Die Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Altstadt-Süd führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine im Kölner Stadtteil Altstadt-Süd auf. Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten und Recherchen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Teil ergänzt um Informationen und Anmerkungen aus Wikipedia-Artikeln und externen Quellen. Ziel des Kunstprojektes ist es, biografische Details zu den Personen, die ihren (letzten) freiwillig gewählten Wohnsitz in Köln hatten, zu dokumentieren, um damit ihr Andenken zu bewahren.

Anmerkung: Vielfach ist es jedoch nicht mehr möglich, eine lückenlose Darstellung ihres Lebens und ihres Leidensweges nachzuvollziehen. Insbesondere die Umstände ihres Todes können vielfach nicht mehr recherchiert werden. Offizielle Todesfallanzeigen aus den Ghettos, Haft-, Krankenanstalten sowie den Konzentrationslagern können oft Angaben enthalten, die die wahren Umstände des Todes verschleiern, werden aber unter der Beachtung dieses Umstandes mitdokumentiert.

Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen 120px|Stolperstein für Elsa Abraham (Im Dau 12) Hier wohnteElsa Abraham, geb. Marx (Jahrgang 1899) Deportiert 1941 Riga ??? Im Dau 12() 120px|Stolperstein für Emilie Adelhütte (Thieboldsgasse 29) Hier wohnteEmilie Adelhütte, geb. Salm (Jahrgang 1896) Verhaftet Ravensbrück 'Verlegt' 1942 Bernburg Ermordet am Tag der Ankunft Thieboldsgasse 29() Der am 10. September 2018 verlegte Stolperstein erinnert an Emilie Adelhütte (geb. Salm), geboren am 18. Juni 1896 in Recklinghausen-Bruch.

Mit ihrem Ehemann, dem Pferdemetzger Wilhelm Adelhütte, hatte sie drei Kinder: Ruth (geb. 1920), Hermann (geb. 1931) und Reinhilde (geb. 1933). Am 15. September 1938 zog die Familie Adelhütte nach Köln, in die Thieboldsgasse 79.

1942 wurde Emilie Adelhütte verhaftet und in das KZ Ravensbrück verschleppt. Von hier wurde sie am 8. Mai 1942 in die Tötungsanstalt Bernburg überstellt und am gleichen Tag ermordet. 120px|Stolperstein für Sofie Antmann (Zwirner Straße 33) Hier wohnteSofie Antmann, geb. Danker (Jahrgang 1886) Deportiert 1941 Łódź ??? Zwirner Str. 33() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Sofie Antmann im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Juda Appermann (Bayardsgasse 4) Hier wohnteJuda Appermann, (Jahrgang 1886) 'Polenaktion' 1938 Bentschen / Zbąszyń Ermordet im Besetzten Polen Bayardsgasse 4() Die Stolpersteine erinnern an Juda Appermann (geb. 22. November 1886 in Rawa-Ruska, Galizien) und an seine Frau Ruchela Appermann (geb. 22. November 1885 in Sędziszów, Galizien). Die Eheleute gehörten zur Gruppierung Machsike Thora („Die an der Thora festhalten“), einer speziellen Richtung des chassidischen Judentums, die sich 1914 gegründet hatte. Auf dem Grundstück Bayardsgasse 26 (heute Nr. 4) befand sich die Synagoge des Vereins. Im Erdgeschoss des Gebäudes betrieben die Appermanns ein koscheres Kolonialwarengeschäft.Das jüdische Köln. Geschichte und Gegenwart. Ein Stadtführer Emons, Köln 2012, ISBN 978-3-89705-873-6. S. 190. Ihre Enkel Issy, Lina, Fredy und Zali konnten Deutschland in Richtung Israel und Großbritannien verlassen und überlebten die Shoah.

Die Stolpersteine wurden von Schülern und Schülerinnen und der Schulleitung der Tages- und Abendschule Köln Mülheim gestiftet.Kölner Stadt-Anzeiger, 23. Juni 2025, S. 27 (Stadtteile)

