Der Götz-Friedrich-Preis ist nach dem Musiktheaterregisseur Götz Friedrich benannt und mit 5.000 Euro dotiert. Die Götz-Friedrich-Stiftung würdigt und fördert damit herausragende Leistungen im Bereich der Musiktheaterregie und vergibt den Preis zum Zweck der Nachwuchsförderung.

Der Preis zeichnet Regisseure unter 35 Jahren aus und wurde durch die Deutschsprachige Opernkonferenz ausgerichtet. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist der Preis an der Deutschen Oper Berlin beheimatet, der Hauptwirkungsstätte von Götz Friedrich. Der Preis wird finanziell vom Förderkreis des Hauses unterstützt.

Regiepreis

Spielzeit Regisseur Oper Ort der Aufführung 1997/98 Michael Schulz Poulenc: Dialogues des Carmélites Aalto-Musiktheater Essen 1999/00 Franziska Severin Teofane Stadttheater St. Gallen 2000/01 Sebastian Baumgarten Puccini: Tosca Staatstheater Kassel 2001/02 Jörg Behr Hyperion Freiburger Theater 2002/03 Stefan Herheim Bellini: I puritani Aalto-Musiktheater Essen 2003/04 Philipp Kochheim Wagner: Tannhäuser Theater Heidelberg 2004/05 Lorenzo Fioroni Honegger: Johanna auf dem Scheiterhaufen Staatstheater KasselBerliner Zeitung: , 26. September 2008, abgerufen am 2. September 2020. 2006/07 Benedikt von Peter Chief Joseph Theater HeidelbergGötz Friedrich Stiftung: , ohne Datumsangabe, abgerufen am 2. September 2020. 2007/08 Johannes Erath Jules Massenet: Cendrillon Stadttheater Bern 2008/09 Elisabeth Stöppler Britten: Peter Grimes Musiktheater im Revier, GelsenkirchenBild: Regie-Preis für Elisabeth Stöppler, 27. September 2009, abgerufen am 31. Oktober 2016. 2009/10 Eva-Maria Höckmayr Debussy: Pelléas et Mélisande Theater Aachen KlassikInfo.de: , ohne Datumsangabe, abgerufen am 31. Oktober 2016. 2010/11 Benjamin Schad Britten: The Turn of the Screw Oper KölnClassicCard: , ohne Datumsangabe, abgerufen am 2. September 2020. 2011/12 Eva-Maria Weiss Aschenputtel Staatsoper Unter den LindenTheater der Zeit: Götz-Friedrich-Preis: Eva-Maria Weiss mit Studiopreis ausgezeichnet / Hauptpreis nicht vergeben, ohne Datumsangabe, abgerufen am 31. Oktober 2016. Es besteht eine Diskrepanz zwischen dieser Meldung und der Preisträgerliste auf der Website der Götz-Friedrich-Stiftung (siehe #Weblinks). Hier wurde die Version der Stiftung gewählt. 2012/13 Julia Huebner Die erleuchtete Fabrik(Collage mit Werken von Nono, Kurtág, Maderna und Berio) Deutsches Nationaltheater Weimar Klassik.com: Götz-Friedrich-Preis für Julia Hueber (sic!), 5. Oktober 2013, abgerufen am 16. Oktober 2016. 2013/14 Yuval Sharon Adams: Doctor Atomic Staatstheater Karlsruhe Badisches Staatstheater Karlsruhe: , abgerufen am 2. September 2020. 2014/15 Nadja Loschky Puccini: Madama Butterfly Theater Bielefeld Klassik heute: Götz-Friedrich-Preise und Kompositionspreis "Neue Szenen III" vergeben, abgerufen am 16. Oktober 2016. 2015/16 Ute M. Engelhardt Janáček: Das schlaue Füchslein Oper Frankfurt Götz-Friedrich-Stiftung: , abgerufen am 2. September 2020.2016/17Mizgin BilmenDalbavie: Charlotte Salomon Theater Bielefeld2017/18 2018/19Nina RussiBernstein: Trouble in Tahiti / A Quiet PlaceTheater Aachen2019/20 2020/21Anna Katherina BernreitnerWolfgang Rihm: ProsperinaNeue Oper Wien2022/23Friederike BlumPeter Eötvös: Tri SestryTheater Hagen 2023/24 Lisenka Heijboer Castanon John Adams: The Gospel according to the other Mary Volksoper Wien2024/25Aileen SchneiderAribert Reimann: MelusineOper Frankfurt2025/26Giulia Giammona und Elena Maria ArtisiPaul Hindemith: Cardillac und Donizetti: Lucia di LammermoorStaatstheater Meiningen und Theater Altenburg GeraGötz-Friedrich-Preis für junge Opernregie verliehen, nachtkritik.de vom 7. Juli 2026, abgerufen am 8. Juli 2026

