Tanztee von unten ist das am 25. Juli 2014 auf dem Label Sounds of Subterrania erschienene Debütalbum der deutschen Band Human Abfall. Neben einer Langspielplatte im Standardformat wurde auch eine limitierte, in Buchbinderleinen gebundene, 180g-Langspielplatte vertrieben.

Entstehungsgeschichte Hum Abfall hatten sich im Jahr 2011 gegründet. Nach einem Demo, das sich über 200 mal verkaufte, der ersten EP SNG auf dem Label Spastic Fantastic und einem Samplerbeitrag auf der Kompilation Von Heimat kann man hier nicht sprechen – 13 musikalische Grüße aus der Wohnstadt Stuttgart, unterschrieb die Band auf dem Independent-Label Sounds of Subterrania aus Hamburg, wie die Band selbst dem DIY-Gedanken verpflichtet.. Abgerufen am 11. Mai 2017. Das Album entstand in den Milberg Studios und wurde vom Hausherren des Studios, Ralv Milberg produziert.

Titelliste Hier und jetzt (2:44) Überkatze (3:44) Psychohygiene fünf minus (2:37) Tanztee von unten (4:17) Schuldenschnitt 1997 (2:38) 14 Tage Urlaub (3:15) Im Rückspiegel (5:13) Jetzt bleib ich alt (3:18) Dauerlauf (3:06) Abgesagt (9:48) Auf in die Zukunft (3:02)

Versionen Neben der normalen CD- und LP-Version wurde das Album in einer auf 500 Exemplare limitierten Gatefold-180g-LP veröffentlicht, die in Buchbinderleinen gebunden ist. Dabei handelt es sich um hochwertige Handarbeit.

Musikstil Musikalisch ist das Album zwischen Postpunk und Noise angesiedelt. Die Musik ist sphärisch und es wird ein dichter Klangboden erzeugt. Verglichen wird die Musik mit denen der ebenfalls aus Stuttgart stammenden Band Die Nerven sowie den Fehlfarben und den nur kurz existierenden Cockbirds. Die Texte sind hochironisch und schwarzhumoristisch. Sie werden in einer Art wütender Inszenierung vorgetragen, die unter anderem an Dada erinnert. Mit dem Album legten Human Abfall zusammen mit Bands wie Die Nerven den Boden für eine aus Stuttgart stammende Indieszene zwischen Avantgarde und Punk, die zuweilen in Anlehnung an die Hamburger Schule schon als „Neue Stuttgarter Schule“ bezeichnet wird.

Rezeption Die Tageszeitung wählte das Album in ihrem Blog am 6. August 2014 zum „Album der Woche“. Christian Ihle merkte an:

Auch im Ox-Fanzine wurde die Platte hochgelobt. So bezeichnete sie Kalle Stille in seinem Review als „Eine der wichtigsten Platten 2014, wenn nicht die wichtigste. Ein absolutes Muss!“.

Das Plastic Bomb schrieb dazu:

Spiegel Online besprach das Album in seiner Kolumne „Abgehört: Die wichtigste Musik der Woche“ zusammen mit Trümmer und Alte Sau:

Einzelnachweise

Kategorie:Album 2014 Kategorie:Album (Punk)