Die Verlegung der Stolpersteine erfolgte am 12. Juni 2025 in Anwesenheit einer Enkelin und zwei Urenkeln aus Großbritannien. 120px|Stolperstein für Ruchela Appermann (Bayardsgasse 4) Hier wohnteRuchela Appermann, geb. Taffel (Jahrgang 1885) 'Polenaktion' 1938 Bentschen / Zbąszyń Ermordet im Besetzten Polen Bayardsgasse 4() 120px|Stolperstein für Hans Aronsheim (Zwirner Straße 33) Hier wohnteHans Aronsheim (Jahrgang 1897) Deportiert 1941 Minsk ??? Für tot erklärt Zwirner Str. 33() 120px|Stolperstein für Johanna Aronsheim (Zwirner Straße 33) Hier wohnteJohanna Aronsheim (Jahrgang 1890) Deportiert 1942 Minsk ??? Für tot erklärt Zwirner Str. 33() 120px|Stolperstein für Chaim Heinrich Attermann (Thieboldsgasse 138-140) Hier wohnteChaim Heinrich Attermann (Jahrgang 1885) Ausgewiesen Ghetto Krakau Ermordet Thieboldsgasse 138-140()120px|Verlegestelle für die Famile Attermann vor dem Haus Thieboldsgasse 138-140 Die Stolpersteine für die Familie Attermann wurden am 10. Juni 2026 verlegt. Paten waren unter anderem Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 des Irmgardis-Gymnasiums sowie Bärbel und Wolfgang Uellenberg-van-Dawen.

Chaim Heinrich Attermann und Debora Pinsker kamen 1910 aus Polen nach Köln, wo sie im Jahr darauf heirateten. Die Eheleute bekamen vier Kinder: Siegmund Simon (geboren 1911), Erna Resi (geboren 1914), Mila (geboren 1917) und Paul (geboren 1920). Mitte der 1920er Jahre zog die Familie aus der Südstadt in die Thieboldsgasse in der Kölner Innenstadt, nahe Neumarkt. Dort betrieben Chaim Heinricht Attermann und sein Bruder Aaron eine Altmetallhandlung. Die Kinder besuchten die jüdische Volksschule „Morijah“ und anschließend das jüdische Gymnasium Jawne. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde Chaim Heinrich Attermann 1938 im Rahmen der Polenaktion nach Polen ausgewiesen, seine Frau Debora folgte ihm im Jahr darauf. Ein letztes Lebenszeichen aus dem polnischen Lubicz stammt vom 17. November 1941. Von dort aus wurden sie nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Die vier Kinder der Familie konnten der Verfolgung durch Elucht entkommen. Siegmund Simon emigrierte in die USA, gründete eine Familie und starb 1980 in Florida. Erni Rosa Attermann, ihr Mann und ihr Bruder Paul flohen 1939 ebenfalls in die USA. Mila Attermann hatte Deutschland schon 1936 in Richtung Palästina verlassen und folgte ihren Geschwistern 1955 in die USA.

500px|centre|Schülerinnen und Schüler des Kölner Irmgardis-Gymnasiums halten die zu verlegenden Stolpersteine 120px|Stolperstein für Debora Attermann (Thieboldsgasse 138-140) Hier wohnteDebora Attermann, geb. Pinsker (Jahrgang 1886) Ausgewiesen Ghetto Krakau Ermordet Thieboldsgasse 138-140() 120px|Stolperstein für Siegmund Attermann (Thieboldsgasse 138-140) Hier wohnteSiegmund Simon Attermann (Jahrgang 1911) Flucht 1939 USA Thieboldsgasse 138-140() 120px|Stolperstein für Erni Resi Attermann (Thieboldsgasse 138-140) Hier wohnteErni Resi Attermann verh. Rebacz (Jahrgang 1914) Flucht 1939 USA Thieboldsgasse 138-140() 120px|Stolperstein für Mila Attermann (Thieboldsgasse 138-140) Hier wohnteMila Attermann verh. Wolffberg (Jahrgang 1917) Flucht 1936 Palästina Thieboldsgasse 138-140() 120px|Stolperstein für Paul Attermann (Thieboldsgasse 138-140) Hier wohntePaul Attermann (Jahrgang 1939) Flucht 1939 USA Thieboldsgasse 138-140() 120px|Stolperstein für Emma Auerbach (Alteburger Straße 11) Hier wohnteEmma Auerbach, geb. Gerstle (Jahrgang 1874) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Alteburger Str. 11() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Emma Auerbach im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet.120px|Stolperstein für Erna Nanette Auerbach (Alteburger Straße 11) Hier wohnteErna Nanette Auerbach (Jahrgang 1908) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Alteburger Str. 11() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Erna Nanette Auerbach im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolpersteine für Erna-Ida Auerbach (Mauritiussteinweg 30) Hier wohnteErna-Ida Auerbach (Jahrgang 1893) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Mauritiussteinweg 30() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Erna-Ida Auerbach im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Alexander Baruch (Kleiner Griechenmarkt 61/63) Hier wohnteAlexander Baruch (Jahrgang 1886) Deportiert 1941 Riga Verschollen Kleiner Griechenmarkt 61/63() 120px|Stolperstein für Helene Baruch (Kleiner Griechenmarkt 61/63) Hier wohnteHelene Baruch, geb. Friedemann (Jahrgang 1880) Deportiert 1941 Riga Verschollen Kleiner Griechenmarkt 61/63() 120px|Stolperstein für Edith Baum (Schaevenstraße 4) Hier wohnteEdith Baum (Jahrgang 1922) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Schaevenstr. 4() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Edith Baum im Sommer 1944 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Ernst Baum (Schaevenstraße 4) Hier wohnteErnst Baum (Jahrgang 1895) Deportiert 1941 Łódź Tod am 13. August 1942 Schaevenstr. 4() 120px|Stolperstein für Selma Baum (Schaevenstraße 4) Hier wohnteSelma Baum, geb. Salomon (Jahrgang 1897) Deportiert 1941 Łódź Tod am 2. April 1943 Schaevenstr. 4() 120px|Stolperstein für Alfred Bender (Lungengasse 43) Hier wohnteAlfred Bender, (Jahrgang 1931) Deportiert 1941 Ermordet in Łódź / Litzmannstadt Lungengasse 43(Verlegestelle vor Hausnummer 35 Ecke Baumstraße)() Der am 12. April 2016 verlegte Stolperstein erinnert an Alfred Milton Bender, geboren am 24. Oktober 1931 in Kaisersesch.

