Anke Besser-Güth (* 16. Dezember 1940 in Erfurt; † 23. Februar 2019 in Waren (Müritz))Traueranzeige. Thüringer Allgemeine, 9. März 2019.Harmonie und Heiterkeit - das war für sie Glück. Nordkurier - Müritz-Zeitung vom 26. Februar 2019, Seite 16. war eine deutsche Bildhauerin, Keramikerin und Malerin.

Leben Nach einer Lehre als Steinmetz studierte Anke Besser-Güth von 1960 bis 1966 Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Walter Arnold. Seitdem arbeitete sie freiberuflich. Während ihres Studiums lernte sie ihren späteren Ehemann Siegfried Besser kennen, mit dem sie nach dem Studium nach Erfurt zog.

Dort engagierte sie sich neben ihrer Arbeit im Verband Bildender Künstler der DDR (VBK), wo sie von 1970 bis 1983 die Sektion Bildhauerei leitete.

Zusammen mit ihrem Ehemann konzipierte sie das Denkmal zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Gedenkstätte Eisenacher Parteitag 1869. Weitere Arbeiten von ihr im öffentlichen Raum sind in Erfurt, Weimar, Gera, Nordhausen, Eisenach, Röbel und Waren zu finden.

Besser-Güth musste den Verlust wertvoller künstlerischer Arbeiten für Gebäude des öffentlichen Raums von Erfurt hinnehmen, die nach 1990 abgerissen oder umfunktioniert wurden: eine 7,5 m lange Reliefgestaltung im VEB Schuhkombinat, fünf runde Keramikreliefs in der Medizinischen Akademie und acht Keramikreliefs in der Gaststätte „An der alten Stadtmauer“.Peter Michel: Ankunft in der Freiheit. Essays gegen den Werteverlust der Zeit, Berlin 2011, S. 190 f.

1996 zog Anke Besser-Güth mit Siegfried Besser von Erfurt ins Mecklenburgische Marxhagen um, wo sie weiter lebte und arbeitete.

Weitere Werkbeispiele Siehe auch Bildindex der Kunst und Architektur

Keramische Arbeiten mini|Denkmal zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung 2002 Sphinx (2002, Terrakotta) 2005 Eitler Gockel (2005, Terrakotta)

Skulpturen 1971 Rosa Luxemburg (1971, Bronze, Erfurt) 2001 Eulenspiegel in Erfurt (2001, Bronze)

Architekturbezogene Werke

Freude am Spiel im Wasser (1971; Wandgestaltung, Keramikrelief, 7,00 × 1,35 m; mit Siegfried Besser; Erfurt, Lehrschwimmhalle der neu erbauten Schwimmhalle)Ruth Pape, Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 6, Ergänzung; Deutsche Bauakademie, Berlin, 1974, S. 168/169

Fünf Reliefs zur Stadtgeschichte (1975, Erfurt, Gotthardtstraße/Horngasse)

Ausstellungen (unvollständig) mini|Reliefs zur Erfurter Stadtgeschichte 1970, 1972 Einzelausstellungen in Erfurt 1972, 1977, 1982 Kunstausstellung der DDR 1969, 1972, 1975, 1979, 1984 Bezirkskunstausstellung Erfurt 1973 Plastik und Blumen, Berlin 1975 Wanderausstellung Kleinplastik und Grafik 1973 Junge Künstler der DDR, Frankfurt/Oder, Galerie Junge Kunst 1977 Kunst und Sport, Leipzig 1981 Das Urteil des Paris in der DDR-Kunst, Gotha

Auszeichnungen 1974 Johannes-R.-Becher-Medaille in Bronze 1975 Kulturpreis der Stadt Erfurt 1979 Verdienstmedaille der DDR

Literatur Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 10, 1995, S. 210

Kai-Uwe Schellenberg: Gut sichtbar und doch kaum beachtet. Der Reliefzyklus von Anke Besser-Güth. In: Stadt und Geschichte. Zeitschrift für Erfurt. 2024, Nr. 84, S. 14–16.

Weblinks

Anke Besser-Güth beim Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK Anke Besser-Güth bei der Kunstgalerie Mecklenburgische Seenplatte Reliefs zur Erfurter Stadtgeschichte Eulenspiegel-Denkmal von Anke Besser-Güth

Einzelnachweise

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