Theodor Brannekämper, auch genannt Theo Brannekämper, (* 22. September 1900 in München; † 5. Januar 1989) war ein deutscher Bauingenieur und Bauunternehmer.

Leben Brannekämper studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule München und wurde zum Dr.-Ing. promoviert. 1934 machte er sich mit einem Bauunternehmen für Hoch- und Tiefbau selbstständig. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Bauunternehmer in der Bautruppe der Organisation Todt in Frankreich und in der Sowjetunion eingesetzt.

Theo Brannekämper war nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Bauunternehmer sowie als Dombaumeister in München wesentlich im Wiederaufbau der Stadt engagiert.Münchener Theologische Zeitschrift, Band 57, M. Huber Verlag 2006, S. 299.Abhandlungen, Ausgabe 120, Bayerische Akademie der Wissenschaften. Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse, C. H. Beck, München 1965, S. 6 ff.

Er galt als Experte für Bodenmechanik und schwierige Gründungen. Er war bei zahlreichen Bauprojekten in Bayern, insbesondere München, tätig wie bei der Stabilisierung des Turms der Münchener TheatinerkircheHeinz Staudinger: Weilheimer Schulgeschichten 1939–1952, Band 2 1950–1952. 2013, S. 85 f., dem Wiederaufbau der Münchner FrauenkircheGeorg Schwaiger, Hans Ramisch: Monachium sacrum. Festschrift zur 500-Jahr-Feier der Metropolitankirche Zu Unserer Lieben Frau in München, Band 2. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1994, S. 181 ff., des Münchener Nationaltheaters, des Schlosses Fürstenried, des Maximilianeums und des Würzburger Doms.Richard Schömig: Ecclesia cathedralis. Der Dom zu Würzburg. Echter-Verlag, 1967, S. 33 ff.

1959 wurde er von Kardinal-Großmeister Nicola Canali zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 5. Dezember 1959 im Kölner Dom durch Lorenz Kardinal Jaeger, Großprior des Ordens, investiert.

Er wurde auf dem Alten Teil des Münchener Waldfriedhofs bestattet (Grab 110-W-02).

Sein Enkel ist der Architekt und Politiker Robert Brannekämper.

Ehrungen Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (9. September 1954), abgerufen am 13. Januar 2015 Ritter vom Heiligen Grab (1959) Bayerischer Verdienstorden

Schriften Die Senkungserscheinungen im Hoch- und Tiefbau der Stadt München. Dissertation, Technische Hochschule München, 1930. Die Gründungskonstruktionen und die Grundwasserverhältnisse im Haupt- und Nebengebäude des Ansbacher Schlosses. Staatliches Hochbauamt München, München 1966. (mit Karl Abenthum und Karl Gustav Fellerer): Der Münchener Liebfrauendom nach seiner Wiederherstellung. Verlag Keller & Burkardt, 1978.

Literatur 50 Jahre Bauunternehmung Brannekämper. Festschrift. Rückschau auf 50 Jahre Lebenswerk Theo Brannekämper. Begutachtung und konstruktive Sanierung zerstörter Bauwerke (Liebfrauendom, Maximilianeum, Michaelshofkirche, Theatinerkirche, Armeemuseum, Nymphenburger Porzellanmanufaktur, Künstlerhaus München, Dianatempel, Feldherrnhalle, Monopteros, Schloß Nymphenburg, etc.). München 1984. Wer ist wer? 18. Ausgabe 1974, S. 110.

Einzelnachweise

Kategorie:Bauingenieur Kategorie:Bauunternehmer Kategorie:Dombaumeister Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Ritter (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1900 Kategorie:Gestorben 1989 Kategorie:Mann