Rheinische Kalksteinwerke. Zahlreiche Arbeiten befinden sich in Privatbesitz.
Sicher belegte Teilnahme an Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus
1939: Bonn (Einzelausstellung mit Georg und Paul Röder) 1942: Wuppertal (Sommer- und Winterausstellung bergischer Künstler)
Literatur In der Reihenfolge des Erscheinens: gruppe rbk: Erich Kresse, Klaus Reimers, Adolf Röder; Ausstellung 2. Juli – 30. Juli 1967; Ausstellungssäle des Kunst- und Museums-Vereins Wuppertal. Adolf Röder 75: Eine Ausstellung des Röderhauses. Verlag Galerie Palette, Röderhaus, Wuppertal 1979. Anne Linsel: Adolf Röder: In: Sabine Selchow (Red.): Künstler im Wuppertal. 76 Porträts. Herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Wuppertal. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1983, ISBN 3-87294-230-1, S. 118–119. Bernd Fischer: Die Maler Paul und Adolf Röder: zwei ungleiche Brüder? In: Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land, Jg. 50 (2000), Heft 2, S. 16–25. Dagmar Klein, Sabine Fehlemann (Hrsg.): Die Malerfamilie Röder. Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2004.
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Wuppertal) Kategorie:Galerist Kategorie:Gastronom Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1983 Kategorie:Mann