Fesselsdorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Weismain im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern. Das Dorf besteht aus dem historischen Kern mit dem südlich vorgelagerten und inzwischen zusammengebauten Kaltenhausen und zwei Aussiedlerhöfen.Fesselsdorf im Bayernviewer, geodaten.bayern.de, abgerufen am 26. Dezember 2014
Geografische Lage Das Dorf befindet sich auf auf einer Hochebene, etwa 2,4 Kilometer vom südlichen Ende des Kleinziegenfelder Tals entfernt. Die Hochebene gehört ebenso wie das Tal zu den nördlichen Ausläufern des Frankenjuras im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura. Der Stadtkern von Weismain befindet sich 7,4 Kilometer nördlich. Die Bundesautobahn 70, die in West-Ost-Richtung von Schweinfurt über Bamberg zur Bundesautobahn 9 verläuft, befindet sich unmittelbar südlich des Dorfes.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung war 1313, als Albert Förtsch von Thurnau den 16 Stuhlbrüdern in Bamberg eine halbe Manse in „Vezzelndorf“ vermachte.Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 30.
Als Folge der Gemeindenbildung in Bayern nach der Verabschiedung der Zweiten Verfassung des Königreichs Bayerns bildete Fesselsdorf ab 1818 mit Kaltenhausen eine Gemeinde. Es gehörte ab 1822 zum Herrschaftsgericht sowie zur späteren Gerichts- und Polizeibehörde und dann zum Landgericht Thurnau im Bezirksamt Kulmbach. Am 1. Januar 1978 wurde Fesselsdorf nach Weismain eingemeindet., stadt-weismain.de, abgerufen am 26. Dezember 2014
Zur Erinnerung an die im 14. Jahrhundert von einem Weismainer Mob zerstörte Wallfahrtskapelle St. Georg wurde 1997 im Ortsteil Kaltenhausen eine St.-Georgs-Kapelle errichtet. Das Richtfest wurde am 27. September gefeiert, die Fertigstellung erfolgte 1998. Eine Bronzetafel weist auf die Geschichte der Kapelle hin.
Einwohnerentwicklung Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Fesselsdorf wieder. Jahr Einwohner Quelle 01.12.1910 85 1933 91 1939 89 1987 89 2013 86 , stadt-weismain.de, abgerufen am 26. Dezember 2014 2015 83 , stadt-weismain.de, abgerufen am 10. Oktober 2015 2018 76
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Lichtenfels Kategorie:Ortsteil von Weismain Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Lichtenfels) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ersterwähnung 1313