Proletarskoje (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gussew im Rajon Gussew.
Geographische Lage Proletarskoje liegt zehn Kilometer südwestlich der Stadt Gussew (Gumbinnen) unweit einer Nebenstrecke (27K-056) von Gussew über Kostino (Stobricken/Krammsdorf) nach Majakowskoje (Nemmersdorf). Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Geschichte Das kleine aus dem zu Ende gehenden 16. Jahrhundert stammende DorfDietrich Lange, Geographisches Ortsregiste Ostpreußen (2005): Ganderkehmen wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk NemmersdorfRolf Jehke, Amtsbezirk Nemmersdorf (der Ort heißt heute russisch: Majakowskoje) eingegliedert. Er bestand bis 1945 und gehörte zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.
Die Landgemeinde Ganderkehmen zählte im Jahre 1910 37 Einwohner. Am 30. September 1928 gab die Gemeinde ihre Selbständigkeit auf und schloss sich mit der Landgemeinde Kiaulkehmen und dem Gutsbezirk Heinrichsdorf (russisch: Chimkino, nicht mehr existent) zur neuen Landgemeinde Kiaulkehmen zusammen. Diese wurde 1935 in Jungort umbenannt.
In Folge des Zweiten Weltkriegs kam Jungort mit Ganderkehmen, im nördlichen Ostpreußen gelegen, zur Sowjetunion und erhielt 1950 die russische Bezeichnung „Dunajewka“.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Der Ort wurde dem Dorfsowjet Majakowski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet. Zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt zwischen 1975 und 1988 wurde der Ort, der inzwischen auf das ehemalige Ganderkehmen beschränkt war, in Proletarski umbenannt. Im Jahr 1997 wurde die Schreibweise des Ortsnamens in Proletarskoje geändert.Durch den Beschluss der Oblastduma vom 22. Mai 1997, Nr. 38 "Об упорядочении учета сельских населенных пунктов области" (Über Regelungen der Erfassung der ländlichen Orte der Oblast) Von 2008 bis 2013 gehörte Proletarskoje zur Landgemeinde Majakowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gussew.
Kirche Ganderkehmen mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Nemmersdorf (der Ort heißt heute russisch: Majakowskoje) eingepfarrt und gehörte auf diese Weise zum Kirchenkreis Gumbinnen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Proletarskoje im Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen) innerhalb der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Weblinks Proletarskoje bei bankgorodov.ru Proletarskoje bei prussia39.ru
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Ort im Rajon Gussew