Die syrische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft des Syrischen Arabischen Fußballverbandes. Bislang konnte sich die Nationalmannschaft noch nie für eine Weltmeisterschaftsendrunde qualifizieren. An Asienmeisterschaften nahm die Mannschaft siebenmal teil und kam dabei 2024 erstmals weiter.

Geschichte Das erste Spiel der syrischen Nationalmannschaft war zugleich das erste Pflichtspiel: In der Qualifikation zur WM 1950 unterlag man am 20. November 1949 auswärts der Türkei mit 0:7. Das erste Heimspiel – wiederum in der WM-Qualifikation, diesmal für 1958 – gegen den Sudan am 24. Mai 1957 endete 1:1. Von 1958 bis 1961 haben die Syrer in einer gemeinsamen Mannschaft mit Ägypten gespielt (siehe hierzu Vereinigte Arabische Republik).

Im Juli 2007 belegte Syrien in der FIFA-Weltrangliste den 109. Platz, innerhalb Asiens Platz 14.

Die Spielfarben der syrischen Nationalmannschaft sind Grün oder Weiß.

Sie trug bis zum Beginn des Syrischen Bürgerkrieges ihre Heimspiele meistens im Abbasiden-Stadion in Damaskus aus. Das Abbasiden-Stadion (Al-Abbasiyyin) in Damaskus fasst 45.000 Zuschauer und fungiert als Nationalstadion, obwohl auch in anderen Städten Spiele der Nationalmannschaft ausgetragen wurden.

Aufgrund des herrschenden Bürgerkriegs muss die Mannschaft seit 2011 ihre Heimspiele auf neutralem Boden austragen. So musste Syrien das WM-Qualifikationsspiel gegen Tadschikistan im Juli 2011 in der jordanischen Hauptstadt Amman austragen. Die Spiele der Qualifikation zur Asienmeisterschaft 2015 fanden in der iranischen Hauptstadt Teheran statt. Die Spiele der WM-Qualifikation 2018 trug man zunächst im Oman und danach in Malaysia aus.

Das bislang einzige Spiel gegen eine Mannschaft aus dem deutschsprachigen Raum fand im Rahmen der Olympischen Sommerspiele von 1980 in der Sowjetunion statt: In der ersten Runde des Fußballturniers unterlag Syrien der DDR mit 0:5. Gegen (Gesamt)-Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg haben die Syrer bislang nicht gespielt.

Erfolge der Nationalmannschaft Bisher gewann die A-Nationalmannschaft Syriens keinen bedeutenden Titel. Der größte Erfolg ist der Gewinn der Mittelmeerspiele 1987. Beim „Arabischen Pokal der Nationalmannschaften“ erreichte sie 1963, 1966 und 1988 den zweiten Platz.

Teilnahmen an den Olympischen Spielen 1900 bis 1968 nicht teilgenommen 1972 in München nicht qualifiziert 1976 in Montreal nicht teilgenommen 1980 in Moskau Vorrunde (qualifiziert als Nachrücker für Malaysia) 1984 in Los Angeles nicht qualifiziert 1988 in Seoul nicht qualifiziert Nach 1988 hat die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen und den Qualifikationsspielen dazu teilgenommen. Eine Olympiamannschaft konnte sich bisher nicht qualifizieren.

Syrien und die Fußballweltmeisterschaft Syrien nahm bislang zehnmal an einer Qualifikation teil, zuerst für die WM 1950, es konnte sich bisher jedoch nie für eine WM-Endrunde qualifizieren. Erstmals sehr knapp scheiterten die Syrer in der Qualifikation zur WM 1986 in Mexiko, als es sich für die letzte Qualifikationsrunde qualifizierte, jedoch nach einem 0:0 im Hinspiel dem Irak im Rückspiel im saudi-arabischen Ta'if mit 1:3 unterlag. 2018 schaffte es die Mannschaft bis in die 4., damals vorletzte Qualifikationsrunde, und unterlag Australien nur knapp nach Verlängerung im Rückspiel.