Alfred Milton Bender war der Sohn von Dionysius Bender und seiner Frau Alice Jenny (geb. Schmitz). Die Familie Bender wurde am 30. Oktober 1941 mit dem 16. Transport in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Dort verliert sich seine Spur...bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bender, Alfred MiltonNS-Dok: Gedenkbucheintrag für Alfred BenderYad Vashem: Gedenkblatt für Alfred BenderDeportationsliste 16. transport von Köln ins Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941, Blatt 12, Eintrag 556 120px|Stolperstein für Alice Bender (Lungengasse 43) Hier wohnteAlice Bender, geb. Schmitz (Jahrgang 1908) Deportiert 1941 Ermordet in Łódź / Litzmannstadt Lungengasse 43(Verlegestelle vor Hausnummer 35 Ecke Baumstraße)() Der am 12. April 2016 verlegte Stolperstein erinnert an Alice Jenny Bender (geb. Schmitz), geboren am 7. Dezember 1908 in Kaisersesch.

Alice Jenny Bender war die Tochter von Alexander Schmitz und seiner Frau Karoline (geb. Bär). Alice Jenny war mit Dionysius Bender verheiratet. Die Familie Bender wurde am 30. Oktober 1941 mit dem 16. Transport in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. In der Transportliste wurde als Beruf für Alice Bender „Arbeiterin“ eingetragen. Im Ghetto Litzmannstadt verliert sich ihre Spur...bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bender, Alice JennyYad Vashem: Gedenkblatt für Alice Jenny BenderDeportationsliste 16. transport von Köln ins Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941, Blatt 12, Eintrag 555 120px|Stolperstein für Dionysius Bender (Lungengasse 43) Hier wohnteDionysius Bender, (Jahrgang 1899) 'Schutzhaft' 1938 Dachau Deportiert 1941 Ermordet in Łódź / Litzmannstadt Lungengasse 43(Verlegestelle vor Hausnummer 35 Ecke Baumstraße)() Der am 12. April 2016 verlegte Stolperstein erinnert an Dionysius Bender, geboren am 5. Dezember 1899 in Münstermaifeld.

Dionysius Bender war mit Alice Jenny Schmitz verheiratet. Er wurde vom 15. November 1938 bis zum 6. Dezember 1938 im KZ Dachau inhaftiert. Die Familie Bender wurde am 30. Oktober 1941 mit dem 16. Transport in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. In der Transportliste wurde als Beruf für Dionysius Bender „Bauarbeiter“ eingetragen. Im Ghetto Litzmannstadt verliert sich seine Spur...bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bender, DionysiusNS-Dok: Gedenkbucheintrag für Dionysius BenderDeportationsliste 16. transport von Köln ins Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941, Blatt 12, Eintrag 553 120px|Stolperstein für Helmut Bender (Lungengasse 43) Hier wohnteHelmut Bender, (Jahrgang 1929) Deportiert 1941