Oberstabswachtmeister (OStWm) ist ein Dienstgrad der höheren Unteroffiziere (Stabsunteroffiziere) im Österreichischen Bundesheer. Der Dienstgrad (Verwendungsgruppe M BUO 1, in der Miliz MUO 1) wurde am 1. Juni 1965 per Ministerratsbeschluss für das Österreichischen Bundesheer neu geschaffen.Heeresgeschichtliches Museum (Austria): Die Streitkräfte der Republik Österreich, 1918-1968, Katalog zur Sonderausstellung im Heeresgeschichtlichen Museum Wien, Wien 1968, S. 340 In die Truppe eingeführt wurde der Rang am 1. Juli 1965.Vgl. dazu Rolf M. Urrisk: Die Uniformen des österreichischen Bundesheeres 1952-1995, H. Weishaupt Verlag, Graz 1994, ISBN 3-7059-0012-9, S. 116 Zeichnung 109

Auf Auslandseinsätzen wird er auf Englisch als Warrant Officer III (WO) bezeichnet.Die Dienstgrade im internationalen Vergleich (NATO rank class system) (Internetseite des Bundesministeriums für Landesverteidigung, engl.), aufgerufen am 16. April 2026 Gemäß dem NATO Rank Class System entspricht ihm der Bundeswehrdienstgrad Stabsfeldwebel bzw. der Adjutant Unteroffizier der Schweizer Armee (NATO-Code: OR-8).

Die Distinktionssterne ähneln einem stilisierten Alpen-Edelweiß, einer Alpenblume, die in Österreich traditionell in vielen Bereichen symbolische Bedeutung besitzt. Seit dem 1. Juli 1965 sind sie für Unteroffiziere an der Gesellschaftsuniform in feinerer Ausführung. Die Rangabzeichen des Bundesheeres der 2. Republik orientieren sich an den bis 1918 gebräuchlichen alt-österreichischen Kragendistinktionen, variieren diese jedoch, besonders auffällig bei den Unteroffizieren (Wachtmeister bis Vizeleutnant).Urrisk (1994), S. 111 f. Dazu eine silberne Schulterspange mit Schuber, wie alle Unteroffiziere (silber-golden für Stabsunteroffizieren).

Das Kragenabzeichen (Distinktion) besteht aus farbigen, von gedrehter Silberschnur eingefassten Kragenpatten (Paroli). Darauf in mittelbreiter und darüber ein schmaler weißer Streifen, darüber zwei weiße sechsspitzige Sterne (in Form von stilisiertem Alpen-Edelweiß). Die Einführung neuer Unteroffiziersdienstgrade (Oberwachtmeister, Oberstabswachtmeister, Vizeleutnant) zum 1. Juli 1965 machte eine Änderung der bisherigen Gradabzeichen von Stabswachtmeister und Offiziersstellvertreter notwendig. Seit dem 1. Juli 1965 sind sie für Unteroffiziere an der Gesellschaftsuniform in feinerer Ausführung. Die Rangabzeichen des Bundesheeres der 2. Republik orientieren sich an den bis 1918 gebräuchlichen alt-österreichischen Kragendistinktionen, variieren diese jedoch, besonders auffällig bei den Unteroffizieren (Wachtmeister bis Vizeleutnant).Urrisk (1994), S. 111 f.

Der Oberstabswachtmeister des Bundesheeres ist nicht zu verwechseln mit dem Stabsoberwachtmeister, der Anfang/Mitte 1935 in den kasernierten Bereitschafts- bzw. Landespolizeien der deutschen Reichsländer aufkam, wie bspw. in der Bayerischen Landespolizei. Der Dienstgrad war sehr kurzlebig, da das Personal der Landespolizeien ab Sommer/Herbst 1935 in Heer und Luftwaffe der deutschen Wehrmacht überführt wurde. Die bisherigen Polizei-Stabsoberwachtmeister wurden dabei zu Unterfeldwebeln ernannt.

Literatur Rolf M. Urrisk: Die Uniformen des österreichischen Bundesheeres 1952-1995, H. Weishaupt Verlag, Graz 1994, ISBN 3-7059-0012-9

Einzelnachweise

Kategorie:Dienstgrad (Bundesheer) Kategorie:Unteroffiziersdienstgrad