mini|St. Rupert mini|Innenraum mit Altar Die Kirche Sankt Rupert ist ein Kirchengebäude, die ehemalige römisch-katholische Pfarrkirche der Reichsabtei Sankt Emmeram, am Emmeramsplatz in Regensburg. Sie ist dem heiligen Rupert von Salzburg geweiht.

Gebäude und Geschichte Die zweischiffige Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts als romanisches Bauwerk errichtet, jedoch häufig im Stil der jeweiligen Zeit umgebaut. So stammen das Hauptschiff aus dem 14. Jahrhundert, der Chor aus dem Jahr 1405, der viersäulige Hochaltar mit dem Bild von der Taufe des Herzogs Theodo durch den Heiligen Rupert aus dem Jahr 1690 und die Innenausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der ehemalige Kirchhof der Oberen Stadt, der Rupertifriedhof im Pfarrgarten, wurde am Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelöst. Als neuer Friedhof wurde im Stadtpark der katholische Lazarusfriedhof angelegt. Reste von Grabplatten des Rupertifriedhofs finden sich an den Mauern des Vorplatzes von St. Emmeram.

Ausstattung Das Sakramentshaus an der Nordseite des Chores zeigt Figuren des Heiligen Rupert von Salzburg und anderer Heiliger. Der Michaelsaltar mit Altarbild des Erzengels Michael stammt von 1713. An den Wänden des Langhauses befinden sich Bilder über das Wirken des heiligen Rupert von Salzburg.

Orgel mini|hochkant|Empore mit Breil-Orgel Im Jahr 1774 war eine Orgel unbekannter Herkunft vorhanden. Die Gehäuseform weist auf die Schule Brandensteins hin und stammt vermutlich von Michael Herberger aus Stadtamhof. Anton Breil baute um 1850–1860 hinter dem historischen Prospekt ein neues Spielwerk. Das Instrument hat noch einen kompletten Prinzipalchor, weist aber für Breil typische Register im 8′-Bereich auf. Die Manuallade ist eine Schleiflade, die Pedallade eine Kegellade. Das Werk ist im Originalzustand erhalten und ist die zweitälteste Kirchenorgel von Regensburg. Die Disposition lautet:Eberhard Kraus: Historische Orgeln in der Oberpfalz. Schnell & Steiner 1990, ISBN 3-7954-0387-1. S. 274 f.

Manual C–g3 1. Prinzipal 8′ 2. Flöte 8′ 3. Salicional 8′ 4. Gedeckt 8′ 5. Gamba 8′ 6. Oktav 4′ 7. Flöte 4′ 8. Superoktav 2′ 9. Mixtur III ′ Pedal C–d1 10. Subbaß 16′ 11. Oktavbaß 8′

Koppel: I/P

Geistliche, die in St. Rupert gewirkt haben Johann Nepomuk Hemauer, Stadtpfarrprediger 1843/44

UNESCO-Welterbe Als Teil des Flächendenkmals ‚Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof‘ ist St. Rupert seit 2006 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet.

Literatur St. Rupert, Regensburg, früher Inkorporierte Pfarrkirche der Benediktinerabtei St. Emmeram, heute Neben- und Statiokirche der Stadtpfarrei St. Emmeram (= Kleine Kunstführer Nr. 1892). Schnell & Steiner, München 1991.

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Einzelnachweise

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