Wilhelm Franz Börner (* 26. Juni 1882 in Laa an der Thaya; † 17. Dezember 1951 in Wien) war ein österreichischer Philosoph, Moralpädagoge und Schriftsteller.Börner Wilhelm.26.6.1882 bei wien.gv.at, abgerufen am 13. März 2022.

Börner war der Sohn des Oberbauingenieurs der Nordbahn Wilhelm Börner und lebte zuletzt in Wien, wo er eine Vielzahl philosophischer Veröffentlichungen vorlegte, wobei ihm besonders viel an Volksbüchereien lag. In Wien gründete er 1928 die Lebensmüdenberatungsstelle. Aufgrund seiner entschiedenen Ablehnung des Nationalsozialismus wurde er 1938 in ein Konzentrationslager eingeliefert. Durch Unterstützung niederländischer Freunde konnte er noch im gleichen Jahr in die USA emigrieren. 1948 kehrte er nach Wien zurück, wo er drei Jahre später starb.Wilhelm Börner bei phaidra.univie.ac.at, abgerufen am 13. März 2022. mini|hochkant=0.80|Grabstätte von Wilhelm Börner

Nach ihm ist die Börnergasse in Döbling benannt.

Seine Grabstätte befindet sich in der Feuerhalle Simmering (Abt. 8, Ring 3, Gruppe 7, Nummer 41.) und zählt zu den ehrenhalber gewidmeten bzw. ehrenhalber in Obhut genommenen Grabstellen der Stadt Wien.friedhoefewien.at – Ehrenhalber gewidmete Gräber im Friedhof Feuerhalle Simmering (PDF 2016), abgerufen am 7. März 2018

Veröffentlichungen (Auswahl) Die „Ethische Gesellschaft“ in Österreich, 1910 Friedrich Jodl. Eine Studie, 1911 Weltliche Seelsorge. Grundlegende und kritische Betrachtungen. Kröner, Leipzig 1912. Charakterbildung der Kinder. Beck, München 1914. Erziehung zur Friedensgesinnung. Ethische Gesellschaft, Wien 1918. Politische Zeitfragen in ethischer Beleuchtung. Saturn-Verlag, Wien 1935. mit Felix Adler: Die Grundgedanken der ethischen Bewegung, 1936 Antisemitismus, Rassenfrage, Menschlichkeit, 1936 Zur ethischen Lebensgestaltung, 1937 mit Anton Tesarek: Der Kinder-Knigge. Saturn-Verlag, Wien 1938. Kritischer Optimismus. Sensen-Verlag, Wien 1971.

Literatur Herrmann A. L. Degener: Denegers Wer ist's?. Berlin 1935, S. 155. Eckart Früh: Wilhelm Börner oder: Wien – New York – retour. In: Johann Holzner, Sigurd Paul Scheichl, Wolfgang Wiesmüller (Hrsg.): Eine schwierige Heimkehr. Österreichische Literatur im Exil 1938–1945. 1991 Eckart Früh: Wilhelm Börner, niemals ein 'Liberaler', sondern immer ein Sozialist, wenn auch nicht Sozialdemokrat. In: Georg Gimpl (Hrsg.): Ego und Alterego. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl im Kampf um die Aufklärung Festschrift für Juha Manninen. Bern u. a., Lang 1996, S. 353–389. Kato-Mailáth-Pokorny, Sonja: WILHELM BÖRNER (1882–1951). Sein Leben an Hand ausgewählter Werke. Link

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Einzelnachweise

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