Dieser Artikel behandelt tagesbezogene Nachrichten und Ereignisse im Februar 2015.

Tagesgeschehen Sonntag, 1. Februar 2015 Glendale/Vereinigte Staaten: Die American-Football-Mannschaft New England Patriots gewinnt durch einen Sieg über die Seattle Seahawks den 49. Super Bowl. Lusail/Katar: Im Finale der 24. Handball-Weltmeisterschaft der Männer bezwingt Frankreich den Gastgeber und wird zum fünften Mal Weltmeister. Der Erfolg der Katarer löst Diskussionen über den Nationenwechsel von Spielern aus, da in der katarischen Handballnationalmannschaft regelkonform überdurchschnittlich viele Mannschaftsteilnehmer früher für andere Nationen spielten. Moskau/Russland: Ein Großfeuer zerstört weite Teile der Bibliothek der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Montag, 2. Februar 2015 Den Haag/Niederlande: Der Internationale Gerichtshof spricht Serbien und Kroatien vom gegenseitig erhobenen Vorwurf des Völkermords während des Jugoslawienkriegs frei.

Dienstag, 3. Februar 2015 Amman/Jordanien: Es wird bekannt, dass der jordanische Pilot Muʿādh al-Kasāsba ermordet wurde. Er wurde vermutlich Anfang Januar von der Terrororganisation Islamischer Staat verbrannt. N’Djamena/Tschad: Nach Berichten der tschadischen Streitkräfte haben diese nach schweren Kämpfen gegen die Terrormiliz Boko Haram die nordnigerianische Stadt Gamboru zurückerobert.

Mittwoch, 4. Februar 2015 Kousséri/Kamerun: Bei einem mutmaßlichen Racheakt für die gestrige Niederlage im Norden Nigerias, überfällt die Terrormiliz Boko Haram den Ort Fotokol im Norden Kameruns und tötet neben tschadischen und kamerunischen Soldaten auch Dutzende Zivilisten. Taipeh/Taiwan: Ein Flugzeug vom Typ Turboprop der taiwanesischen Fluggesellschaft TransAsia Airways stürzt kurz nach dem Start nahe Taipeh ab. Mindestens 31 Personen kommen dabei ums Leben.

Donnerstag, 5. Februar 2015 Berlin/Deutschland: Die 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden mit dem Film Nobody Wants the Night der Regisseurin Isabel Coixet eröffnet. Brüssel/Belgien: Die NATO plant als Reaktion auf die russische Einmischung in den Ukraine-Konflikt die Aufstockung der NATO Response Force für weltweite Einsätze auf 30.000 Soldaten. Unter anderem als Logistik- und Koordinierungszentren sollen sechs neue Stützpunkte in den östlichen NATO-Ländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Bulgarien dienen. Buenos Aires/Argentinien: Nach dem mysteriösen Tod des Sonderstaatsanwaltes Alberto Nisman soll Bundesrichter und Menschenrechtsexperte Daniel Rafecas Vorwürfe gegen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner prüfen, die die Strafverfolgung mutmaßlicher iranischer Drahtzieher des Anschlages auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA von 1994 vereiteln wollte. Dili/Osttimor: Mit einem Schreiben an Präsident Taur Matan Ruak reicht Premierminister Xanana Gusmão seinen Rücktritt ein. Anfang der Woche hatte er Gespräche mit dem Staatsoberhaupt über eine Regierungsumbildung nach Korruptionsvorwürfen gegen mehrere Minister begonnen. Gusmãos Wunschkandidat für seine Nachfolge ist Rui Maria de Araújo.

Freitag, 6. Februar 2015 Bata/Äquatorialguinea: Der afrikanische Fußballverband ahndet Marokko für dessen Weigerung, die Fußball-Afrikameisterschaft dieses Jahr auszutragen, mit einem Ausschluss von den nächsten beiden Kontinentalmeisterschaften und einer Geldstrafe von einer Million Dollar. Marokko begründete die Absage des Afrikacups mit Sorge vor der Ebola-Epidemie, weswegen die Ausrichtung des Turniers ersatzweise nach Äquatorialguinea vergeben wurde. Diffa/Niger: Nigrische und tschadische Truppen wehren eine Offensive der Terrormiliz Boko Haram auf die Städte Diffa und Bosso im äußersten Südosten Nigers ab. Dabei werden über 100 Milizionäre getötet. Der Konflikt greift hiermit zum ersten Mal auf den Niger über. München/Deutschland: Bei der Eröffnung der 51. Münchener Sicherheitskonferenz erneuert Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angesichts vieler weltweiter Krisenherde das Angebot Deutschlands, in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern eine stärkere Führungsrolle zu übernehmen. Sanaa/Jemen: Schiitische Milizionäre der Huthi-Rebellen kündigen nach dem Zerfall der Staatsmacht im Jemen an, die Kontrolle über das Land zu übernehmen. Mit der Veröffentlichung einer Übergangsverfassung wird das Amt des Präsidenten für zwei Jahre von einem noch zu wählenden fünfköpfigen Gremium sowie das aufgelöste Parlament durch einen provisorischen Nationalrat ersetzt.

Samstag, 7. Februar 2015 Abuja/Nigeria: Die staatliche Wahlkommission verkündet die Verlegung der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen wegen Sicherheitsbedenken vom 14. Februar auf den 28. März. Die Gouverneurs- und Regionalwahlen in den 36 Bundesstaaten werden aus demselben Grund vom 28. Februar auf den 11. April verschoben. In den verbleibenden Wochen bis zu den Wahlen soll eine Eingreiftruppe der Afrikanischen Union die nordöstlichen Gebiete des Landes aus dem Griff der Terrormiliz Boko Haram befreien. Bagdad/Irak: Unmittelbar vor der geplanten Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre in der irakischen Hauptstadt kommen bei einer dortigen Anschlagsserie mindestens 32 Personen ums Leben. Bratislava/Slowakei: Ein Referendum über ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen scheitert an der zu geringen Beteiligung von 21 % der Wahlberechtigten. Für einen Erfolg wären 50 % Wahlbeteiligung nötig gewesen. Unter den Abstimmenden votieren 90 % gegen die Homo-Ehe. Gao/Mali: In der Region Gao im Osten Malis flammen Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppierungen von Tuareg-Rebellen und regierungstreuen Milizen auf. Dabei geht es um die Kontrolle von Handelsorten und -wegen.

Sonntag, 8. Februar 2015 Bata/Äquatorialguinea: Die Elfenbeinküste siegt gegen Ghana im Finale der 30. Fußball-Afrikameisterschaft im Elfmeterschießen mit 9:8 und holt den Titel des Afrikameisters. Berlin/Deutschland: Der amtierende britische Snooker-Weltmeister Mark Selby gewinnt im Berliner Tempodrom das German Masters 2015. Kairo/Ägypten: Bei schweren Ausschreitungen im Vorfeld der Begegnung in der höchsten ägyptischen Spielklasse zwischen al Zamalek SC und ENPPI Club sterben mindestens 22 Fußballbegeisterte. London/Vereinigtes Königreich: Bei der 68. Verleihung der British Academy Film Awards erhält Boyhood von Regisseur Richard Linklater die Auszeichnung als bester Film. Los Angeles/Vereinigte Staaten: Bei der 57. Verleihung der Grammy Awards erhält der britische Musiker Sam Smith vier Auszeichnungen, darunter die für den Song des Jahres („Stay With Me“).

Montag, 9. Februar 2015 Manama/Bahrain: Das bahrainische Informationsministerium begründet die Schließung des saudischen Nachrichtensenders Al Arab mit der Nichteinhaltung von regionalen und internationalen Standards zur Bekämpfung des Terrorismus. Der Fernsehsender hatte kurz nach dessen Start vergangene Woche die Ausstrahlungen nach einem Interview mit einem Vertreter der schiitischen Opposition aus technischen und administrativen Gründen abgebrochen. Marseille/Frankreich: Unmittelbar vor dem Besuch des französischen Premierministers Manuel Valls in Marseille attackieren vermummte Unbekannte die Polizei. Mogadischu/Somalia: Kämpfer der somalischen Shabaab-Miliz erschießen in Mogadischu einen Parlamentsabgeordneten. Die Islamisten werfen der Regierung die Zustimmung zur Stationierung ausländischer Truppen in dem ostafrikanischen Land vor.

Dienstag, 10. Februar 2015 Kramatorsk/Ukraine: Bei mehreren Raketenangriffen auf die Stadt Kramatorsk werden mindestens 15 Personen getötet und 63 weitere verletzt. Geschosse des russischen Raketenwerfer-Typs Smertsch schlagen im ukrainischen Militärhauptquartier für die Anti-Terror-Operation, in dichtbesiedelten Wohngebieten und am dortigen Flughafen ein. Taipeh/Taiwan: Der Minister für die Beziehungen zu Festlandchina, Wang Yu-chi, tritt nach Vorwürfen, sein früherer Stellvertreter habe Staatsgeheimnisse an die Volksrepublik China weitergegeben, zurück.

Mittwoch, 11. Februar 2015 Berlin/Deutschland: Mit einem Staatsakt wird in Berlin des verstorbenen Richard von Weizsäcker gedacht. Das ehemalige Staatsoberhaupt wird in Reden mehrerer Trauergäste als großer Deutscher gewürdigt. Grosseto/Italien: Francesco Schettino, verantwortlicher Kapitän bei der Havarie der Costa Concordia im Januar 2012, wird erstinstanzlich zu 16 Jahren Haft wegen Schiffbruchs und fahrlässiger Tötung sowie zu einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt.

Donnerstag, 12. Februar 2015 Caracas/Venezuela: Zum Jahrestag der Proteste in Venezuela 2014 kommt es erneut zu gewalttätigen Demonstrationen gegen Nicolás Maduro. Minsk/Belarus: Die Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, und Russlands als indirekter Vertreter der prorussischen Separatisten, Wladimir Putin, unterzeichnen unter Vermittlung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Präsidenten François Hollande eine Einigung über eine Waffenruhe im Kriegsgebiet Donbass im Osten der Ukraine, die zum Sonntag in Kraft treten soll.

Freitag, 13. Februar 2015 Dakar/Senegal: Ein vom Senegal und der Afrikanischen Union eingerichtetes Sondertribunal entscheidet, den früheren Präsidenten der Republik Tschad, Hissène Habré, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor ein Schwurgericht im Senegal, wohin Habré nach seinem Sturz geflohen war, zu stellen. Während seiner achtjährigen Herrschaft kamen 40.000 Oppositionelle und Mitglieder ethnischer Minderheiten um. Damit soll erstmals einem afrikanischen Staatschef vor einem afrikanischen Gericht wegen Gräueltaten der Prozess gemacht werden. Freetown/Sierra Leone: Nach einem erneuten Todesfall durch das Ebola-Virus stellen sierra-leonische Behörden 700 Häuser im westlichen Vorort Aberdeen der Hauptstadt als Vorsichtsmaßnahme unter Quarantäne. Bisher sind in Westafrika 9250 Personen durch die Ebolafieber-Epidemie umgekommen. Kiew/Ukraine: Der ukrainische Präsident Poroschenko beruft den ehemaligen georgischen Präsidenten Saakaschwili als Berater für Reformen. N’Djamena/Tschad: Erstmals nach dem Eingreifen der tschadischen Armee zur Bekämpfung der islamistischen Terrormiliz Boko Haram überfällt diese mit Ngouboua ein tschadisches Dorf am Ufer des Tschadsees und tötet dort zehn Bewohner. Peschawar/Pakistan: Ein Anschlag der Taliban auf eine schiitische Moschee fordert mindestens 19 Todesopfer, 40 weitere werden verletzt. Taunggyi/Myanmar: Bei Kämpfen zwischen Rebellen und der myanmarischen Armee in der Region Kokang im Shan-Staat kommen Dutzende Soldaten um. Tausende Zivilisten, zumeist ethnische Chinesen, flüchten über die Grenze in die Provinz Yunnan der Volksrepublik China. Als Auslöser des bewaffneten Konflikts werden territoriale Streitigkeiten angenommen.

Samstag, 14. Februar 2015 Berlin/Deutschland: Der iranische Spielfilm Taxi gewinnt mit dem Goldenen Bären den Hauptpreis der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlins. Die Jury würdigt den Film von Jafar Panahi als Zeichen gegen die Unterdrückung der Kunst. Den Preis nimmt seine Nichte entgegen, da Panahi selbst nicht aus dem Iran ausreisen darf, wo er unter Hausarrest steht und mit einem Berufsverbot belegt ist. Kopenhagen/Dänemark: Bei einer Schießerei während einer Veranstaltung über Kunst, Meinungsfreiheit und Gotteslästerei stirbt eine Person, drei Polizisten werden verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Anschlag dem schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks, einem Redner der Veranstaltung, gilt. Vikersund/Norwegen: Der slowenische Skispringer Peter Prevc stellt mit einer Weite von 250 Metern einen neuen Weltrekord im Skifliegen auf.dpa: Severin Freund krönt Weltrekord-Show, 15. Februar 2015. Christchurch/Neuseeland: Der elfte Cricket World Cup beginnt.

Sonntag, 15. Februar 2015 Braunschweig/Deutschland: Der diesjährige Braunschweiger Karnevalsumzug wird wegen Hinweisen auf einen bevorstehenden Terroranschlag auf ebendiesen abgesagt.