Ewald Schmahl (* 23. Februar 1874 in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal); † 31. Januar 1931) war ein deutscher Bildhauer.

Leben

Der „Kaiserstipendiat“ absolvierte ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, wonach er sich zwei Jahre in Italien (vorwiegend in Florenz) aufhielt.

Als freiwilliger Teilnehmer am Ersten Weltkrieg wurde Schmahl verwundet.Jan Niko Kirschbaum: Hindenburg-Gedenkstein am Lazarett des Vaterländischen Frauenvereins auf der Hardt, 3. September 2012 → online Er war mit der deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler befreundet.Wolfgang Springmann: Else Lasker-Schüler und Wuppertal. 1962. S. 54 → online

Schmahl betrieb ein Atelier in Elberfeld, in dem er meist in privatem Auftrag zahlreiche Büsten, Gedenktafeln und größere Plastiken fertigte. Sein Sohn, der Bildhauer Harald Schmahl,Martina Thöne: Bildhauer Harald Schmahl: Erinnerungen an den ewigen Seelensucher. In: Westdeutsche Zeitung vom 29. Juni 2012 → online übernahm dieses Atelier nach dem Tod seines Vaters.

Werk (Auswahl) Um die Jahrhundertwende beteiligte sich Ewald Schmahl an der künstlerischen Ausführung des Schweizerischen Bundespostgebäudes in Bern sowie an der Fassadengestaltung des Frankfurter Schauspielhauses. In Wuppertal war er an der künstlerischen Gestaltung des Gesellschaftshauses Concordia in Barmen und dem Rathaus Cronenberg beteiligt.Udo Garweg: Wuppertaler Künstlerverzeichnis, Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2000, S. 345–346

mini|Albert-Leo-Schlageter-Denkmal in Wuppertal-Elberfeld, Aufnahme von 1933 Zu seinen Arbeiten gehören: Zeppelinrelief Gefertigt aus „kararifchem Marmor“,Die Woche: Moderne illustrierte Zeitschrift, Band 1; Band 11. Verlag A. Scherl, 1909, S. 259 → online zur „Erinnerung an die große Fernfahrt“.Die Umschau, Band 13. H. Bechhold Verlagsbuchhandlung, 1909. S. 257 → online Bronzeplakette am 1927 eingeweihten Albert-Leo-Schlageter-Denkmal in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal). Das Denkmal an der ehemaligen Straße Am Walde, die 1933 in Schlageterstraße und 1938 in Am Sandholz umbenannt wurde, war das erste Schlageter-Denkmal Deutschlands. Im April 1959 wurden die Reste des Denkmals abgebrochen, nachdem bereits nach dem Zweiten Weltkrieg die Bronzeteile verschwunden waren.Jan Niko Kirschbaum: Albert-Leo-Schlageter-Denkmal, 7. Januar 2013 → online Hindenburg-Gedenkstein am Lazarett des Vaterländischen Frauenvereins von 1915, auf der Hardt in Elberfeld. Im oberen Teil des etwa 3 Meter hohen Gedenksteins war eine Hindenburg-Plakette aus Bronze angebracht. Am Fuße des Hügels, auf dem er aufgebaut war, stand eine Tafel mit eingelassener Widmung. Spuren des Gedenksteins oder eine Abbildungen konnten bislang nicht gefunden werden, er musste vermutlich dem Erweiterungsbau des späteren Rot-Kreuz-Krankenhauses und heutigen Pflegezentrums Haus Hardt weichen.

Bewertung In seinen Tagebüchern bezeichnete Joseph Goebbels Ewald Schmahl als „Schwätzer, Kleiner Napoleon. Lieb, familiär. Führte früher die Kommunisten ins Feuer. Tapferes Kerlchen. Aber kein Künstler.“Joseph Goebbels, Elke Fröhlich (Hrsg.): Die Tagebücher von Joseph Goebbels, Teil 1, Band 1. Institut für Zeitgeschichte, K. G. Saur Verlag, München 2004, ISBN 3-598-23740-5, S. 245 → online

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Wuppertal) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1874 Kategorie:Gestorben 1931 Kategorie:Mann