Studiopreis Seit der Spielzeit 2009/10 vergibt die Stiftung auch einen Studio-Preis, der mit 2.500 Euro dotiert ist. Dieser Preis soll die beste Regie im Bereich Kindermusiktheater, experimentelles Musiktheater oder Kammeroper auszeichnen.

Spielzeit Regisseur Oper Ort der Aufführung 2009/10 Elmar Supp Noahs Flut Theater Heidelberg Klassik.com: Elmar Supp gewinnt Studiopreis der Götz-Friedrich-Stiftung, 21. September 2010, abgerufen am 31. Oktober 2016. 2010/11 Tabea Kranefoed Die Bremer Stadtmusikanten Theater Erfurt bei den DomStufen-FestspielenNeue Musikzeitung: Erfurter Nachwuchsregisseurin für Domstufen-Inszenierung geehrt, 7. Oktober 2011, abgerufen am 31. Oktober 2016. 2011/12 nicht verliehen 2012/13 Anselm Dalferth Kagel: Der mündliche Verrat Nationaltheater Mannheim Berliner Morgenpost: Götz-Friedrich-Stiftung vergibt Regie-Preise, 26. September 2013, abgerufen am 2. September 2020. 2013/14 Béatrice Lachaussée Rihm: Jakob Lenz Oper Köln in der Trinitatiskirche Klassik.com: Götz-Friedrich-Preis 2014 für Yuval Sharon und Béatrice Lachaussée, 5. September 2014, abgerufen am 16. Oktober 2016. 2014/15 Dorian Dreher Schubert: Schwanengesang Nationaltheater Mannheim Klassik.com: Dorian Dreher erhält Studio-Preis der Götz-Friedrich-Stiftung, 8. Juli 2015, abgerufen am 16. Oktober 2016. 2015/16 Alexander Fahima Rzewski: Der Triumph des Todes(nach dem Oratorium Die Ermittlung von Peter Weiss) Deutsches Nationaltheater Weimar und Kunstfest Weimar 2016/17 Anna Drescher Udo Zimmermann: Weisse Rose Theater Orchester Biel Solothurn 2017/18 2018/19 Kai Anne Schuhmacher Viktor Ullmann: Der Kaiser von Atlantis Theater Gera

Die Preisgelder wurden 2016, wie „in den letzten Jahren“, von der GASAG gestiftet.

Weitere Preise 2015 wurden zwei zusätzliche Preise verliehen: Der Sonderpreis Tischlerei beinhaltet die Einladung zu einer Inszenierung an dieser Spielstätte der Deutschen Oper Berlin und wurde an Maximilian von Mayenburg für Xerxes verliehen. Der neu gestiftete Karan-Armstrong-Preis (benannt nach der Sängerin Karan Armstrong, der Witwe Götz Friedrichs) ging an Martin G. Berger für seine Inszenierung der Fledermaus von Johann Strauss am Staatstheater Hannover.

Weblinks Götz-Friedrich-Preis Website der Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterpreis (Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 1997