Alte Dombach ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Sand von Bergisch Gladbach.

Geschichte Der Name Alte Dombach ist aus einem alten Siedlungs- und Mühlennamen hervorgegangen, der erstmals 1660 als Tumbach urkundlich überliefert wurde. Im Urkataster findet sich bereits der heute noch gebräuchliche Name Dombach. Die Alte Dombach war die erste Papiermühle des oberen Strundetals. Seit 1999 befindet sich in den alten Werksgebäuden das Papiermuseum Alte Dombach. Den Zusatz Alte erhielt die Ortschaft Dombach 1876, als eine kurze Strecke Strunde aufwärts eine weitere Papierfabrik mit dem Zusatz Neue entstand, um beide unterscheiden zu können.

Der Siedlungsgewässername Dombach bezog sich auf einen kleinen Bach, der in Höhe der alten Mühle in die Strunde mündete. Zur Deutung des Gewässernamens liegen verschiedene Deutungen vor: Das Wort Dom könnte aus dem althochdeutschen „donan“ bzw. dem mittelhochdeutschen „donen“ (= anschwellen) hergeleitet werden, was etwas über die Fließgeschwindigkeit bzw. die Menge des mitgeführten Wassers aussagen würde. Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Name unter Berücksichtigung der frühneuzeitlichen Schreibweise Tumbach etymologisch zu verstehen wäre, womit im Sinne des mittelhochdeutschen tum/dom (= Herrschaft) auf das Rittergut Dombach hingewiesen würde. In diesem Fall wäre der Gewässername zeitlich nach der Gründung des Rittergutes entstanden und bezeichnete den auf herrschaftlichem Grund verlaufende Bach.Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Band 3, und vom Bergischen Geschichtsverein Abteilung Rhein-Berg e. V., Band 11, Bergisch Gladbach 1995, S. 171 f., ISBN 3-9804448-0-5

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Hof kategorisiert wurde und mit Dumbach bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Dumbach. Aus ihr geht hervor, dass der Ort zu dieser Zeit Teil der Honschaft Sand im gleichnamigen Kirchspiel war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Alte Dombach wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824, auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 und ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 auf Messtischblättern regelmäßig als Dombach, ab 1936 als alte Dombach verzeichnet. Seit dieser Zeit ist der Ort Teil der katholischen Pfarre Sand. + Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie Bemerkung 1822 99 Papierfabriken (Papier-)Dombach gen. 1830 128 Papierfabrik Dombach gen. 1845 83 7 Papierfabrik Dombach gen. 1871 94 6 Hofstelle Dombach gen. 1885 117 7 Wohnplatz 1895 66 5 Wohnplatz 1905 64 7 Wohnplatz

Siehe auch Liste der Straßen im Bergisch Gladbacher Stadtteil Sand. Naturschutzgebiet Strundetal Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Sand (Bergisch Gladbach) Kategorie:Straße in Bergisch Gladbach