Ergebnisse Syriens in den bisherigen WM-Qualifikationen

In dieser Tabelle steht H für ein Heim-, A für ein Auswärtsspiel, N für ein Spiel auf neutralem Platz. WM-Jahr und -Land Quali-Gruppe Gegner Ergebnis 1950 in Brasilien II Türkei A 0:7 1954 in der Schweiz nicht teilgenommen 1958 in Schweden – Sudan A 0:1, H 1:1 1962 in Chile nicht angetreten 1970 in Mexiko nicht teilgenommen 1974 in der BR Deutschland Untergruppe B/2 Iran A 0:1, H 1:0 Nordkorea H 2:1, A 2:0 Kuwait H 2:1, A 2:0 1978 in Argentinien Gruppe 3 Iran A 0:2, H 0:2Das Auswärtsspiel wurde mit 0:2 gewertet, da Syrien zurückgezogen hatte, weil man das eigene Team für zu schwach hielt. Saudi-Arabien A 0:2, H 2:1 1982 in Spanien Gruppe 2(Turnier in Saudi-Arabien) Bahrain 0:1 Saudi-Arabien 0:2 Katar 1:2 Irak 1:2 1986 in Mexiko Untergruppe 2A Kuwait H 1:0, A 0:0 Nordjemen A 1:1, H 1:0 2. Runde Bahrain A 1:1, H 1:0 Endrunde Irak H 0:0, A 1:3 (in Taif) 1990 in Italien Gruppe 2 Saudi-Arabien A 4:5, H 0:0 Jemen H 2:0, A 1:0 1994 in den USA Gruppe B(Turniere im Iran und Syrien) Iran 1:1, 1:1 Oman 0:0, 2:1 Taiwan 2:0, 8:1 1998 in Frankreich Gruppe 2(Turniere in Syrien und im Iran) Iran 0:1, 2:2 Kirgisistan 1:2Das erste Spiel gegen Kirgisistan wurde nicht ausgetragen Malediven 12:0, 12:0 2002 in Japan und Südkorea Gruppe 1 Oman H 0:2, A 3:3 Laos H 11:0, A 9:0 Philippinen H 12:0, A 5:1 2006 in Deutschland Gruppe 6 Bahrain H 2:2, A 1:2 Kirgisistan H 0:1, A 1:1 Tadschikistan H 2:1, A 1:0 2010 in Südafrika 1. Runde Afghanistan H 3:0, A 2:1 (in Duschanbe) 2. Runde Indonesien A 4:1, H 7:0 3. Runde Iran Vereinigte Arabische Emirate Kuwait A 0:0, H 0:2H 1:1, A 3:1H 1:0, A 2:4 2014 in Brasilien 2. Runde Tadschikistan N 2:1, A 4:0Beide Spiele wurden anschließend mit 3:0 für Tadschikistan gewertet, da Syrien mit George Mourad einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hat. Syrien wurde zudem aus der Qualifikation ausgeschlossen, siehe: 2018 in Russland 2. Runde Afghanistan Japan Kambodscha SingapurN 6:0, N 5:2N 0:3, A 0:5 A 6:0, N 6:0 N 1:0, A 2:1 3. Runde Iran Südkorea Usbekistan China Katar N 0:0, A 2:2N 0:0, A 0:1 A 0:1, N 1:0A 1:0, N 2:2A 0:1, N 3:1 4. Runde Australien N 1:1, A 1:2 n. V. 2022 in Katar 2. Runde China Philippinen Malediven GuamN 2:1, N 1:3A 5:2, N 1:0 N 2:1, A 4:0N 4:0, N 3:0 3. Runde Iran Südkorea Ver. Arab. Emirate Irak Libanon A 0:1, N 0:3A 1:2, N 0:2N 1:1, A 0:2 A 1:1, A 1:1 A 2:3, A 3:0 2026 in Kananda, Mexiko, USA 2. Runde Nordkorea Japan MyanmarN 1:0, N 0:1N 0:5, A 0:5A 1:1, N 7:0 Anmerkungen:

Syrien und die Asienmeisterschaft Erstmals nahm Syrien 1972 an der Qualifikation für die Asienmeisterschaft teil, damals scheiterte man an Kuwait. Für die Kontinentalmeisterschaft in Asien konnten sich die Syrer erstmals 1980 qualifizieren, insgesamt siebenmal, sie kamen jedoch die ersten sechsmal nicht über die Gruppenphase hinaus. Das Weiterkommen gelang erstmals 2024.

Fußball-Asienmeisterschaft 1972: Nicht qualifiziert Fußball-Asienmeisterschaft 1976: Zurückgezogen Fußball-Asienmeisterschaft 1980: Gruppenphase Fußball-Asienmeisterschaft 1984: Gruppenphase Fußball-Asienmeisterschaft 1988: Gruppenphase Fußball-Asienmeisterschaft 1992: Nicht qualifiziert Fußball-Asienmeisterschaft 1996: Gruppenphase Fußball-Asienmeisterschaft 2000: Nicht qualifiziert Fußball-Asienmeisterschaft 2004: Nicht qualifiziert Fußball-Asienmeisterschaft 2007: Nicht qualifiziert Fußball-Asienmeisterschaft 2011: Gruppenphase Fußball-Asienmeisterschaft 2015: Nicht qualifiziert Fußball-Asienmeisterschaft 2019: Gruppenphase Fußball-Asienmeisterschaft 2024: Achtelfinale Fußball-Asienmeisterschaft 2027: Qualifiziert

Syrien und die Westasienmeisterschaft Beim Turnier des Westasiatischen Fußballverbands, das seit 2000 sechsmal stattgefunden hat, erreichte Syrien dreimal das Finale, musste sich jedoch zweimal dem Iran geschlagen geben (2000: 0:1, 2004: 1:4). Der erste Gewinn dieses Wettbewerbs gelang daher erst im Jahre 2012. Beim Wettbewerb im eigenen Land 2002 erreichte man den vierten Platz, im Jahre 2007 wurde nochmal der Einzug ins Halbfinale.

2000 – 2. Platz 2002 – 4. Platz 2004 – 2. Platz 2007 – Halbfinale 2008 – Halbfinale 2010 – Vorrunde 2012 – Sieger 2013 – keine Teilnahme 2019 – Vorrunde

Trainer (unvollständig) (1980–1982) (1986–1990) Anatoli Azarenkov (1992) (1996) (1997–1998) Jalal Talebi (2001–2002) (2003) (2006–2008) Fajr Ibrahim (2008–2010) (2010) (2010) (2010–2011) (2011) (2012–2013) (2014) (2014–2015) Fajr Ibrahim (2015–2016) Ayman Hakeem (2016–2017) (2018–2019) Fajr Ibrahim (2019) (2020–2021) Nizar Mahrous (2021) Valeriu Tița (2021–2022) (2022) Hussam al-Sayed (2022–2023) (2023–2024) (seit 2024)

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Einzelnachweise

Kategorie:Fußballnationalmannschaft (AFC)

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