Piotr Sonnewend (* 1953 in Poznań, Polen) ist ein polnischer Zeichner, Grafiker, Bühnenbildner und Autor.
Leben mini|Annäherung von Piotr Sonnewend vor der Stadthalle Ahaus mini|Skulptur am Hausvaterweg 39, in Berlin-Falkenberg Sonnewend studierte von 1973 bis 1979 Malerei, Grafik und Bildhauerei an der Kunstakademie Poznań und absolvierte ein Praktikum im Bereich Bühnenbild am Szajna Theater in Warschau. Im Jahr 1979 erhielt er sein Diplom in Lithografie und Zeichnung.Große Kunstausstellung Halle (Saale), Katalog 2007 Im Jahr 1981 entschied er sich für die Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland, lebte vorerst in Berlin, anschließend in Schöppingen – wo er 1990 einer der Gründer des Künstlerdorfs Schöppingen war – und seit 1997 in Legden.
Seine Werke wurden auf Ausstellungen u. a. in Berlin, Posen, Warschau, Krakau, Sofia und Lüttich gezeigt. Seit 1981 stellt er verstärkt in Westdeutschland, den Niederlanden und Italien aus. Er hat eine Dauergastprofessur für Zeichnung, Lithographie und Bühnenbild an der Kunstakademie Posen und Danzig inne. Er hatte Lehraufträge an der Universität-Gesamthochschule Paderborn und an der Freien Kunstakademie Essen und leitete Kunststudentenprojekte an der Kunstakademie aki – Enschede/Niederlande und IBKK Bochum. Arbeiten von ihm befinden sich in öffentlichen Sammlungen (Nationalmuseen Posen, Brüssel) und städtischen Galerien, Skulpturen und Objekte in Schöppingen, Heek-Nienborg und Ahaus (Euregio-Kunstroute).
Sonnewend arbeitet auch als Bühnenbildner und inszeniert Performances. Seit Ende der 1980er-Jahre wirkt er als Bühnenbildner am Wolfgang-Borchert-Theater in Münster und bei der Theater-Initiative Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, 1993 wird er zum Chefbühnenbildner am Landestheater der Burghofbühne Dinslaken bestellt.
Die Schwerpunkte seiner künstlerischen Interessen liegen im Bereich von Zeichnungen und Lithographie, Bühnenbild und Performance. In seinen zweidimensionalen Arbeiten entwickelt er, die spezifischen Eigenschaften von Material und Technik nutzend, reich differenzierte Bildflächen feinster grafischer Strukturen und monochromer Farbigkeit.
Der polnische Maler Czeslaw (Stefan) Sonnewend (1885–1939) war sein Großvater.
Auszeichnungen Preis des polnischen Kultusministers für Graphische Arbeiten der besten Kunststudenten Polens, Poznań 1976 Wroniecki-Preis für Zeichnung, Poznań 1980 Preis des Wolfgang Borchert Theaters für das beste Bühnenbild im Jahr, Münster 1990 Grafikjahresausgabe – Aldegrever Gesellschaft, Münster 2005 Große Kunstausstellung in Halle, Publikumspreis Kunsthalle Villa Kobe, Halle an der Saale 2007Katalog zur Großen Kunstausstellung 2008, Vorwort des Vorstands
Veröffentlichungen 2009: Monochrome Zeichnungen, ISBN 978-3-939817-46-8 2011: Monochrom Zeichnen – Wege zu einer besonderen Kunstform, ISBN 978-3-939817-78-9
Weblinks
Vita auf der Webseite der Freien Kunst Akademie Augsburg Vita auf der Webseite des IBKK Bochum Homepage von Piotr Sonnewend
Einzelnachweise
Kategorie:Grafiker (Deutschland) Kategorie:Bühnenbildner (Deutschland) Kategorie:Sachbuchautor (Kunst) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann