mini|alternativtext=In der Mitte ist eine Straße, rechts ein Haus, links ein Teich|Ansicht des südlichen Silberbachs (2025) Silberbach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Silberbach hat eine Fläche von 2,026 km². Sie ist in 319 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6351,46 m² haben. In ihr liegen außer dem namensgebenden Ort Blumenthal, Leupoldshammer und Wellerthal.

Geographie Das Dorf liegt in einer Rodungsinsel am Silberbach inmitten des Hohenberger Forstes, in dem sich der Hengstberg erhebt (). Östlich des Ortes, noch in der Rodungsinsel, befindet sich die Steingruppe Kimme und Korn, die als Naturdenkmal ausgezeichnet sind. Die Staatsstraße 2178 führt nach Hohenberg an der Eger (5,5 km südöstlich) bzw. nach Selber Vorwerk (3,5 km nördlich).

Geschichte Im Landbuch der Sechsämter (1499) wurde ein „Silberbächlein“ schriftlich erwähnt. Um 1550 wurde der Ort wurde unter dem Markgrafen Albrecht Alcibiades aufgrund von Bergwerksaktivitäten am Silberbach gegründet. Er bestand aus vier kleinen Anwesen. Die Vorkommen waren allerdings wenig ergiebig. Im 18. Jahrhundert bestand Silberbach aus 15 Reutgütern und Tropfhäuser, die im Hochgericht teils dem Sechsamt Selb, teils dem Amt Hohenberg unterstanden.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 201f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Silberbach dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Silberbach dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Längenau zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Silberbach. Zu dieser gehörten Blumenthal, Leupoldshammer und Wellerthal. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Selb und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Selb (1919 in Finanzamt Selb umbenannt). Wenig später wurde Buchwald der Gemeinde einverleibt. Ab 1862 gehörte Silberbach zum Bezirksamt Rehau (1939 in Landkreis Rehau umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Selb (1879 in das Amtsgericht Selb umgewandelt, 1973 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 4,278 km². Am 1. Januar 1978 wurde Silberbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Selb eingemeindet.

Ehemaliges Baudenkmal Eisenschmelzofen in der Waldabteilung Egerrangen

Einwohnerentwicklung Gemeinde Silberbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 171 328 318 305 309 339 335 299 326 293 296 294 252 245 218 234 248 217 183 366 355 330 331 325HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 42 44 44 46 46 53 66 Quelle Für die Gemeinde Silberbach zuzüglich der Einwohner von Blumenthal (S. 10) und Wellerthal (S. 136).

Ort Silberbach Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 126 169 196 180 135 144 242 257 263 314Häuser 26 27 28 37 49 90Quelle

Religion Silberbach ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Andreas (Selb) gepfarrt.

Literatur

Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 418.

Weblinks

https://www.silberbach-selb.de https://www.silberbach.info

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Selb Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) Kategorie:Ersterwähnung 1499 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1977 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge