mini|500px|Mehrheiten in den Gemeinden nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 (ohne Graz)

mini|350px|Die Ergebnisse der Gemeinderatswahlen in der Steiermark von 1970 bis 2015 im Vergleich Die Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 fanden am 22. März 2015 statt.Land Steiermark: Wahltermine (abgerufen am 8. Jänner 2014) Die Wahlen finden nach den Bestimmungen der Gemeindewahlordnung 2009, in der Fassung vom 26. September 2014 statt.Land Steiermark: (PDF; 602 kB; abgerufen am 8. Jänner 2014) Die Ausschreibung zur Wahl erfolgte am 30. Dezember 2014 mittels Landesgesetzblatt der Steiermark, 153. Verordnung durch Landeshauptmann Franz Voves.Land Steiermark: , abgerufen am 8. Jänner 2014 Die Wahl des Bürgermeisters erfolgt in den steirischen Gemeinden durch den jeweiligen Gemeinderat in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats. Ausgenommen von dieser Wahl war die Stadt Graz, wo die nächste Gemeinderatswahl erst 2017 stattfand.

Bei der Gemeinderatswahl 2015 standen in 286 Gemeinden insgesamt 5088 Gemeinderäte zur Wahl. Bei der Gemeinderatswahl 2010 waren dies noch 7507 Gemeinderäte,Land Steiermark: GRW 2010 - Daten - Auswertungen (Excel-Dokument, 86 kB; abgerufen am 8. Jänner 2014) was einem Minus von 32,2 Prozent entspricht.

Als Gewinner der Wahlen ging die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hervor, die mit einem Gewinn von 7,31 Prozent ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln konnte. Während 2010 noch 6,55 Prozent FPÖ-Mandataren ihre Stimme gaben, waren es bei dieser Wahl 13,86 Prozent. Über geringe Zugewinne durften sich ebenfalls die Grünen freuen, deren Stimmenanteil von 2,12 auf 3,33 Prozent (plus 1,21 Prozent) anstieg. Die NEOS, die erstmals in 15 Gemeinden kandidierten, schafften lediglich 0,39 Prozent und nur in 6 Gemeinden Mandate. Eindeutiger Verlierer der Wahlen waren die beiden Großparteien Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und Österreichische Volkspartei (ÖVP). Die SPÖ fiel von 37,72 auf 31,57 Prozent zurück, was einem Minus von 5,42 Prozent entspricht, und verlor dabei vor allem in ihren traditionellen Hochburgen Bruck an der Mur, Mürzzuschlag, Kapfenberg, Knittelfeld und Leoben. Mit einem Minus von 4,09 Prozent fiel die ÖVP ebenfalls von 46,81 auf 42,72 Prozent zurück, konnte dabei aber ihre absoluten Mehrheiten in der Ost- und Südsteiermark weitgehend behaupten. Mit nur 73,36 Prozent war die Wahlbeteiligung weiter sinkend und erreichte 2015 ihren bisherigen Tiefststand.

Wahlkalender In der Sitzung des Steiermärkischen Landtags wurde am 18. Dezember 2014 folgender Wahlkalender beschlossen:Land Steiermark: , abgerufen am 8. Jänner 2014) 5. Jänner 2015 – Stichtag zur Wahl; das ist 75 Tage vor dem Wahltermin, 12. Jänner 2015 – Ende der Frist für die Ernennung Sprengelwahlleiter und deren Stellvertreter, 24. Jänner 2015 – Meldung der vorläufigen Anzahl der Wahlberechtigten, 26. Jänner 2015 – Konstituierung der Wahlbehörden, Auflage der Wählerverzeichnisse und Übergabe von Abschriften an die Parteien, 30. Jänner 2015 – Ende der Einspruchsfrist, 13. Februar 2015 – um 13:00 Uhr Ende der Frist für Einbringung der Gemeindewahlvorschläge bei Gemeindewahlbehörde, 16. Februar 2015 – Abschluss des Wählerverzeichnisses und Meldung der endgültigen Wahlberechtigten, 19. Februar 2015 – Abschluss der Gemeindewahlvorschläge durch die Gemeindewahlbehörde, 1. März 2015 – Festsetzung der Wahlzeit und der Wahllokale der Wahlsprengel, 11. März 2015 – Aussendung der amtlichen Wahlinformation 13. März 2015 – vorgezogene Stimmabgabe, 18. März 2015 – Ende für schriftliche Wahlkartenanträge 22. März 2015 – Ende für mündliche Wahlkartenanträge 22. März 2015 – Wahltag 24. März 2015 – spätester Termin für die Kundmachung des Wahlergebnisses 8. April 2015 – Ende der Einspruchsfrist bei der Landeswahlbehörde

Ausgangslage Aufgrund der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde die Zahl der Gemeinden mit 1. Jänner 2015 von 539 auf 287 Gemeinden (inkl. Graz) reduziert, was einer Auflösung von 252 Gemeinden entspricht. Drei weitere Gemeinden wurden bereits mit 1. Jänner 2014 aufgelöst. Die kommunalpolitischen Auswirkungen auf die Stärke der einzelnen Parteien sind noch nicht absehbar.

Bis zur Konstituierung der Gemeinderäte in den neuen Gemeinden wurden Regierungskommissäre eingesetzt. Die neuen Bürgermeister werden dann im Rahmen der konstituierenden Sitzungen von den Gemeinderäten gewählt.

Während bei den Gemeinderatswahlen 2010 die Steirische Volkspartei oder eine ihr nahestehende Liste nur in einer einzigen Gemeinde (Nestelbach im Ilztal) nicht antrat, war dies bei der Sozialdemokratischen Partei Österreichs in 33 Gemeinden (Aug-Radisch, Bierbaum am Auersbach, Breitenfeld am Tannenriegel, Brodingberg, Dietersdorf am Gnasbach, Ebersdorf, Edelsgrub, Edelstauden, Freiland bei Deutschlandsberg, Garanas, Gemeinde Modriach, Glojach, Gössenberg, Großwilfersdorf, Gschaid bei Birkfeld, Gschnaidt, Hainersdorf, Hainsdorf im Schwarzautal, Johnsbach, Loipersdorf bei Fürstenfeld, Mitterlabill, Poppendorf, Reichendorf, Rinegg, Röthelstein, Schönberg-Lachtal, Schwarzau im Schwarzautal, Stein, Unterauersbach, Vornholz, Weinburg am Saßbach, Wielfresen und Zeutschach) der Fall. Die Freiheitliche Partei Österreichs kandidierte in 274 Gemeinden und Die Grünen in 86 Gemeinden. Das Bündnis Zukunft Österreich trat in 54 Gemeinden an und die Kommunistische Partei Österreichs in 25 Gemeinden. Dazu wurden bei den Gemeinderatswahlen 2010 insgesamt 130 Namens- und Bürgerlisten verzeichnet.Land Steiermark: GRW 2010 – wahlwerbende Parteien je Gemeinde (Excel-Dokument, 171 kB; abgerufen am 8. Jänner 2015)Land Steiermark: GRW 2010 – Übersicht über die Anzahl der wahlwerbenden Parteien, bezirksweise (Excel-Dokument, 171 kB; abgerufen am 8. Jänner 2015)

Anzahl der Gemeinden mini|400px|Grafische Übersicht über die durch die Zusammenlegungen neu entstandenen Gemeinden. Diese sind grün dargestellt. In den weiß dargestellten Gemeinden ergaben sich keine strukturellen Veränderungen. Bezirk 2010 2015 Differenz Bezirk Bruck-Mürzzuschlag 37 19 −18 Bezirk Deutschlandsberg 40 15 −25 Bezirk Graz-Umgebung 57 36 −21 Bezirk Hartberg-Fürstenfeld 64 36 −28 Bezirk Leibnitz 48 29 −19 Bezirk Leoben 19 16 −3 Bezirk Liezen 51 29 −22 Bezirk Murau 34 14 −20 Bezirk Murtal 38 20 −18 Bezirk Südoststeiermark 74 26 −48 Bezirk Voitsberg 25 15 −10 Bezirk Weiz 54 31 −23

Betroffene Gemeinden Von der Gemeindestrukturreform, die mit 1. Jänner 2015 in Kraft trat, waren folgende Gemeinden betroffen (in Klammer die bisher eigenständigen Gemeinden): Bezirk Bruck-Mürzzuschlag:ORF Steiermark: (abgerufen am 8. Jänner 2015) Aflenz (Aflenz Kurort, Aflenz Land), Bruck an der Mur (Bruck an der Mur, Oberaich), Kapfenberg (Kapfenberg, Parschlug), Kindberg (Allerheiligen im Mürztal, Kindberg, Mürzhofen), Mariazell (Gußwerk, Halltal, Mariazell, Sankt Sebastian), Mürzzuschlag (Ganz, Mürzzuschlag), Neuberg an der Mürz (Altenberg an der Rax, Kapellen, Mürzsteg, Neuberg an der Mürz), St. Marein im Mürztal (Frauenberg, St. Marein im Mürztal), St. Barbara im Mürztal (Mitterdorf im Mürztal, Veitsch, Wartberg im Mürztal), Thörl (Etmißl, St. Ilgen, Thörl) und Tragöß-St. Katharein (St. Katharein an der Laming, Tragöß). Bezirk Deutschlandsberg:ORF Steiermark: (abgerufen am 8. Jänner 2015) Deutschlandsberg (Bad Gams, Deutschlandsberg, Freiland bei Deutschlandsberg, Kloster, Osterwitz, Trahütten), Eibiswald (Aibl, Eibiswald, Großradl, Pitschgau, Soboth und St. Oswald ob Eibiswald), Groß St. Florian (Groß St. Florian, Unterbergla), Schwanberg (Garanas, Gressenberg, Hollenegg, Schwanberg), St. Martin im Sulmtal (Sankt Martin im Sulmtal, Sulmeck-Greith), St. Stefan ob Stainz (Greisdorf, Gundersdorf, Sankt Stefan ob Stainz), Stainz (Georgsberg, Marhof, Rassach, Stainztal, Stainz, Stallhof) und Wies (Limberg bei Wies, Wernersdorf, Wielfresen, Wies). Bezirk Graz-Umgebung:ORF Steiermark: (abgerufen am 8. Jänner 2015) Deutschfeistritz (Deutschfeistritz, Großstübing), Dobl-Zwaring (Dobl, Zwaring-Pöls), Eggersdorf bei Graz (Brodingberg, Hart-Purgstall, Eggersdorf bei Graz, Höf-Präbach), Fernitz-Mellach (Fernitz, Mellach), Frohnleiten (Frohnleiten, Röthelstein, Schrems bei Frohnleiten), Gratwein-Straßengel (Eisbach, Gratwein, Gschnaidt, Judendorf-Straßengel), Hitzendorf (Attendorf, Hitzendorf, Rohrbach-Steinberg), Nestelbach bei Graz (Edelsgrub, Langegg bei Graz, Nestelbach bei Graz), Raaba-Grambach (Grambach, Raaba), Seiersberg-Pirka (Pirka, Seiersberg), St. Marein bei Graz (Krumegg, Petersdorf II, Sankt Marein bei Graz) und Unterpremstätten-Zettling (Unterpremstätten, Zettling). Bezirk Hartberg-Fürstenfeld:ORF Steiermark: (abgerufen am 8. Jänner 2015) Bad Waltersdorf (Bad Waltersdorf, Oberlimbach, Sebersdorf), Buch-St. Magdalena (Buchberg-Geiseldorf, St. Magdalena am Lemberg / bereits mit 1. Jänner 2013 fusioniert), Dechantskirchen (Dechantskirchen, Schlag bei Thalberg), Feistritztal (Blaindorf, Hirnsdorf, Kaibing, Sankt Johann bei Herberstein, Siegersdorf bei Herberstein), Fürstenfeld (Altenmarkt bei Fürstenfeld, Fürstenfeld, Übersbach), Grafendorf bei Hartberg (Grafendorf bei Hartberg, Stambach), Großwilfersdorf (Großwilfersdorf, Hainersdorf), Hartl (Großhart, Hartl, Tiefenbach bei Kaindorf), Ilz (Ilz, Nestelbach im Ilztal), Kaindorf (Dienersdorf, Hofkirchen bei Hartberg, Kaindorf), Loipersdorf bei Fürstenfeld (Loipersdorf bei Fürstenfeld, Stein), Neudau (Neudau, Unterlimbach), Pöllau (Pöllau, Rabenwald, Saifen-Boden, Schönegg bei Pöllau, Sonnhofen), Rohr bei Hartberg (Rohr bei Hartberg, Wörth an der Lafnitz), Rohrbach an der Lafnitz (Eichberg, Rohrbach an der Lafnitz), Vorau (Puchegg, Riegersberg, Schachen bei Vorau, Vorau, Vornholz) und Waldbach-Mönichwald (Mönichwald, Waldbach). Bezirk Leibnitz:ORF Steiermark: (abgerufen am 8. Jänner 2015) Ehrenhausen an der Weinstraße (Berghausen, Ehrenhausen, Ratsch an der Weinstraße, Retznei), Gamlitz (Gamlitz, Sulztal an der Weinstraße), Gleinstätten (Gleinstätten, Pistorf), Heiligenkreuz am Waasen (Heiligenkreuz am Waasen, Sankt Ulrich am Waasen), Leibnitz (Kaindorf an der Sulm, Leibnitz, Seggauberg), Leutschach an der Weinstraße (Eichberg-Trautenburg, Glanz an der Weinstraße, Leutschach, Schloßberg), Schwarzautal (Breitenfeld am Tannenriegel, Hainsdorf im Schwarzautal, Mitterlabill, Schwarzau im Schwarzautal, Wolfsberg im Schwarzautal), St. Georgen an der Stiefing (St. Georgen an der Stiefing, Stocking), St. Veit in der Südsteiermark (Sankt Nikolai ob Draßling, Sankt Veit am Vogau, Weinburg am Saßbach), Straß-Spielfeld (Obervogau, Spielfeld, Straß in Steiermark, Vogau) und Wildon (KG Sukdull, Weitendorf, Wildon). Bezirk Leoben:ORF Steiermark: (abgerufen am 8. Jänner 2015) Trofaiach (Gai, Hafning, Trofaiach / bereits mit 1. Jänner 2013 fusioniert). Bezirk Liezen:ORF Steiermark: (abgerufen am 8. Jänner 2015) Admont (Admont, Hall, Johnsbach, Weng im Gesäuse), Aich (Aich, Gössenberg), Bad Mitterndorf (Bad Mitterndorf, Pichl-Kainisch, Tauplitz), Gaishorn am See (Gaishorn am See, Treglwang), Irdning-Donnersbachtal (Donnersbach, Donnersbachwald, Irdning), Landl (Gams bei Hieflau, Hieflau, Landl, Palfau), Liezen (Liezen, Weißenbach bei Liezen), Michaelerberg-Pruggern (Michaelerberg, Pruggern), Mitterberg-St. Martin (Mitterberg St. Martin am Grimming), Öblarn (Niederöblarn, Öblarn), Rottenmann (Oppenberg, Rottenmann), Schladming (Pichl-Preunegg, Rohrmoos-Untertal, Schladming), Sölk (Großsölk, Kleinsölk, St. Nikolai im Sölktal), St. Gallen (St. Gallen, Weißenbach an der Enns) und Stainach-Pürgg (Pürgg-Trautenfels, Stainach).