Die Orgelbauanstalt Karl Bach war ein deutsches Orgelbauunternehmen mit Sitz in Aachen.

Geschichte Die Orgelbauanstalt Karl Bach existierte mindestens seit den 1920er Jahren. Vor allem nach dem Krieg produzierte die Firma viele neue Orgeln. Vermutlich in den 1970er Jahren hörte das Unternehmen auf zu existieren.

Werkliste (Auswahl) Die Orgeln befinden sich zum größten Teil in der Region zwischen Aachen und Düren in den Dorfkirchen, die im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt oder ganz zerstört waren. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass Bach kostengünstige Orgeln baute. Diese wurden in Fertigteilbauweise gefertigt. Dadurch konnten viele in kurzer Zeit errichtet werden. Jedoch ist dadurch die Qualität vieler Instrumente eher bescheiden. So werden heute viele Orgeln von Karl Bach ausgebaut und durch neue ersetzt.Frank Grobusch: Die Bach-Orgel von 1957 in der Pfarrkirche St. Martin, Düren-Derichsweiler.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen1927BerensbergSt. MatthiasII/P121931EilendorfSt. SeverinIII/P381959 Überarbeitung durch Erbauerfirma, 1997 Ausbau und Verschrottung. Ersatz durch Neubau von Orgelbau Göckel.1934HofstadtSt. BennoI/P51935WeidesheimSt. Mariä HimmelfahrtII/P132006 durch Fa. Weimbs aus Hellenthal restauriert.1938GroßbüllesheimSt. MichaelII/P??1972 Umbau durch Karl Bach. 2009 wurde das Instrument ausgebaut und durch eine neue Orgel der Firma Romanus Seifert aus Kevelaer ersetzt. 1949GranterathSt. MichaelI/P9Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 657.1949SchlichSt. Martinuszentriert|160x160pxII/P20Die Orgel wurde 1960 überarbeitet.1950HerzogenrathSt. Mariä HimmelfahrtII/P171951BirgdenSt. Urban160x160pxII/P161952IndenSt. ClemensII/P18Die Kirche wurde 1998 profaniert und nach 2001 wegen des Tagebaus Inden abgerissen. Einige brauchbare Register der Orgel wurden in jene der Nachbarpfarre St. Nikolaus Frenz übernommen. Die übrigen Teile bestanden aus minderwertigen Materialien und wurden entsorgt.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 413.1952Pumpe-StichSt. BarbaraII/P191957 von Erbauerfirma überarbeitet.1953BankSt. Mariä VerkündigungI/P91953LammersdorfSt. Johann Baptistzentriert|160x160pxII/P18Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 607.1953OidtweilerSt. MartinII/P221954BeggendorfSt. Pankratius160x160px|II/P201954EschweilerSt. Peter und PaulIII/P341960 von der Erbauerfirma erweitert.1954HasselsweilerHeilig-Kreuz-KircheII/P101954KalterherbergSt. Lambertus160x160pxII/P21Renovierung der Breuer-Orgel von 1904.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 575.1954KämpchenSt. Mariä HeimsuchungII/P161954SötenichSt. MatthiasI/P71955EderenSt. PankratiusII/P101955GroßhauSt. Apolloniazentriert|160x160pxII/P231955LinnichSt. MartinusII/P32Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 443.1956AachenSt. Peterzentriert|160x160pxII/P101956GeySt. AntoniusII/P211956SteckenbornSt. Apolloniazentriert|160x160pxII/P19Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 614.1956StrauchSt. Matthias160x160pxII/P18Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Herausgegeben vom Bischöflichen Generalvikariat, Aachen 1994, S. 616.1956Sankt JörisSt. GeorgI/P91957AtschSt. SebastianII/P201957DerichsweilerSt. MartinII/P24Einige Register aus Vorgängerorgel übernommen. 1957EicherscheidSt. Luciazentriert|160x160pxII/P18Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 600.1957RurbergSt. Barbara160x160pxII/P15Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 610.1957/58StetternichSt. MartinusII/P15Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 388.1958MerkenSt. PeterII/P20Die Orgel wurde 1968 in die neue Kirche versetzt.1958RohrenSt. Cornelius 160x160pxII/P12Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausg. Herausgegeben vom Bischöflichen Generalvikariat, Aachen 1994, S. 585.1958SchleidenSt. NikolausII/P151958SimmerathSt. Johann Baptistzentriert|160x160pxII/P26Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 612.1958VettweißSt. GereonII/P221958WalheimSt. Annazentriert|160x160pxII/P201958/59AachenHeilig-Geist-KircheII/P291959BourheimHl. Maurische Märtyrer160x160px|II/P181959AachenSalvatorkircheII/P7→Orgel1959BurtscheidSt. Johann Baptistzentriert|160x160pxIII/P351959HavertSt. GertrudII/P171959RollesbroichSt. Mariä Empfängnis160x160pxII/P15Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 609.1959/60Linden-NeusenSt. Nikolausrahmenlos|173x173pxII/P201960PuffendorfSt. LaurentiusII/P101961AachenSt. Johann (Aachen-Burtscheid)rahmenlos|173x173pxII/P34→Orgel1961AachenSt. HubertusII/P13→Orgel1961NothbergSt. CäciliaII/P291961VerlautenheideSt. HubertII/P151961/63KofferenSt. MargaretaII/P12Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 441.1962VichtSt. Johann BaptistII/P181963GereonsweilerSt. GereonII/P18Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 432.1963ImmendorfSt. Peter160x160pxII/P181964KatzemSt. Mariä EmpfängnisII/P12Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 666.1965AachenSt. BonifatiusII/P23→Orgel1966PierSt. Mariä unbefleckte EmpfängnisII/P15Die Orgel wurde um 2008 ausgebaut, da die Kirche 2012 wegen des Tagebaus Inden abgerissen wurde. Über den Verbleib der Orgel ist nichts bekannt.1967BirkesdorfSt. Peterzentriert|160x160pxII/P22Geplant waren 38 Register auf drei Manualen und Pedal. Im Spieltisch ist dies auch vorgesehen, jedoch nie ausgeführt worden.1967OberforstbachSt. Rochuszentriert|160x160pxII/P151967Stolberg (Rhld.)St. FranziskusII/P151970ImmerathSt. LambertusII/P17Restaurierung und Ergänzung der Orgel von 1893, Orgelbauwerkstatt Gebrüder Müller. 2013 wurde das Instrument abgebaut, da die Kirche profaniert und im Januar 2018 abgerissen wurde. Über den Verbleib der Orgel ist nichts bekannt.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 664.1971Stolberg (Rhld.)St. Mariä HimmelfahrtII/P24Restaurierung der Stahlhuth-Orgel von 1949.1972HovenHerz JesuII/P12Die Orgel wurde vermutlich in den 1960er Jahren für die alte Hovener Kirche erbaut. 1972 wurde sie in die neue Kirche umgesetzt, da die alte abgerissen wurde. 1976 wurden schließlich die Prospektpfeifen eingebaut. 1974KonzenSt. Peter160x160pxII/P20Renovierung der Kamp-Orgel von 1954.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 577.1974Neu-LohnSt. SilvesterII/P171975WelldorfSt. HubertusII/P15Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausg. Aachen 1994, S. 390.

Weblinks

Einzelnachweise

Bach Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Aachen) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Aachen) Kategorie:Musik (Aachen) Kategorie:Orgellandschaft Rheinland Kategorie:Wikipedia:Gründungsdatum ungeklärt